Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung

Kontokorrentkredit als passende Finanzierung für Ihr Unternehmen

Kontokorrentkredit-Finanzierung

Ein Kontokorrentkredit bietet Unternehmen zwar ein Höchstmaß an Flexibilität, gleichzeitig werden jedoch oft hohe Kosten verursacht. Wir verraten Ihnen, ob sich ein Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung lohnt und welche Alternativen bestehen. Denn unter ungünstigen Umständen kann die plötzliche Kündigung der Kreditlinie eine gefährliche Spirale in Gang setzen, die die Bonität und sogar die Existenz des Unternehmens gefährdet.

Was ist ein Kontokorrentkredit?

Ein Kontokorrentkredit ist eine flexible Kreditlinie, die auf einem Geschäftskonto eingeräumt wird. Nach der Einräumung können Unternehmen jederzeit über die Kreditlinie verfügen. Eine gesonderte Absprache mit der Bank ist dann nicht mehr erforderlich. Eine festgelegte Tilgung gibt es nicht. Die Rückzahlung erfolgt mit den laufenden Geldeingängen auf dem Geschäftskonto.

Banken verlangen für Kontokorrentkredite relativ hohe Zinsen. Begründet wird dies mit der Flexibilität, die Unternehmen bereitgestellt werde. Neben den Kontokorrentzinsen, die für den in Anspruch genommenen Betrag anfallen, können außerdem Überziehungszinsen und Bereitstellungszinsen hinzukommen.

Verbreitet sind zum Beispiel Gebührenmodelle, bei denen ein festgelegter Prozentsatz des höchsten in einem Abrechnungsintervall erreichten Saldos belastet wird. Auch Bereitstellungsprovisionen für nicht abgerufene Kredite sind möglich. Die Kosten werden zumeist monatlich oder quartalsweise abgerechnet und dem Konto als Umsatz belastet.

Die Zinssätze für Kontokorrentkredite sind typischerweise variabel. Verbreitet sind Zinssätze, die sich aus einem Referenzzinssatz und einem Zuschlag zusammensetzen. Ein Beispiel: Eine Bank könnte den 3-Monats-Euribor zzgl. 8 % berechnen. Zusätzliche Kosten fallen an, wenn die mit der Bank vereinbarte Kreditlinie überzogen wird. Dann werden neben den regulären Sollzinsen auch Überziehungszinsen belastet.

Wann wird ein Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung eingesetzt?

Der größte Vorteil von Kontokorrentkrediten besteht in der Flexibilität. Nach der einmaligen Vereinbarung mit der Bank steht die Kreditlinie jederzeit zur Verfügung. Der Zugriff auf die Kreditlinie ist über gewöhnliche Verfügungen des Geschäftskontos möglich. Unternehmen können mit dem Kredit Überweisungen tätigen, Lastschriften einlösen, Barauszahlungen vornehmen oder Kartenzahlungen tätigen.

Kontokorrentkredite dienen als Liquiditätsreserve und zur Finanzierung kurzfristiger Vorhaben. Ein anderes Beispiel ist der Wareneinkauf. Unternehmen finanzieren den Einkauf mit Kontokorrentkrediten und tilgen kurze Zeit später das Darlehen mit den Verkaufserlösen. Ein Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung kommt ferner in Betracht, wenn zwischen größeren Geldausgängen und Geldeingängen regelmäßig einige Tage liegen.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen erhält in der Zeit vom 05.-10. Kalendertag des Monats den wesentlichen Teil der Erlöse. Die Gehälter für die Angestellten müssen jedoch in der Zeit vom 01.-03. des Monats ausgezahlt werden. Dadurch kommt es monatlich für einen Zeitraum von 2-7 Tagen zu Liquiditätsengpässen. Diese können mit dem Kontokorrentkredit überbrückt werden.

Voraussetzungen für einen Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung

Bevor ein Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung eingeräumt wird, führt die Bank eine Bonitätsprüfung durch. Notwendige Bedingung für die Einrichtung eines Kreditrahmens ist ein gutes Rating. Darüber hinaus muss das Unternehmen ausreichende Umsätze vorweisen können. Die Höhe des eingeräumten Kreditrahmens orientiert sich typischerweise an den Einzahlungen, die im Durchschnitt eines Monats oder Quartals eingehen.

