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Mietkauf zur Finanzierung von Investitionsgütern

Mietkauf kann zur Finanzierung von Investitionsgütern wie Maschinen, Fahrzeugen oder anderen Anlagegütern genutzt werden. Es ist eine Alternative zum Leasing oder Kauf von kapitalintensiven Gütern. Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag alles über die verschiedenen Arten des Mietkaufs sowie Besonderheiten, Vorteile und worauf Sie achten sollten.

Was ist Mietkauf und wann ist eine Finanzierung durch Mietkauf sinnvoll?

Mietkauf ist eine Finanzierungsmöglichkeit, die es Unternehmen ermöglicht, Investitionsgüter wie Nutzfahrzeuge oder Maschinen zu nutzen bzw. zu erwerben. Im Gegensatz zum Kauf ist nur eine geringe Anfangsinvestition erforderlich. Es eignet sich daher besonders für Unternehmen, die ihre Liquidität schonen wollen.

 

Wie läuft ein Mietkauf ab?

Wie der Name schon teilweise vermuten lässt, ist der Mietkauf eine Mischung aus mieten, leasen und kaufen. Beim Mietkauf schließt das Unternehmen einen Vertrag mit dem Verkäufer ab und zahlt eine wöchentliche oder monatliche Rate, die den Kaufpreis teilweise abdeckt. Der Kaufpreis des Objekts steht (beim unechten Mietkauf) bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses fest und der Käufer hat während der gesamten Vertragslaufzeit die Möglichkeit, das Investitionsgut vollständig zu erwerben.

Mit der Anschaffung des Objekts und dem Abschluss des Vertrages wird der Käufer sofort wirtschaftlicher Eigentümer. Der Mietkäufer hat außerdem das Recht, das Vertragsverhältnis jederzeit durch die Rückgabe des Objekts zu beenden.

 

Zwei Arten: Echter und unechter Mietkauf

Zu unterscheiden sind zwei Arten von Mietkauf: echter und unechter Mietkauf. Sie unterscheiden sich in rechtlichen Aspekten und in der Bilanzierung des Objekts. Bei einem unechten Mietkauf, welcher die Regel darstellt, stehen die Kaufabsicht sowie der Kaufpreis bereits fest und es handelt sich rechtlich um einen Kaufvertrag. Der Käufer wird sofort wirtschaftlicher Eigentümer und bilanziert das Objekt.

Das juristische Eigentum geht bei Vertragsende automatisch auf den Käufer über. Die monatlichen Mietzahlungen gelten als Kreditraten, die in Zins- und Tilgungsanteile aufgeteilt werden. Beim unechten Mietkauf können Unternehmen somit Abschreibungen geltend machen, da sich das Mietobjekt in der eigenen Bilanz befindet. Zu beachten ist jedoch, dass man bei dieser Option am Ende der Vertragslaufzeit nicht mehr das Recht hat, vom Erwerb zurückzutreten.

Beim echten Mietkauf bleibt die Rücktrittsoption erhalten und es wird zunächst lediglich ein Mietvertrag abgeschlosen. Das rechtliche Eigentum geht also nach Ablauf der Ratenzahlungen nicht automatisch an den Käufer über, sondern bleibt dem Verkäufer bis zu einer Verkaufsvereinbarung erhalten. Die monatlichen Raten gelten als Betriebsausgaben, was bedeutet, dass sie steuerlich absetzbar sind. Die Mehrwertsteuer wird bei Vertragsabschluss in einer Summe fällig, sie ist aber abzugsfähig und wird nach einigen Wochen vom Finanzamt zurückerstattet .

 

Welche Objekte kann man mit einem Mietkauf finanzieren?

Eine Mietkauffinanzierung ist für alle werthaltigen mobilen Objekte im Anlagevermögen möglich. Beispielsweise können Fahrzeuge, IT- und Geschäftsausstattung oder Produktionsanlagen finanziert werden.

Generell können alle langlebigen Vermögensgegenstände über Mietkauf finanziert werden und es gibt nur wenige Einschränkungen hinsichtlich der Art des Investitionsgutes. Auch Gegenstände aus den Bereichen Energie, Umwelt und Medizintechnik können über Mietkauf beschafft werden.

