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Dienstleistungsbranche

Wo der Service zählt - Aktuelle Branchentrends und Finanzierungsmöglichkeiten

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Finanzierung im Dienstleistungssektor

Deutschland ist eine Dienstleistungsgesellschaft. Circa 80 Prozent der deutschen Unternehmen befassen sich mit Dienstleistungen. Der Dienstleistungssektor trägt zu über zwei Dritteln zur Wertschöpfung bei. In den drei Teilbereichen Information und Kommunikation, freiberufliche und technische Dienstleistungen sowie sonstige Dienstleistungen arbeiten mehr als sieben Mio. Beschäftigte und erwirtschaften rund 800 Mrd. Euro Umsatz. Unter dem Oberbegriff ‚Dienstleistungen‘ verbirgt sich eine ungeheure Vielfalt an Geschäftsmodellen. Beratung, Vermittlung, Vermietung, Verwaltung, Support, Assistenz, Training, Wartung und Reparatur – das sind typische Dienstleistungstätigkeiten. Viele Dienstleistungen finden heute internetbasiert statt. In einem weiteren Sinne gehören auch Handel, Banken und Versicherungen („Finanzdienstleister“) sowie Transport und Logistik zu den Dienstleistungsunternehmen.

Aktuelle Trends im Dienstleistungssektor

Der Dienstleistungsanteil an der Wertschöpfung steigt in Zukunft eher noch. Alleine im Bereich unternehmensnaher Dienstleistungen wird bis 2030 mit 425.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen gerechnet, im Sozialwesen mit 335.000 und im Gesundheitsbereich mit 218.000. Die weiter zunehmende Vernetzung und Digitalisierung fördert die Entwicklung innovativer Dienstleistungsangebote. Aber auch personenbezogene Dienstleistungen werden stärker gefragt sein. Bereits heute ist jeder fünfte Deutsche über 65 und der Anteil älterer Menschen wird durch den demografischen Wandel steigen. Das erfordert zusätzliche Dienstleistungen – zum Beispiel in der Pflege. Rund 17 Mio. Deutsche sind Singles. Das schwindende klassische Familienmodell und veränderte Lebensweisen (Verbindung von Arbeit und Freizeit, Gesundheits- und Umweltbewusstsein, Lifestyle Trends) eröffnen Chancen für neue Dienstleistungsangebote.

Aktuelle Branchentrends im Überblick:

  • E-Commerce-Boom und Digitalisierung fördern internetbasierte Serviceangebote
  • Angesichts der Industrie 4.0 besteht ein hoher Bedarf an produktionsnahen Dienstleistungen
  • Gesellschaftlicher Wandel und Demographie steigern Nachfrage von personenbezogene Dienstleistungen
  • Komplexe Dienstleistungsangebote sind künftig noch stärker gefragt
  • Dienstleistungen werden zunehmend internationaler und komplexer – KI nimmt wichtige Rolle ein
  • Trend von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft hält an
  • Digitalisierung und Internet bieten Möglichkeiten für innovative technikbasierte Service-Modelle

Die Treiber des Dienstleistungssektors

Snapshot eines Teams im Bereich Wirtschaftsprüfung

Digitale Dienstleistungen

Bereits heute gibt es in der IKT-Branche mehr als 100.000 dienstleistungsorientierte Geschäftsmodelle. Es kommen ständig neue hinzu. Bis 2028 soll die Internetwirtschaft Prognosen zufolge jährlich um 12 Prozent wachsen und die Automobilindustrie als Leitbranche überholen. Gleichzeitig wird die Digitalisierung viele herkömmliche Service-Modelle grundlegend verändern – zu sehen zum Beispiel heute schon bei FinTechs, die zunehmend klassische Geschäftsfelder von Banken besetzen.

Selbstbewusster junger Mann inder Personaldienstleistung tätig vor seinem Laptop

Dienstleistungen für Unternehmen

Globalisierung, Wettbewerbsdruck und Industrie 4.0 eröffnen für Dienstleister im Unternehmensumfeld vielfältige Möglichkeiten. Experten erwarten, dass bis 2025 der Anteil der Beschäftigten in unternehmensnahen Dienstleistungen auf 18 Prozent (2010: 14 Prozent) steigen wird. Ansatzpunkte für Dienstleister eröffnen sich u.a. im Zusammenhang mit Outsourcing von Unternehmensdiensten, Anwendungen im Bereich Business Analytics oder technisch orientierten Service-Leistungen bei industriellen Fertigungsprozessen.

Steigende Zahl an Pflegebedürftigen und Bedarf an Pflegebedarf.

Gesundheits- und Sozialwesen

Heute gibt es bereits 2,9 Mio. Pflegebedürftige. Bis 2060 soll ihre Zahl auf 4,8 Mio. steigen. Diese Zahl zeigt den enormen Pflegebedarf. Die Wertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft liegt bei über 250 Mrd. Euro im Jahr. Davon entfallen rund 80 Prozent auf Gesundheitsdienstleistungen. Der Gesundheitssektor ist in den letzten Jahren stärker gewachsen als die Wirtschaft insgesamt. Das wird sich durch den demographischen Wandel und die steigende Lebenserwartung fortsetzen – zusätzliche Chancen für gesundheitsbezogene Dienstleistungen.

Fördermittel für Dienstleister

Die meisten Dienstleister sind kleine oder mittlere Unternehmen. Von daher haben sie grundsätzlich Zugang zu zahlreichen öffentlichen Förderprogrammen für den Mittelstand. Ob für Existenzgründung oder Investitionen im laufenden Geschäftsbetrieb – es gibt Fördermaßnahmen für viele Zwecke. Allerdings sind die Programme überwiegend auf die Finanzierung von Sachinvestitionen (Gebäude, Maschinen, Geräte, Fuhrpark) ausgerichtet. Die spielen aber bei vielen Dienstleistern eher eine untergeordnete Rolle. Bei – für Service-Unternehmen besonders wichtigen – ‚weichen‘ Investitionen in Human Resources, Geschäftsentwicklung oder Marketing ist das Förderspektrum dagegen überschaubar. In einigen Programmen werden Maßnahmen zur Markterschließung gefördert, zum Beispiel Teilnahmen an Messen oder Ausstellungen. Allgemeine Programme wie der ERP-Gründerkredit oder der KfW-Unternehmerkredit können auch Dienstleister nutzen – zum Beispiel zur Finanzierung von Betriebs- und Geschäftsausstattung (Büroeinrichtungen, Computer usw.).

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