Echtes und unechtes Factoring

Delkredererisiko abgeben oder Kosten minimieren

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Überblick

Im Factoring unterscheidet man zwischen einer Vielzahl von Sonderformen – u.a. zwischen echtem und unechtem Factoring. Eine grundlegende Frage für den Factoringnehmer ist: Wer trägt im Falle des Zahlungsausfalls eines Debitors die Kosten? Unternehmen haben dabei die Möglichkeit zwischen echtem und unechtem Factoring zu wählen.

Wie funktioniert echtes und unechtes Factoring?

Im Rahmen eines echten Factoring wird mit dem Forderungsverkauf an den Factor auch das Ausfallrisiko der Forderungen abgetreten.

Sollte ein entsprechender Kunde die fällige Rechnung nicht begleichen können, ist das Unternehmen vom Zahlungsausfall geschützt. Der Factor erhält somit vertraglich das Recht, den Forderungskauf rückabzuwickeln, wenn der Debitor nicht bezahlt oder endgültig ausfällt. Beim sogenannten unechten Factoring erfolgt diese Abtretung des Delkredererisikos nicht.

In Deutschland wird seit Jahren überwiegend echtes Factoring praktiziert, weil der für Factoringkunden oft relevante Sicherheitsaspekt „Schutz vor Forderungsausfall“ beim unechten Factoring nicht gegeben ist.

echtes unechtes factoring für firmen vergleich

Eignet sich echtes bzw. unechtes Factoring für Ihr Unternehmen?

Sie möchten die Forderungen unbekannter oder neuer Kunden gegen Unsicherheiten absichern? Dann ist das echte Factoring eine ideale Variante.

Unechtes Factoring hingegen bietet sich vor allem dann an, wenn es sich um Forderungen gegenüber langjährigen und zuverlässigen Kunden handelt. Hier ist das Delkredererisiko meist gering und eine mit Kosten verbundene Abtretung des Ausfallrisikos deshalb nicht notwendig.

Weitere Gründe, sich als Unternehmer für das unechte Factoringverfahren zu entscheiden, sind die im Vordergrund stehende Vorfinanzierung oder administrative Entlastung des Debitorenmanagements (im Rahmen eines Full-Service-Factoring). Sinnvoll ist dies, wenn Sie in einer Branche mit niedrigen Ausfallquoten agieren.

Im Vergleich: Echtes und unechtes Factoring

Echtes Factoring

Übernahme des Delkredererisikos
Kein Risiko für Unternehmen, auf offenen Rechnungen sitzen zu bleiben
Senkung des betrieblichen Risikos
Verbesserung der Planungssicherheit für weitere Aufträge

Unechtes Factoring

Geringere Gebühren für Abtretung der Forderung (keine Übernahme des Delkredererisikos)
Vorfinanzierung & administrative Entlastung
Empfehlenswert in Branchen mit niedrigen Ausfallquoten

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Effekte von echtem und unechtem Factoring

Ihre Unternehmensbilanz ändert sich in sofern, dass Ihre Forderungen auf der Aktivseite reduziert werden.

Im Zuge von echtem Factoring (Non-Recourse Factoring) werden die entsprechenden Forderungen vollumfänglich inklusive des Ausfallrisikos abgetreten. Dadurch tragen sie als Factoringnehmer nicht das Risiko eines Zahlungsausfalles des Schuldners. Die Abtretung der Forderung beim echten Factoring führt im wirtschaftsrechtlichen Sinne zu einem Aktivtausch in Ihrer Bilanz.

Unechtes Factoring (Recourse Factoring), im Gegenzug, ermöglicht keine Bilanzierung beim Factoringanbieter, da das Delkredererisiko in Ihrem Unternehmen verbleibt. Beim Zahlungsausfall des Schuldners tragen Sie als Factoringkunde das Risiko eines Zahlungsausfalls und sind dazu verpflichtet die vorfinanzierte Summe samt Zinsen an die Factoringgesellschaft zurückzahlen.

Unechtes Factoring und dessen Bilanzierung sowie steuerliche Behandlung

Unechtes Factoring unterscheidet sich vom echten Factoring hinsichtlich der Bilanzierung. Beim unechten Factoring gibt es einen Regressanspruch des Factoring-Unternehmens gegen den Kreditor. Zahlt der Debitor nicht, kann das Factoring-Unternehmen den geleisteten Betrag zurückverlangen.

Unterschiede zur Bilanzierung des echten Factorings

Anders als beim echten Factoring verbleibt die Forderung in der Bilanz des Kreditors. Ein Forderungsausfall führt somit zu einer entsprechenden Korrektur in der Bilanz des Kreditors und nicht bei der Factoring-Gesellschaft. Der Kreditor bleibt der wirtschaftliche Eigentümer der Forderung, da er unverändert das Adressenausfallrisiko trägt.

Die Überweisung des Factors erhöht auf der Aktivseite des Lieferanten die liquiden Mittel (Bankguthaben). Auf der Passivseite entsteht gleichzeitig eine neue Verbindlichkeit gegenüber dem Factor. Dieser besitzt umgekehrt eine Darlehensforderung gegen den Lieferanten. Begleicht der Schuldner die Rechnung, erlischt der Darlehensanspruch des Factors.

Echtes und unechtes Factoring unterscheiden sich nicht bei der umsatzsteuerlichen Behandlung

Nach einer Entscheidung des EuGH (26.6.03, C-305/01) gibt es keine Unterschiede bei der umsatzsteuerlichen Behandlung von echtem und unechtem Factoring. Die deutsche Finanzverwaltung hat sich dieser Auffassung weitgehend angeschlossen. Bei termingerecht bedienten Forderungen gilt die Abtretung der Forderung an den Verkäufer nicht als sonstige Leistung. Die Kreditgewährung an den Lieferanten ist eine unselbstständige Nebenleistung.

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