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Mietkauf als Alternative zum Leasing: Die Unterschiede

Genauso wie der Mietkauf ist auch das Leasing eine Finanzierungsmethode, bei der ein Investitionsgut für einen bestimmten Zeitraum genutzt wird und dafür regelmäßige Zahlungen fällig werden. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Finanzierungsarten liegt in der Kaufoption des Gegenstandes am Ende der Vertragslaufzeit.

Während bei einer Mietkaufoption der Käufer das Recht hat, den Gegenstand zu jedem beliebigen Zeitpunkt während der Laufzeit zu erwerben, ist das beim Leasing nicht immer der Fall. Unternehmer sollten dies berücksichtigen, wenn sie den Kauf des Wirtschaftsgutes planen, und im Falle eines Leasingvertrages das bereits im Vorfeld mit der Leasinggesellschaft besprechen.

Ein weiterer Unterschied besteht in der Bilanzierung. Beim Leasing wird das Objekt nur in der Bilanz des Leasinggebers als dessen Eigentum aufgeführt. Beim Mietkauf hingegen wird der Käufer des Objekts am Ende des Vertrags, mit der letzten Zahlung, zum Eigentümer. Steuerrechtlich wird der Kauf jedoch von Anfang an anerkannt, weshalb der Mietkäufer das Objekt in seiner Bilanz als Vermögenswert ausweisen muss.

Die Vorteile eines Mietkaufs zusammengefasst

 Wirtschaftliches Eigentum geht direkt an den Käufer über
 Hohe Planungssicherheit durch feste Raten
 Schonung der Liquidität und Eigenkapitalquote, da kein Fremdkapital benötigt wird
 Gesamtkosten sind über einen festen Zeitraum verteilt und kalkulierbar
 Kaufoption besteht während der gesamten Vertragslaufzeit und der Kaufpreis steht bei Vertragsabschluss
 Möglichkeit für Investitionszuschüsse oder Fördermittel, die für Leasinginvestitionen nicht zur Verfügung stehen
 Steuervorteile durch volle Vorsteuerabzugsfähigkeit
 Höhere Flexibilität bei der Ratenzahlung durch mögliche Verlängerung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer

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Das gilt es zu beim Mietkauf zu beachten

Neben allen Vorteilen, die die Finanzierung eines Investitionsobjekts mittels Mietkauf mit sich bringt, gibt es auch einige Punkte, die es zu beachten gilt. Zum einen sind die Gesamtkosten eines Mietkaufs aufgrund der anfallenden Zinsen naturgemäß etwas höher als beim direkten Kauf eines Objekts. Unternehmen sollten die anfallenden Raten und Zinsen im Vorfeld sorgfältig kalkulieren, um stets liquide zu bleiben. Denn bei einem Zahlungsausfall kann das Objekt vom Verkäufer zurückgefordert werden und die bereits gezahlten Raten sind somit verloren.

Neben den Kosten ist noch ein weiterer Punkt zu beachten: Mit Vertragsabschluss übernimmt der Käufer die (Mit-)Verantwortung für das Investitionsgut. Das bedeutet, dass er sich um die Instandhaltung, Wartung und Reparatur kümmern und (zumindest anteilig) dafür aufkommen muss. Um mögliche Einschränkungen des Käufers in der Verwendung des Objekts auszuschließen, sollten Bedingungen bezüglich der Nutzung von Anfang an im Vertrag genau festgehalten werden.

Schließlich sind noch steuerrechtliche Aspekte zu beachten. Da der Kauf von Beginn an anerkannt wird, muss der Mietkäufer das Objekt als Vermögensgegenstand in seiner Bilanz aktivieren und abschreiben. Da die Mietraten als Verbindlichkeiten auf der Passivseite aufgeführt werden, verlängert sich die Bilanz.

Fazit: Wann lohnt sich die Finanzierung eines Investitionsobjektes mittels Mietkauf?

Mietkauf kann eine geeignete Finanzierungsoption für Unternehmen sein, die ihre Liquidität schonen wollen. Besonders für Unternehmen, die ein Objekt besitzen möchten, aber keine Leasing-Optionen in Betracht ziehen, kann diese Form der Finanzierung eine gute Wahl sein. Der Mietkauf ermöglicht es Firmen, ein Objekt in ihr Eigentum zu übernehmen, ohne sofort eine große Summe aufwenden zu müssen. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen stellt diese Option eine beliebte Alternative dar.

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