Finanzierung im Agrarsektor

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Finanzierung im Agrarsektor

Die Landwirtschaft ist wohl die älteste Wirtschaftsbranche überhaupt. In Deutschland machen Land-, Forstwirtschaft und Fischerei rund 0,6 % der Bruttowertschöpfung aus. Circa 1,4 % der Erwerbstätigen arbeiten noch im Agrarsektor. Der Produktionswert der Branche überschreitet immerhin 50 Mrd. Euro. Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe war lange stark rückläufig, hat sich jedoch bei etwa 270.000 stabilisiert. Nach wie vor wird fast die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik landwirtschaftlich genutzt. Derzeit belastet der Klimawandel die Landwirtschaft und führte im vergangenen Sommer zu zahlreichen Ernteausfällen. Bis zur nächsten Agrarreform dauert es auch noch, denn die findet alle sieben Jahre und damit erst wieder 2020 statt. Die unter anderem bisher wenig förderlichen Rahmenbedingungen für Bauern führen zu großem Finanzierungsbedarf.

Laut des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung benötigen Subsistenz- und Kleinbauern vor allem Mikrokredite. Kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Agrarsektor haben hingegen einen Bedarf an klassischen Firmenkrediten für Betriebsmittel. Aufgrund saisonaler Einkommensschwankungen und unzureichender Kreditsicherheiten, sind die Zugangsbedingungen zu Finanzierungen für Landwirtschaftsbetriebe jedoch äußerst erschwert.

Aktuelle Trends im Agrarsektor

1950 ernährte ein Landwirt noch zehn Personen, heute sind es mehr als 140. Möglich wurde diese enorme Produktivitätssteigerung durch innovative Anbaumethoden, eine hohe Mechanisierung und die Industrialisierung der landwirtschaftlichen Produktion. Der Wettbewerb wird auch in Zukunft höchste Effizienz erzwingen. Die Digitalisierung – „Smart Farming“ – bietet dafür zusätzliche Potentiale. Ökologischer Landbau ist ein weiterer Trend. Bereits heute werden mehr als 8 % der Fläche ökologisch bewirtschaftet, langfristig könnten es bis zu 20 % sein. Ob konventionell oder Bio-Produktion, Umweltfreundlichkeit und -verträglichkeit werden wesentliche Anforderungen bleiben. Des Weiteren beeinflusst auch das veränderte Ernährungsverhalten der Konsumenten die Landwirte. Konsumenten achten beim Kauf vermehrt auf regionale Lebensmittel, Lebensmittel aus biologischem Anbau und kaufen Superfoods. Die Liste ist lang. Aus Sicht der Landwirte werden sich gewisse Trends durchsetzen und anhalten. Daher werden sowohl Ackerbau- als auch Viehhaltungsbetriebe

 

 

 

sowie Betriebe aus der Forstwirtschaft und dem Gartenbau ihre Produktion flexibel darauf ausrichten müssen. Laut einer Studie der Landwirtschaftlichen Rentenbank sehen 28 % der Landwirte mit den Trends auch Risiken verbunden, jedoch sehen 40 % der Landwirte diese Entwicklungen auch als Chance an. Um derartige Möglichkeiten zu nutzen, sind adäquate Finanzierungen im Agrarsektor umso wichtiger.

Landwirtschaft – die wichtigsten Trends im Überblick

  • Innovationen und Digitalisierung sorgen für weitere Produktivitätssteigerungen
  • Die Zahl der Betriebe sinkt bei steigenden Betriebsgrößen langsam weiter, langfristig auf 100.000
  • Verbraucher legen immer stärkeren Wert auf biologische und nachhaltig erzeugte Agrarprodukte
  • Erneuerbare Energien etablieren sich als zusätzliches Geschäftsfeld für die Landwirtschaft

Die Treiber des Agrarsektors

Digitalisierung in der Landwirtschaft

Digitalisierung in der Landwirtschaft

Jeder zweite Landwirt betreibt bereits heute „Smart Farming“. Die Digitalisierung macht die Landwirtschaft effizienter und ökologischer. Bestehende Hürden (mangelnde Internetversorgung auf dem Land, Datenschutz, erforderliche Investitionen) bremsen, halten die Entwicklung aber nicht auf. In der Landwirtschaft 4.0 sind Produktionsprozesse automatisiert, es findet eine Kommunikation zwischen einzelnen Maschinen im Sinne des Internet of Things (IoT) statt.

Solarpanel für höhere Effizienz in der Landwirtschaft

Effizienzdruck

In der Landwirtschaft herrscht ein enormer Kostendruck infolge des Wettbewerbs. Preisspielräume sind eng begrenzt, rentabel sind nur Betriebe mit höchster Effizienz. (Betriebs)größen-Wachstum und eine weitere Steigerung der Produktivität sind unverzichtbar, um dauerhaft erfolgreich zu bleiben. Für die Umsetzung von Rationalisierungsmaßnahmen oder Zukunftsprojekten fehlen den meisten Betrieben jedoch die finanziellen Mittel.

Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bedeutet Erhalt und gleichzeitig intelligente Nutzung natürlicher Ressourcen. Die Agrarbranche ist für nachhaltiges Wirtschaften prädestiniert und besonders gefordert. Die Entwicklung geht von der klassischen Landwirtschaft zur nachhaltigen Bewirtschaftung nachwachsender Rohstoffe – nicht nur für Zwecke der Ernährung. Zudem müssen sich Branchenakteure mit verwandten Themen wie Umweltschutz, artgerechter Tierhaltung und Produktion qualitativ hochwertiger Lebensmittel auseinandersetzen.

Fördermittel für die Landwirtschaft

Landwirtschaftsförderung ist ein weites Feld und in gängiger Vorstellung mit EU-Agrarsubventionen verbunden. Neben der EU-Förderung gibt es aber auf nationaler Ebene weitere Förderprogramme für die Landwirtschaft. Dazu gehören auch solche für die Finanzierung. In Deutschland ist auf Bundesebene die Landwirtschaftliche Rentenbank zuständig. Die Rentenbank bietet Landwirten langfristige zinsgünstige Darlehen für unterschiedliche Zwecke – zum Beispiel für Sachinvestitionen, für mehr Nachhaltigkeit, zur Betriebsmittelfinanzierung, für Innovationen oder zur Nutzung erneuerbarer Energien. Neben niedrigen Zinsen sind bei einigen Programmen auch Zuschüsse vorgesehen. Die Kredite werden von der Rentenbank nicht direkt vergeben, sondern über „normale“ Geschäftsbanken vor Ort. Zugang zu Banken und Finanzierern bietet Ihnen FinCompare. Wir helfen Ihnen dabei, aus zahlreichen Angeboten die passende Finanzierungslösung zu finden und begleiten Sie von Anfang an.

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