Warum kann ein Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung gefährlich werden?

Wird ein Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung dauerhaft genutzt, ergeben sich daraus spezifische Risiken. Im schlimmsten Fall setzt eine nicht mehr aufzuhaltende Kette von Ereignissen ein, die das Unternehmen in die Insolvenz bzw. Liquidation führt. Wie kann es dazu kommen?

Negativszenario: Wie ein Kontokorrentkredit Unternehmen in die Insolvenz führt
Wie kann ein Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung zu einem Risiko werden? Die nachfolgend aufgeführte Kette von Ereignissen zeigt, wie es unter ungünstigen Umständen dazu kommen kann:

  • Ein Unternehmen nutzt einen Kontokorrentkredit
  • Die Bank kündigt den Kreditrahmen fristlos bzw. mit kurzer Frist
  • Das Unternehmen gerät bei Hausbank und Geschäftspartnern in Verzug
  • Andere Banken verweigern Kredite wegen Verzugsmeldung der Hausbank
  • Das Rating verschlechtert sich
  • Aufgrund des schlechteren Ratings verweigern Banken die Kreditvergabe
  • Aufgrund des schlechteren Ratings werden keine Lieferantenkredite mehr eingeräumt
  • Die Liquiditätssituation des Unternehmens verschlechtert sich immer weiter

Die größte Problematik, vor allem einer dauerhaften Nutzung von Kontokorrentkrediten, besteht in der Abhängigkeit von der Bank. Diese kann den Kreditrahmen fristlos bzw. mit kurzer Frist kündigen. Befindet sich das Geschäftskonto im Soll und kommt es zur Kündigung des Kredits, verfügt das Unternehmen schlagartig nicht mehr über Liquidität. Rechnungen von Lieferanten können ebenso wenig bezahlt werden wie Gehälter der Angestellten.

Die Situation kann eskalieren, wenn nicht innerhalb weniger Tage ein Ersatz für die plötzlich gekündigte Kreditlinie bereitgestellt wird. Wird ein in Anspruch genommener Kontokorrentkredit plötzlich gekündigt, ist dieser Ersatz regelmäßig schwer zu bekommen.

Bank kündigt Kontokorrentkredit wegen Überziehung …

Da dies dem Unternehmen nicht sofort gelingt, wird der Kontokorrentkredit fristlos gekündigt. Die Bank duldet gleichzeitig keine Überziehungen außerhalb der Kreditlinie mehr. Dazu ein Fallbeispiel: Ein Unternehmen verfügt über einen Kontokorrentkredit in Höhe von 150.000 EUR. Da sich Einnahmen verzögern und zugleich unerwartete Ausgaben anfallen, gerät das Unternehmen in die Überziehung. Das Geschäftskonto weist einen Sollsaldo in Höhe von 160.000 EUR auf.

Die Bank verlangt, das Konto unverzüglich in den vereinbarten Rahmen zurückzuführen. Da dies dem Unternehmen nicht sofort gelingt, wird der Kontokorrentkredit fristlos gekündigt.

Die Bank duldet gleichzeitig keine Überziehungen außerhalb der Kreditlinie mehr.Da dies dem Unternehmen nicht sofort gelingt, wird der Kontokorrentkredit fristlos gekündigt. Die Bank duldet gleichzeitig keine Überziehungen außerhalb der Kreditlinie mehr.

Bank kündigt Kontokorrentkredit

Vermögenswerte in der Bilanz sind illiquide…

Die Konsequenz: Das Unternehmen kann zunächst keine Forderungen mehr begleichen. Der Wert der Vermögensgegenstände der Bilanz ist zur um ein Vielfaches höher als der Sollsaldo des Kontos. Die Vermögensgegenstände sind jedoch illiquide und lassen sich nur schwierig veräußern oder beleihen.

Andere Banken erhalten von der Hausbank negative Auskünfte…

Deshalb wird bei einer anderen Bank angefragt. Das Problem: Diese andere Bank wird bei der bisherigen Hausbank Informationen einholen. Die Hausbank wird der anderen Bank mitteilen, dass sich das Geschäftskonto im Verzug befindet. Dies ist ein Negativmerkmal. Die andere Bank wird deshalb die Einräumung einer Kreditlinie (zunächst) ablehnen.

