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Wann sind Leasing, Mietkauf & Co. sinnvoll?

Leasing, Mietkauf oder doch Sale-and-Lease-Back? Wir zeigen Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten alternativer Finanzierungen auf und bewerten die Passgenauigkeit für verschiedene Unternehmensformen und Firmengrößen. Lesen Sie außerdem, warum sich Leasing gerade besonders lohnen kann und wie ein Leasingprozess abläuft.

Das „Handwerkmagazin“ über Leasing

In der Dezember-Ausgabe des “Handwerkmagazins” wurden die Vor- und Nachteile von Leasing gegenüber dem Kauf von Maschinen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und speziell Handwerker erörtert – mit FinCompare als Expertenstimme und als Beispiel für eine Anlaufstation, bei der sich Leasingangebote einholen und vergleichen lassen. In unsicheren Zeiten sei die Liquidität entscheidend, erläutert der Leasing-Experte bei FinCompare in dem Beitrag des “Handwerkmagazins”. Kaufen Handwerker eine Maschine, reduzieren sie das Obligo bei ihrer Hausbank, was gerade in Krisenzeiten nicht ideal ist. Leasing bietet dazu eine Alternative, bei der Unternehmen den Kauf einer Maschine ohne Einsatz von Eigenkapital finanzieren können.

Hinzu kommt, so die Autorin des Artikels, dass die Kosten für Bankkredite aufgrund der Zinserhöhung weiter steigen dürften und die Bonitätsbewertung von klassischen Geschäftsbanken strenger wird, wodurch Leasing an Attraktivität gewinnt. Zum einen aufgrund des erwarteten steigenden Zinsniveaus, zum anderen müssen Banken strengere Liquiditätsvorschriften (Basel IV) erfüllen. Der Artikel erläutert im Folgenden den Leasingprozess, bei dem ein Unternehmen eine Maschine für einen bestimmten Zeitraum mietet und eine Anzahlung sowie monatliche Leasingraten zahlt. Nach Ablauf des Leasingvertrags kann das Unternehmen die Maschine entweder zurückgeben oder sie, nach Zahlung der letzten Rate, zum Restwert kaufen. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass Leasing eine gute Option für Handwerker:innen und grundsätzlich Unternehmer:innen ist, die wettbewerbsfähig bleiben und die neuesten Maschinen nutzen wollen.

 

FinCompare ist etablierter Partner des Handwerks bei Objektfinanzierungen

Als eine der führenden Finanzierungsplattformen ist FinCompare Partner von KMU und speziell auch von Handwerker. Fast 1.000 Handwerksbetriebe haben bereits eine Anfrage gestellt mit einem durchschnittlichen Anfragevolumen von rund 250.000€ – darunter waren auch viele Objektfinanzierungsanfragen. Aber auch Anfragen unter 200.000€ sind oft eingegangen. Bei Handwerker sind es häufig Fahrzeuge, Produktionsanlagen und Werkzeuge, die für Leasing angefragt werden, also meist Transporter, LKW oder PKW. Beispielhaft sei hier der Fall beschrieben, den FinCompare kürzlich erfolgreich vermitteln konnte: Das Kundenunternehmen ist ein Handwerksbetrieb, der seit 1998 besteht und elektronische Reparaturen von Maschinen durchführt sowie konventionelle Elektroinstallationen für private und gewerbliche Kunden anbietet. Das Unternehmen fragte bei FinCompare für die Finanzierung eines Transporters an.

Die beste Option aus Kundensicht war schlussendlich ein Mietkauf für einen Transporter (Objektwert: 17.500€) mit einer Mietkaufrate von 269€ und einer Laufzeit von 60 Monaten. Der Mietkauffaktor lag dabei bei attraktiven 1,857%. Dieser Faktor gibt an, wie viel Geld jährlich als Miete für eine geleaste Sache aufgewendet werden müsste, um eine gleichwertige Anschaffung zu finanzieren. Der Mietkauf gehört wie das Leasing und der Spezialfall Sale-and-Lease-Back zu den Objektfinanzierungen und eignet sich nicht nur für Handwerksbetriebe, sondern für nahezu alle KMU – wie die folgende Übersicht zeigt. Die Konditionen bzw. der effektive Jahreszins ist hierbei bankähnlich.

 

Vorteile von Leasing gegenüber Kauf: Flexibilität, Kosteneffizienz und bilanzneutral

Leasing ist eine Finanzierungsform, die für viele KMU eine attraktive Alternative zum Kauf von Gütern sein kann. Neben Fahrzeugen können Objektfinanzierungen für viele weitere Güter aufgewendet werden. Bei FinCompare werden beispielsweise besonders häufig Maschinen für Industriebetriebe, EDV-Geräte, Baugeräte sowie landwirtschaftlich nutzbare Geräte für Objektfinanzierungen angefragt.

