Heizungsanlage finanzieren: Das sind die Möglichkeiten

Heizung finanzieren

Eine moderne Heizungsanlage kann Kosten senken und die Umwelt schonen. Wenn es darum geht, eine Heizungsanlage zu finanzieren, kann oft auch auf Fördergelder zugegriffen werden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Heizungsanlage erfolgreich finanzieren.

Gründe dafür, eine neue Heizungsanlage zu finanzieren

Es gibt viele Gründe, in eine moderne Heizungsanlage zu investieren. Teilweise sind sie freiwillig, andernfalls verpflichtend. Wir zeigen Ihnen auf, wann es Zeit wird, eine neue Heizungsanlage zu finanzieren.

Die Energieeinsparverordnung bedingt den Austausch im Jahr 2019

Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) zielt der Gesetzgeber darauf ab, die Ziele der Bundesregierung in Bezug auf die Energiepolitik und Klimaschutzpolitik zu erreichen. Geregelt werden Anforderungen an Baubestand und Neubauten. Im Fokus stehen Versorgungsanlagen sowie auch die Wärmedämmung von Gebäuden. Eine der Anlagen, bei denen im Jahr 2019 unter auch für Sie Umständen ein Investment notwendig wird, ist Ihre Heizungsanlage. Unternehmen sowie private Haushalte sind dazu verpflichtet, eine minimale Energieeffizienz zu gewährleisten. Bei einigen Heizungsanlagen bedeutet dies: Modernisierung oder sogar Austausch. Vielleicht müssen auch Sie als Unternehmer eine neue Heizungsanlage finanzieren. Wenn Ihre Heizungsanlage beispielsweise bereits 30 oder mehr Jahre alt ist und flüssige oder gasförmige Brennstoffe verwendet, dürfen diese gemäß §10 EnEV in vielen Fällen ausgetauscht werden. Ebenso sind auch Heizungsanlagen betroffen, die lediglich zur Bereitstellung von Warmwasser genutzt werden. Mit diese und weiteren Maßnahmen soll ein effektiver Einsatz von Brennstoffen umgesetzt werden. Weniger Abgase sollen in die Atmosphäre geleitet werden.

Ein wesentliches Kriterium für die Austauschpflicht einer Heizungsanlage ist ihr Alter. Egal ob einzelne Komponenten zwischenzeitlich ausgetauscht oder modernisiert wurden, kann es dennoch bedeuten, Sie müssen eine neue Heizungsanlage finanzieren. Dies wird mit dem allgemeinen technischen Verschleiß, wie beispielsweise durch Korrosion begründet. Dennoch gibt es auch wieder Ausnahmen: Wenn Sie als Vermieter Eigentümer einer Immobilie mit maximal zwei Wohneinheiten sind und diese bereits seit dem 01.02.2002 besitzen, können sie vorerst mit der alten Heizungsanlage weiter heizen. Wenn Sie das Eigentum später erworben haben, sind Sie in der Austauschpflicht. Wenn Sie aktuell eine Immobilie erwerben, haben Sie eine Frist von zwei Jahren zum Austausch potenziell alter Heizungsanlagen. Wenn Sie sicher gehen wollen, fragen Sie am besten einen Experten, ob Sie von der Austauschpflicht betroffen sind. Verstehen Sie die Austauschpflicht am besten nicht nur als lästige Pflicht. Wenn Sie sich die Zahlen genauer anschauen, stellt sie langfristig eine echte Chance dar.

Neue Heizungsanlage finanzieren: Einfluss von Energieeffizienz und Umweltschutz

Neben dem üblen Beigeschmack eines verpflichtenden Austauschs bietet ein Investment in eine neue Heizungsanlage auch für Ihr Unternehmen eine wahre Chance. Neue Heizungsanlagen bieten eine wesentlich bessere Energieeffizienzklasse als ältere Anlagen. Eine Heizungsanlage muss nicht bereits 30 Jahre alt sein, als dass es sich lohnt, eine Modernisierung oder neue moderne Heizungsanlage zu finanzieren. Energieeffizienz bedeutet, Energie effizient herzustellen. Moderne Heizungsanlagen schaffen dies einfacher und mit wesentlich geringerem Mitteleinsatz als alte Heizungsanlagen. Folglich steigt auch die Effektivität. Es werden weniger Brennstoffe verwendet und eingesetzt. Am Ende kann Ihnen eine moderne Heizungsanlage dabei helfen, Kosten einzusparen. Sie schaffen es, Heizung und Wasser mit geringerem Mitteleinsatz aufzuheizen. Sie sparen an Brennstoffen. Auch die Emissionen von toxischen Gasen wie Kohlenstoffdioxid (CO2) wird optimiert. Sie schonen nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Zusätzlich bereiten Sie sich auch für künftige mögliche Verschärfungen der EnEV bereit. Sie haben die Chance vorausschauend zu sparen.