Das Rating verschlechtert sich…

Die Situation führt unweigerlich zu einer Verschlechterung des Ratings. Das verschlechterte Rating wiederum erschwert die Aufnahme eines neuen Kredits zusätzlich. Das Unternehmen gerät nun bei seinen Lieferanten in Verzug. Diese sind dann nicht mehr bereit, gegen ein Zahlungsziel zu liefern und verlangen Vorkasse. Das bedeutet, dass die dringend benötigten, nächsten Lieferungen ausbleiben.

Es kommt zu Produktionsausfällen …

In der Folge kann es zu Produktionsausfällen und damit Umsatzverlusten kommen. Im schlimmsten Fall setzt sich diese Spirale immer weiter fort, bis das Unternehmen in seiner Existenz bedroht ist.

Wann darf die Bank Unternehmen den Kontokorrentkredit kündigen?

Die rechtliche Position von Unternehmen gegenüber der plötzlichen Kündigung eines Kontokorrentkredits ist schlecht. Da ein Kontokorrentkredit ein Darlehen ohne feste Laufzeit ist, kann die Bank jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne Einhaltung einer Frist kündigen. Zwar verpflichten sich Banken ihren Geschäftsbedingungen, auf die berechtigten Belange ihrer Kunden Rücksicht zu nehmen. In der Praxis lässt sich daraus jedoch kaum ein Anspruch ableiten.

Typische Anlässe für eine Kündigung von Kontokorrentkrediten

Grundsätzlich sind Banken an der Kreditvergabe interessiert. Deshalb wird Unternehmen mit ausreichender Bonität auch regelmäßig ein Kontokorrentkredit eingeräumt. Die Kündigung einer solchen Kreditlinie ist immer wieder auf bestimmte Anlässe zurückzuführen. Die wichtigsten:

  • Überziehung des vereinbarten Rahmens
  • Verschlechterung der finanziellen Situation
  • Verringerter Wert der hinterlegten Sicherheiten

Unternehmen sollten die Überziehung des vereinbarten Kreditrahmens vermeiden. Typischerweise lässt eine Bank diese Überziehungen zunächst zu. Neben den sehr hohen Überziehungszinsen spricht allerdings auch das Risiko einer plötzlichen Kreditkündigung gegen eine Überziehung. Insbesondere, wenn die Bank die Rückführung des Saldos in den vereinbarten Kontokorrentkredit anmahnt und dieser Aufforderung nicht sofort nachgekommen wird, besteht das Risiko einer Kündigung.

Verschlechtert sich die finanzielle Situation eines Unternehmens, kann dies ebenfalls zu einer Kündigung oder Reduzierung des Kontokorrentkredits führen. Banken kennen typischerweise zwei Kreditlimits für ein Unternehmen. Das offizielle Limit wird nach außen kommuniziert. Zusätzlich gibt es ein internes Limit. Dieses interne Limit orientiert sich unter anderem an den regelmäßigen Zahlungseingängen, dem Rating und weiteren bonitätsrelevanten Faktoren. Verschlechtern sich Rating und/oder Einnahmesituation, kann dies eine Kreditkündigung zur Folge haben.

Sehr häufig werden Kontokorrentkredite gegen Sicherheiten eingeräumt. Der Wert dieser Sicherheiten kann sich verschlechtern. Auch in diesem Fall ist mit einer Kündigung des Kredits zu rechnen.

Kontokorrentkredit berechnen – So geht’s!

Mit dieser Formel kann der Realzinssatz für einen bestimmten Zeitraum bei gegebener, erwarteter Inflationsrate berechnet warden. Sie ist auch unter dem Namen Fisher-Gleichung bekannt.