Einige der wichtigsten Vorteile von Leasing gegenüber dem Kauf:

  1. Flexibilität: Leasing bietet KMU’s die Möglichkeit, Güter für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen, ohne sie tatsächlich in der Bilanz gebucht zu haben. Dies gibt KMU’s mehr Flexibilität und ermöglicht es ihnen, sich schnell auf veränderte Geschäftsanforderungen einzustellen.
  2. Kosteneffizienz: Leasing kann für KMU’s kosteneffizienter sein, da sie die Kosten für das Gut über einen längeren Zeitraum verteilen und so ihre Liquidität schonen können.
  3. Steuerliche Vorteile: Leasing kann steuerliche Vorteile bieten, da Leasingraten als betriebliche Ausgaben geltend gemacht werden können, was die steuerliche Belastung reduzieren kann.
  4. Leasing ist bilanzneutral: Das Leasinggut taucht nicht in der Bilanz des Leasingnehmers auf. Dadurch entfällt die Bilanzverlängerung und der Rückgang der Eigenkapitalquote.

Leasing ist besonders für KMU’s geeignet, die nach Flexibilität und Kosteneffizienz suchen und gleichzeitig ihre Liquidität schonen möchten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Leasing eine langfristige Verpflichtung ist. Das heißt, KMU’s können verpflichtet sein, die Leasingraten über den gesamten Leasingzeitraum zu bezahlen, unabhängig davon, ob sie das Gut weiterhin nutzen oder nicht.

 

Mietkauf: Der Käufer erwirbt sofort das Objekt und bilanziert dieses auch

Der Mietkauf gehört ebenfalls zu den Objektfinanzierungen, unterscheidet sich aber vom Leasing: Beim Mietkauf erwirbt das Unternehmen das Objekt, bilanziert dieses auch und kann es demnach steuerlich abschreiben. Die Mehrwertsteuer kann nach Vertragsabschluss und Objektübernahme komplett geltend gemacht werden. Das ist der wesentliche Unterschied zum Leasing, denn beim Leasing ist das Objekt beim Leasinggeber bilanziert. schafft der Leasinggeber das Objekt an. Beim klassischen Mietkauf werden Objekte (zum Beispiel Maschinen) vom Leasinggeber gegen eine Zahlung einer Rate in einem bestimmten Zeitraum an den Leasingnehmer vergeben. Der Mietkäufer wird sofortiger wirtschaftlicher Eigentümer und das juristische Eigentum geht nach zuverlässiger Ratenzahlung nach Ende der Laufzeit an den Leasingnehmer über.

 

Sale-and-Lease-Back: Ein Spezialfall, der in manchen Situationen hilfreich ist

Sale-and-Lease-Back ist ein Spezialfall im Leasing- und Mietkaufbereich. Bei dieser Finanzierungsform verkauft ein Unternehmen ein bestehendes Objekt im Anlagevermögen, wie beispielsweise Maschinen, und mietet diese anschließend von dem Käufer wieder zurück. Das Unternehmen erhält dadurch Liquidität aus dem Verkauf und kann es zum Beispiel zur Finanzierung von Betriebsmitteln oder zur Schuldentilgung verwenden. Der Käufer des Anlagevermögens hingegen nutzt die Einnahmen aus der Vermietung als Investitionsrendite.

Einige der Vorteile von Sale-and-Lease-Back für KMU sind:

  1. Erhöhung des Liquiditätsbestands durch den Verkauf von Anlagevermögen
  2. Verringerung der Finanzierungskosten durch eine geringere Verschuldung
  3. KMU’s können so ihre Bilanz verkürzen und/oder stille Reserven heben
  4. Bei Übernahmen sind Sale-Lease-Back-Finanzierungen Hilfsmittel, um einen Teil des Kaufpreises zu stemmen.
  5. Werden Einnahmen aus dem Verkauf der Anlagen zur Schuldentilgung eingesetzt, lässt sich unter Umständen das eigene Rating und damit das Standing gegenüber Banken und Finanzierungspartnern verbessern.

 

Objektfinanzierungen haben ihren Charme – aber es braucht Beratung und Vergleich

LeasingMietkauf und Sale-and-Lease-Back können für KMU attraktive Alternativen zum Kauf von Positionen im Anlagevermögen sein. Allerdings ist es hier besonders wichtig, sorgfältig die Kosten, Verpflichtungen und steuerlichen Auswirkungen zu berücksichtigen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Es lohnt sich daher, mehrere Angebote von verschiedenen Leasinggebern zu vergleichen, um das beste Angebot für die Bedürfnisse des KMU zu finden. Denn der “one-size-fits-all”-Ansatz in der Unternehmensfinanzierung führt oft nicht zum gewünschten Ergebnis. Jeder Fall ist individuell und es gibt für jede Situation eine maßgeschneiderte Finanzierungsmöglichkeit

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