Wenn Sie eine neue Heizungsanlage finanzieren wollen und Sie dabei auch den Klimawandel berücksichtigen wollen, informieren Sie sich bei Heizungsexperten nach passenden Lösungen für Ihr Unternehmen. Unter Umstände könnte eine Heizungsanlage auch die Energie der Sonnenstrahlen in Wärmeenergie für Ihre Büroräume umwandeln. Eine Heizungsanlage mit Brennholz also Brennstoff erzeugt Energie CO2 neutral.

Da die meisten Unternehmen im Winter nicht ständig Brennholz nachlegen wollen, ist diese Lösung daher betrieblich weniger realisierbar. Elektroheizungen heizen wenig klimaneutral, da ein Großteil der Energie noch immer aus weniger klimafreundlichen Kraftwerken gewonnen wird. Außerdem ist der zur Heizung mit Strom notwendige Bedarf an Energie im Vergleich zu anderen direkten Brennstoffen noch immer sehr hoch. Von daher mag es für den Klimaschutz Sinn machen, neben der Sonnenergie auf Heizungsanlagen mit hoher Energieeffizienz zu setzen. Auf diese Weise schonen Sie die Umwelt und senken auf Dauer die Kosten Ihres Unternehmens. Im Folgenden zeigen wir Ihnen kurz auf, wie Sie feststellen, ob es sich rentiert, eine neue Heizungsanlage zu finanzieren.

Wann rentiert sich eine neue Heizung?

Wenn Sie eine neue Heizungsanlage finanzieren wollen, dann werden Sie sich höchstwahrscheinlich über folgende Vorteile freuen können:

  • Die Energieeffizienz wird steigen: Sie werden bei derselben Heizleistung einen geringeren Verbrauch haben. Folglich werden die Heizkosten für Ihren Betrieb sinken.
  • Geringere Abgasemissionen: Neue Heizungsanlagen verbrauchen nicht nur weniger eingesetzte Energie (Brennstoffe oder Elektrizität/ Energie), auch die Ausgabe von Schadstoffen wie Kohlenstoffdioxid oder potentiell sogar Kohlenstoffmonoxid ist geringer. Sie könnend das gute Gefühl haben, Maßnahmen gegen den Klimawandel einzuleiten.
  • Geringere Störanfälligkeit: Je älter die Heizungsanlagen sind, desto höher ist der technische Verschleiß. Infolgedessen steigt meistens der Wartungsbedarf. Neue Heizungen sind zu Beginn noch weniger anfällig für Störungen. Der Wartungsaufwand ist geringer.
  • Bessere Verfügbarkeit von Ersatzteilen: Unter Umständen überleben Heizungsanlagen ihre Hersteller zeitlich. In anderen Fällen werden Modelle nicht mehr hergestellt. Dies kann dann auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen beeinflussen. Mit einer neuen Heizung ist dieses Risiko vorerst nicht gegeben.
  • Bessere Steuerung: Moderne Lösungen und Digitalisierung beeinflussen auch die Entwicklung moderner Heizungsanlagen. Neue Heizungen können in der Regel einfacher un intuitiv bedient werden. So können Sie die Heizleistung auch an Wochenenden und über Feiertage gezielt steuern. Beachten Sie aber, dass massive Wände einen hohen Wärmespeicherkoeffizient haben. Wenn sie erst einmal kalt sind, dauert es lange, bis sie wieder warm sind.

Wie Sie sehen, gibt es zahlreiche Aspekte, die aus reiner Vernunft bereits dafür sprechen, ein Investment in eine neue Heizungsanlage zu tätigen: Sie ersparen sich Ärger und Kosten. Zudem tun Sie etwas gegen den Klimawandel. Wenn Sie den monetären Vorteil besser verstehen wollen, kalkulieren Sie doch einmal die aktuellen Kosten: Wie viel wenden Sie für den Brennstoff im Jahr auf? Fallen weitere Wartungskosten an? Dann fragen Sie einen Experten darüber, welche laufenden Kosten sie bei einer neuen Heizungsanlage zu erwarten haben. In der Regel werden diese wesentlich geringer ausfallen.