Bei dem Kontokorrentkredit fallen nur Kosten an, wenn der Kredit in Anspruch genommen wird. Mit dieser Formel kann man den Zinssatz eines Kontokorrentkredits berechnen:

(Höhe des Betrags x Zinssatz x Dauer) ÷ (365 x 100)

Beispiel: Sie überziehen das Konto für 15 Tage um einen Betrag von 2.500 €. Der Kontokorrentkredit-Zinssatz beträgt hier 10 %. Die Rechnung sieht wie folgt aus:

Zinskosten = 2.500 x 10 x 15 / (365 x 100) = 10,27

Die Zinskosten für die Inanspruchnahme des Kontokorrentkredits würden 10,27 € betragen.

Die Höhe des Zinssatzes unterscheidet sich zwischen den Kreditinstituten und wird vorher vertraglich vereinbart.

Alternativen zum Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung

Aufgrund der dargestellten Risiken können Unternehmen nach Alternativen zum Kontokorrentkredit als Unternehmensfinanzierung suchen. Diese gibt es in größerer Zahl. Alle Alternativen sind mit speziellen Vor- und Nachteilen verbunden.

Liquiditätspolster durch Gewinnthesaurierung

Diese Lösung liegt auf der Hand. Anstatt regelmäßig einen Kontokorrentkredit zur Vorfinanzierung zu nutzen, können Unternehmen Gewinne thesaurieren und dadurch eine eigene Liquiditätsreserve aufbauen. Die Vorteile: Neben den hohen Sollzinsen entfällt auch das Risiko einer plötzlichen Kreditkündigung mit den damit verbundenen Liquiditätsschwierigkeiten. Der größte Nachteil: Die Eigentümer müssen für einige Zeit auf einen Teil der Gewinnausschüttungen verzichten.

Kredit mit endfälliger Tilgung

Ist ein Kredit mit einer Laufzeit ausgestattet, kann die Bank ihn nicht ohne weiteres kündigen. Deshalb kann ein Ratenkredit zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen besser geeignet sein als ein Kontokorrentkredit. Neben der besseren rechtlichen Situation sprechen dafür auch die typischerweise günstigeren Zinssätze.

Bei einem klassischen Ratenkredit müssen kurz nach der Auszahlung bereits erste Tilgungen erfolgen. Wird ein Darlehen zu Überbrückung von Liquiditätsengpässen genutzt, sind die Tilgungsraten möglicherweise temporär zu hoch. In diesem Fall kann ein Kredit mit endfälliger Tilgung die richtige Lösung sein. Dies gilt insbesondere, wenn der Liquiditätsbedarf sich über mehrere Monate erstreckt. Dies ist zum Beispiel bei Unternehmen mit starken saisonalen Schwankungen der Fall. Der Kredit wird dann inklusive Zinsen in einer Summe zurückgezahlt, wenn infolge größerer Zahlungseingänge ausreichende Liquidität vorhanden ist.

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Lieferanten- und Bestellerkredite

Warum nicht Kunden und Lieferanten Liquidität bereitstellen lassen? Auch dies ist möglich. Viele Unternehmen sehen sich nur deswegen Liquiditätsengpässen gegenüber, weil Kunden deutlich später zahlen als Lieferanten bezahlt werden. Sofern die Usancen der Branche und die eigene Marktposition es zulassen, kann an dieser Stellschraube gedreht werden. Gelingt es, Lieferanten längere Zahlungsziele abzuringen und Kunden zur Vorkasse zu bewegen, verbessert sich die Liquiditätssituation umgehend.

Änderungen im Forderungsmanagement

Die Vereinbarung von Zahlungszielen mit Lieferanten und Kunden ist Bestandteil des Forderungsmanagements. Hier können weitere Maßnahmen ergriffen werden. Eine davon betrifft Inkasso. Treten Liquiditätsschwierigkeiten auf, weil ein Teil der Kunden massiven Verzug gerät, kann durch die Einschaltung eines Inkassounternehmens zusätzlicher Druck aufgebaut werden.

Liquidität freisetzen durch Leasing

Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der Liquiditätssituation ist Leasing. Wie kann Leasing die Liquidität verbessern? Dazu ein Fallbeispiel.

