Finanzierung in der Lebensmittelindustrie

Lebensmittelindustrie im Umschwung - Aktuelle Branchentrends

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Finanzierung in der Lebensmittelindustrie

Hierzulande gehört die Lebensmittelindustrie mit ca. 6.000 Betrieben und über 550.000 Beschäftigten zu den ökonomischen Grundpfeilern. Während die Lebensmittelindustrie in anderen entwickelten Volkswirtschaften vor allem von großen Konzernen dominiert wird, zeichnet sich die deutsche Lebensmittelindustrie durch eine mittelständische Prägung aus. Einen großen Teil des Umsatzes von rund 171 Milliarden Euro (2016) erwirtschaften demnach kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Gemäß seiner Zusammensetzung ist der Sektor von großer Konkurrenz und hohem Preisdruck gekennzeichnet. Um langfristig am Markt zu bestehen und in den Regalen der großen Handelsoligopole zu landen, ist außerhalb der kostenminimalen Fabrikation von Standardprodukten Spezialisierung in Form von besonders innovativen oder hochwertigen Produkten gefragt. In der Folge herrscht in der Lebensmittelindustrie infolge oftmals geringer Margen und dünner Eigenkapitaldecken ein erhöhter Finanzierungsbedarf.

Aktuelle Trends in der Lebensmittelindustrie

Die erhöhte Kundennachfrage nach Lebensmitteln aus nachhaltiger Produktion stellt KMUs in der Lebensmittelindustrie vor wachsenden Herausforderungen. Um den Kundenanforderungen gerecht zu werden, bedarf es hoher Investitionen in neue Produktionsverfahren und moderne Verfahrenstechnik. Weiterhin liegt der Fokus in der Industrie auf Investitionen in Automatisierungssysteme zur Effizienzsteigerung. Im Rahmen der Industrie 4.0-Konzepte spielt auch zunehmend die Datenanalyse eine tragende Rolle, um beispielsweise Störungen im Produktionsbetrieb mittels Predictive Maintenance vorzubeugen. Ferner sorgt die zunehmende Verlagerung des Lebensmittelgeschäfts in den Online-Handel auch in der Lebensmittelindustrie für Veränderungen. Immerhin geben 59 Prozent der Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie im aktuellen DLG-Monitor an, ihre Produkte binnen drei Jahren online verkaufen zu wollen.

Notwendig ist neben den vorgenannten Investitionen eine umfassende Digital- und Logistikinfrastruktur auch die organisatorische und technische Umsetzung von transparenten Herstellungsprozessen beispielsweise über intelligente Verpackungen und RFID-Chips.

Die aktuellen Industrietrends im Überblick:

  • Zunehmende Nachfrage nach Produkten aus nachhaltiger Herstellung
  • Digitalisierung der Fabrikation im Rahmen der Industrie 4.0
  • Zunehmender Online-Vertrieb in der Nahrungsmittelindustrie
  • Investition in Automatisierung zur Effizienzsteigerung
  • Steigende Exportquote: 2005 (16,9 Prozent) – 2017 (23,6 Prozent)

Die Treiber der Lebensmittelindustrie

Finanzierung Lebensmittelindustrie - Automatisierte Produktion von Malz.

Automatisierung und Industrie 4.0

Die Digitalisierung und Automatisierungswelle treibt auch die Nahrungsmittelindustrie um. Im Rahmen des Internets der Dinge (IoT) ist eine nahtlose Verknüpfung von Produktions- und Logistikprozessen bis zum Kunden möglich. Um eine smarte, flexible und ressourceneffiziente Fabrik zu errichten, braucht es jedoch Investitionen in modernste Anlagen. Den hierfür passenden Finanzierungspartner finden Sie über FinCompare in kürzester Zeit.

Lebensmittelindustrie - Energieeffiziente Anlage, die bei einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion hilft.

Nachhaltige Produktion

Als großer Wachstumstreiber birgt die nachhaltige und ressourcenschonende Produktion von Lebensmitteln für Unternehmen der Getränke und Nahrungsindustrie großes Potential. Das gilt vor allem im Bereich der Investition in energieeffiziente Abfüll- und Kühlanlagen. Auch geschlossene Systeme zur Wärme oder Wasserrückgewinnung aus Produktionsprozessen liegen aus ökonomischer und ökologischer Sicht im Trend.

Finanzierung Lebensmittelindustrie - Online Supermarkt

Fokussierung auf den Online-Handel

Schon heute kaufen in Deutschland rund 3,1 Millionen Menschen regelmäßig Lebensmittel im Internet ein. Allein im Jahr 2017 konnte die Lebensmittelindustrie im E-Commerce-Bereich 1,13 Milliarden Euro umsetzen – Tendenz steigend. Vor allem die jüngeren ‚Digital Natives‘ versprechen in Zukunft zusätzliches Wachstum im Food-E-Commerce, was wiederum Investitionen in Prozesse und Maschinen zur Lebensmittelproduktion erforderlich macht.

Fördermittel für die Lebensmittelindustrie

Kleine und mittlere Unternehmen der Lebensmittelindustrie haben für Investitionen in Maschinen und Produktionsanlagen grundsätzlich Zugang zu diversen öffentlichen Fördertöpfen. Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen für die Investition in Sachgüter vergibt vor allem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Insbesondere die KfW besticht mit einem breiten Förderangebot z.B. für die Investition in besonders energieeffiziente Produktionsanlagen (KfW 292, 293). Darüber hinaus existieren jedoch auch noch weitere Förderprogramme wie beispielsweise das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), der ERP Gründerkredit oder das ERP-Regionalförderprogramm. Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit, bei den zahlreichen weiteren Förderbanken des Bundes und der Bundesländer Zuschüsse und vergünstigte Darlehen für die Finanzierung von Lebensmittelproduktionsanlagen zu beantragen.

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