Kosten, wenn Sie eine neue Heizungsanlage finanzieren wollen

Im nächsten Schritt geht es dann darum, zu verstehen, wie hoch die zu erwartenden Ausgaben sind, um eine Heizungsanlage zu finanzieren. Wie hoch sind die Anschaffungskosten und die Kosten der Installation? Die notwendigen monetären Mittel unterscheiden sich stark von der vorhandenen und nutzbaren Infrastruktur an Wärmeleitungen, dem Heizbedarf und der Wahl der Heizlösung ab. Je größer die zu beheizende Fläche ist, desto mehr Leistung muss die Heizung erbringen. Unter Umständen erfordert eine neue Heizungsanlage auch das Verlegen neuer Leitungen oder Anschlüsse zur Heizung.  Im Folgenden zeigen wir Ihnen für verschiedene Lösungen ungefähre Anschaffungskosten dar.

  • Eine neue Ölheizung kostet in der Anschaffung in etwa 7.000.bis 10.000 Euro. Die laufenden Kosten sind auch von der Ölpreisentwicklung abhängig.
  • Eine leistungsfähige Gasheizung beläuft sich bei den Anschaffungskosten auf 3.000 bis 8.000 Euro. Natürlich hängen die laufenden kosten hierbei primär von der Entwicklung der Gaspreise ab.
  • Die Anschaffungskosten für eine Brennstoffzellenheizung belaufen sich auf 12.000 bis 20.000 Euro. Hiermit können Sie Wärme und Strom selbst erzeugen. Überschüssigen Strom können Sie sogar verkaufen, oder im Betrieb nutzen.
  • Heizungsanlagen, die mit Pellets heizen kosten in der Anschaffung zwischen 14.000 und 20.000 Euro. Auch dieser im Vergleich klimafreundliche Wärmelieferant kostet in der Anschaffung mehr als Öl- und Gasheizung.
  • Die Anschaffung einer Wärmepumpe als Heizungsanlage zu finanzieren verursacht einen Bedarf an Liquidität in Höhe von etwa 16.000 bis 21.000 Euro. Bei dieser Lösung wird entweder die Erdwärme oder Umgebungsluftwärme zur Erzeugung von Wärme verwendet.
  • Eine Solaranlage kostet zwischen 5.000 und 13.000 Euro. Die reine Nutzung der Solarenergie zu heizen kann in Deutschland aktuell noch schwierig sein. Diese Lösung sollte daher mit einer anderen Heizlösung kombiniert werden. Eine Kombination mit anderen Heizungslösungen macht die Heizleistung stabiler und verringert in Summe die laufenden Kosten, auch wenn die Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten höher sind.

Heizungsanlage finanzieren: Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Unternehmen?

Um eine Heizungsanlage zu finanzieren, gibt es verschiedene Optionen. Wenn die Eigenmittel nicht ausreichen, reichen diese von Standard Firmenkrediten, über Förderprogramme bis hin zum Mietkauf oder dem Leasing. Im Folgenden stellen wir Ihnen die zwei wichtigsten Optionen außerhalb der Eigenfinanzierung kurz dar.

Über einen Förderkredit eine neue Heizungsanlage finanzieren

Die klassische und wohl noch immer sehr weit verbreitete Lösung, ist die Finanzierung einer Heizungsanlage mit einem Firmenkredit. Ein Unternehmen wendet sich an seine Hausbank und vereinbart einen Kredit als Ratenkredit, Annuitätenkredit oder endfälliges Darlehen. Die Konditionen hängen dann vom aktuellen Leitzins der Europäischen Zentralbank, der Kreditsumme, Kreditlaufzeit, Kreditwürdigkeit und den eingebrachten Sicherheiten ab. Auch der Verwendungszweck übt einen Einfluss auf. Was viele Wohnungseigentümer nicht beachten sind die Inanspruchnahme öffentlicher Fördergelder. Die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für den Wiederaufbau (KfW) spezielle Förderprogramme ins Leben gerufen. Einige dieser Förderprogramme unterstützen dabei, die Modernisierung von Heizungsanlagen zu finanzieren. Auf diese Weise können Banken Ihnen für diese Art der Finanzierung besonders vergünstigte Konditionen anbieten. Anstelle der Marktpreise können Sie sich häufig einen preiswerteren Kredit ermöglichen. Im Folgenden erläutern wir Ihnen kurz, wie dies funktioniert und welche wesentlichen Vorteile und Nachteile es mit sich bringt.