Ein Unternehmen schafft sich einen Fuhrpark bestehend aus zehn Fahrzeugen an. Diese sollen für einen Zeitraum von fünf Jahren genutzt werden. Wird der Fuhrpark mit einem Kredit finanziert, müssen die gesamten Anschaffungskosten innerhalb von fünf Jahren getilgt werden. Nach fünf Jahren kann das Unternehmen dann Gebrauchtfahrzeuge zum Restwert veräußern. Der Restwert sollte etwa 30-40 % des Anschaffungswertes betragen.

Dieser Restwert ist während der gesamten Darlehenslaufzeit gebunden, was zu unnötig hohen Tilgungsraten führt. Das Unternehmen tilgt auch den Teil des Fahrzeugwertes, der gar nicht durch Wertminderung verbraucht wird.

Anders verhält es sich beim Leasing. Hier wird die monatliche Leasingrate unter Berücksichtigung des Restwertes kalkuliert. Die Konsequenz: Das Unternehmen zahlt eine deutlich geringere monatliche Leasingrate, weil der Restwert nicht getilgt werden muss. Dies verbessert sofort die Liquidität, weil die monatlichen Mittelabflüsse geringer ausfallen.

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Änderungen im Forderungsmanagement

Die Vereinbarung von Zahlungszielen mit Lieferanten und Kunden ist Bestandteil des Forderungsmanagements. Hier können weitere Maßnahmen ergriffen werden. Eine davon betrifft Inkasso. Treten Liquiditätsschwierigkeiten auf, weil ein Teil der Kunden massiven Verzug gerät, kann durch die Einschaltung eines Inkassounternehmens zusätzlicher Druck aufgebaut werden.

Sale-and-Lease-Back

Durch den Abschluss eines Leasingvertrages anstelle einer Anschaffung auf Kredit verbessert sich die Liquiditätssituation infolge der geringeren Mittelabschlüsse allmählich. Mit Sale-and-Lease-Back können Unternehmen ihre Liquidität kurzfristig und in größerem Umfang erhöhen. Bei Sale-and-Lease-Back werden Gegenstände des Anlagevermögens an eine Leasinggesellschaft verkauft und direkt danach zurückgeleast. Dadurch ist die unterbrechungsfreie Nutzung gewährleistet, während sofort Liquidität zufließt.

Wird ein Sale-and-Lease-Back Vertrag mit dem Abschluss eines neuen Leasingvertrags anstelle eines Kredits kombiniert, kann ein doppelter Liquiditätsvorteil realisiert werden. Der Abschluss Sale-and-Lease-Back Vertrags führt zu einem einmaligen Zufluss von Liquidität. Dem stehen zusätzliche Mittelabflüsse durch die Leasingraten gegenüber, die zuvor bei bereits im Eigentum befindlichen Gegenständen nicht anfielen.

Wird anstelle eines Darlehensvertrags ein Leasingvertrag für ein weiteres, neues Anlagegut abgeschlossen, kann die Differenz zwischen Kredit- und Leasingrate im besten Fall die künftigen Mittelabflüsse neutralisieren. Dem einmaligen Liquiditätszufluss aus dem Sale-and-Lease-Back Vertrag stehen dann keine höheren künftigen Mittelrückflüsse gegenüber. Die gewonnene Liquidität kann genutzt werden, um einen Kontokorrentkredit zu ersetzen.

Liquidität verbessern durch Factoring

Factoring ist eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Liquiditätssituation. Bei echtem Factoring verkauft ein Unternehmen alle seine Forderungen an eine Factoringgesellschaft. Diese erwirbt die nominalen Forderungsbeträgn mit einem Abschlag bzw. zieht eine Gebühr ab. Erstellt das Unternehmen eine Rechnung, begleicht das Factoringunternehmen diese sehr rasch. Dadurch verkürzt sich die Zeitspanne zwischen Rechnungsstellung und Liquiditätszufluss. Die Liquiditätssituation verbessert sich dadurch.

Neben dieser Finanzierungsfunktion erfüllt echtes Factoring auch eine Delkrederefunktion. Das Factoringunternehmen trägt die Ausfallrisiken. Verschlechterungen der Liquiditätssituation, die durch säumige Kunden entstehen, entfallen dann. Vor allem im Exportgeschäft kann Forfaitierung eine Alternative zu Factoring sein. Bei der Forfaitierung werden lediglich einzelne (zumeist größere) Forderungen verkauft.

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