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Industrie und Produktion

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Finanzierung im Industrie- und Produktionssektor

Mit einem Anteil von über 20 Prozent am Bruttoinlandsprodukt ist Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern überdurchschnittlich industrialisiert. 2017 wurden im verarbeitenden Gewerbe fast 1.900 Mrd. Euro Umsätze erzielt. Die deutsche Industrie ist vielschichtig. Metallerzeugung-, ver- und -bearbeitung bildet mit mehr als der Hälfte der Umsätze und rund 3,9 Mio. Beschäftigten einen Schwerpunkt.

Die größten Branchen in diesem Bereich sind Fahrzeugbau und Maschinenbau, gefolgt von Elektrotechnik sowie Metallerzeugung und -produktion. Während die „klassische“ Stahlindustrie eher an Bedeutung verliert, sind viele „Metallbetriebe“ Marktführer in ihrem Bereich und Wachstumstreiber. In Deutschland gibt es rund 25.000 Metallbetriebe, insgesamt zählt das verarbeitende Gewerbe ca. 240.000 Unternehmen. Trotz einiger großer Player ist die deutsche Industrie stark mittelständisch geprägt. In der Metallbranche haben zum Beispiel fast 90 Prozent der Betriebe weniger als 250 Beschäftigte, fast die Hälfte beschäftigt weniger als 50 Mitarbeiter.

Aktuelle Trends im Industrie- und Produktionssektor

Die digitale Transformation unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ ist der große Trend der deutschen Industrie. Sie wird häufig als neue industrielle Revolution bezeichnet. Die Vernetzung und Integration von Automatisierungs- und Energietechnik, Intralogistik, IT-Plattformen und künstlicher Intelligenz treibt die Digitalisierung nach vorn und erfordert große Investitionen. Der deutsche Industrieerfolg wird stark exportbestimmt. Alleine 2017 beliefen sich die Exporte auf rund 1.300 Mrd. Euro. Die gute Position der deutschen Industrie im internationalen Wettbewerb wird aktuell durch Protektionismus und Handelsstreitigkeiten (Stichwort: US-Strafzölle) gefährdet. Branchen wie die Stahlindustrie, Fahrzeugbau oder Maschinenbau sind besonders betroffen. Die Wettbewerbsposition hängt auch davon ab, inwieweit es künftig gelingen wird, Vorsprünge vor stärker werdender Konkurrenz (China, Schwellenländer) zu behaupten.

Als zunehmender Engpass erweisen sich fehlende Fachkräfte infolge der Überalterung der Bevölkerung.

Aktuelle Trends im Sektor Industrie und Produktion im Überblick:

  • Innovationen und FuE-Investitionen bilden eine entscheidende Größe für Wettbewerbsstärke
  • Die digitale Revolution erfasst alle Industriebranchen und Unternehmen
  • Investitionen in Qualifizierung und Bildung werden angesichts knapper Fachkräfte immer wichtiger

Die Treiber des Industrie- und Produktionssektors

Die Industrie 4.0 bedeutet zunehmende Digitalisierung klassischer Industriebetriebe mittels IoT.

Industrie 4.0

Die umfassende Digitalisierung von Fertigungsprozessen ist die Herausforderung der nächsten Jahre. Eine große Bedeutung spielt dabei künftig das Internet der Dinge (IoT), die intelligente Vernetzung physischer und virtueller Gegenstände bei Fertigung und Produktion. Alleine in den nächsten beiden Jahren werden in der Industrie rund 5 Mrd. Euro in digitale Investitionen fließen.

Roboter übernehmen zunehmend Produktionsstufen in der Automobilherstellung.

Rationalisierung und Automatisierung

Die deutsche Industrie zeichnet sich schon heute durch intensive Rationalisierung und Automatisierung aus. Die hohen Lohnkosten im internationalen Vergleich werden den Druck zu Investitionen in diese Richtung aufrecht erhalten. Ein anderer Treiber ist der demografische Wandel und der damit einhergehende zunehmende Fachkräftemangel. Prognosen gehen bis 2040 von bis zu 3,3 Mio. fehlenden Fachkräften in Deutschland aus.

Globalisierung fördert Exporte und internationalen Wettbewerb.

Globalisierung und internationaler Wettbewerb

Viele mittelständische Industrieunternehmen sind Weltmarktführer in ihrem Bereich. Die Exportquote der deutschen Industrie liegt im Schnitt bei ca. 50 Prozent. Die gute Wettbewerbsposition wird sich nur durch konsequente Investitionen in Forschung und Entwicklung verteidigen lassen. Bereits heute werden hier rund 69 Mrd. Euro im Jahr investiert – Tendenz steigend. Die Globalisierung hat der deutschen Industrie Chancen eröffnet, aber auch Konkurrenten stärker werden lassen.

Fördermittel für den Industrie- und Produktionsbetriebe

Die deutsche Wirtschaftsförderung ist auf den Mittelstand und Sachinvestitionen ausgerichtet. Mittelständische Industriebetriebe haben daher grundsätzlich gute Aussichten, Fördermittel zu erhalten. Die Förderung findet überwiegend über zinsgünstige Förderkredite, seltener über Zuschüsse oder Beteiligungskapital statt. Auf Bundesebene ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zuständig. Für bestehende Industriebetriebe stellt der KfW-Unternehmerkredit das gängige „Universalprogramm“ dar. Es bietet Kredite bis 25 Mio. Euro für Investitionen in Gebäude, Maschinen, oder Anlagen. Daneben gibt es zahlreiche weitere Programme für spezielle Zwecke, u.a. für Energieeffizienz, Forschung und Entwicklung oder Innovation.

Ein weiterer Förderschwerpunkt ist die Regionalförderung. Auf Landesebene existieren eigene Landesförderbanken, die zusätzliche Förderprogramme anbieten. Oft ergänzen oder erweitern diese ein bestehendes KfW-Programm. Der Weg zu Förderkrediten führt fast immer über eine Geschäftsbank, denn die Förderinstitute vergeben die Mittel nicht direkt.

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