Auf der Website der KfW Bank können Sie sich zunächst einmal über das Programm „KfW-Effizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren“ informieren. Dies ist ein mit Fördergeldern gekoppeltes Kreditprogramm der KfW Bank. Je nach anvisierter Effizienz wird es in verschiedene Sub-Programme untergliedert, die KfW-Effizienzgebäude X. X ist dabei ein Platzhalter für verschiedene Klassen. Es werden mit den Programmen sowohl Sanierungen von Bestandsgebäuden, also auch Neubauten gefördert. Der Kreditbetrag kann bis zu 25 Millionen Euro betragen. Die Laufzeit beträgt 5 bis 20 Jahre. Unternehmen und Freiberufler jeder Größe haben die Chance auf eine Förderung. Der Zinssatz beginnt ab 1 Prozent pro Jahr. Der Kreditbetrag kann innerhalb von 12 Monaten nach Genehmigung genommen werden und muss vollkommen dem Zweck zugeführt werden. Wenn Sie sich für diese Finanzierung interessieren, müssen Sie sich unter Nennung des Programms an eine Geschäftsbank Ihres Vertrauens wenden. Wenn diese Ihr Vorhaben interessiert und sie sih für das Programm der KfW qualifizieren, kann die KfW Ihrer Bank die notwendigen Sicherheiten zur Nutzung der Förderung bereitstellen. Sie tilgen den Kredit entsprechend Ihrer vereinbarten Rahmenbedingungen

Heizungsanlagen Finanzieren: Zuschuss der KfW

In dem Fall, dass Sie sich für eine Heizungsanlage auf Brennstoffzellenbasis interessieren, können Sie bei der KfW Bank auch einen Antrag auf einen Zuschuss stellen. Das Programm heißt „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brenn­stoffzelle“.  Sie haben die Chance auf einen Zuschuss in Höhe von bis zu 28.200 Euro je Brennstoffzelle. Hierzu holen Sie sich zunächst die Beratung eines Energieeffizient-Experten ein, bevor sie den Zuschuss beantragen. Im Folgenden wird das Vorhaben ausgeführt, bevor Sie hoffentlich einen Zuschuss erhalten.

Mit dem Leasing eine moderne Heizungsanlage finanzieren

Wenn Sie lieber die Finger von einer Fremdfinanzierung lassen, oder Sie kein interessantes Kreditangebot erhalten, besteht auch noch die Möglichkeit mit dem Leasing eine Heizanlage zu finanzieren. Hersteller oder Leasinggesellschaften bieten Unternehmen an, Heizungsanlagen zu liesen. Das Leasing ist ähnlich aufgesetzt wie bei der Miete. Über eine feste Grundmietzeit wird ein Leasingobjekt geleast. Als Gegenleistung für das Objekt wird eine Leasinggebühr vom Leasingnehmer an den Leasinggeber gezahlt. Der wesentliche Unterschied zur Miete ist, dass der Leasingnehmer alle Rechte und Pflichten zum Leasingobjekt trägt. Sie können die Heizungsanlage frei nutzen, sind aber auch selbst für die Wartung verantwortlich. Das Eigentum geht beim Leasing nicht unbedingt an den Leasingnehmer über. Am Ende der Grundmietzeit kann sich der Leasingnehmer oft entscheiden, ob er das Eigentum in einer oder mehreren Raten erwirbt oder nicht. Wenn nicht, gibt er das Leasingobjekt an den Leasinggeber zurück.

Die Kosten sind in der Regel höher als bei der Finanzierung durch einen Firmenkredit. Erst recht, wenn der Unternehmenskredit Teil eines Förderprogrammes ist. Dennoch hat das Leasing auch seine Vorteile. So können beim Leasing in der Regel unmittelbar höhere Aufwendungen geltend gemacht werden. Die Leasinggebühren können unmittelbar erfolgswirksam erfasst werden.  Beim Kauf auf Kredit erfolgt der Aufwand über Abschreibungen innerhalb der gewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese ist in der Regel länger als beim Leasing. Dennoch fließt gleich zu Beginn beim Kauf mehr Liquidität ab. Dies muss das Unternehmen dann auch erst einmal managen. Beim Leasing gibt es viele Leasinggeber, die dem Leasingnehmer vergünstigte Wartungsgebühren vom Experten anbieten. Beim Kauf auf Kredit ist man an das Angebot am Markt angewiesen.

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