Rückstellungen

Erwartet ein Unternehmen Verbindlichkeiten, muss es dafür Rückstellungen bilden. Das Wesen von Rückstellungen besteht darin, dass sie in ihrer Existenz und/oder ihrer Höhe ungewiss sind, zugleich aber eine ausreichend große Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass sie anfallen.

Rückstellungen zählt zu den Verbindlichkeiten. In der Bilanz finden Sie sich auf der Passivseite. Rückstellungen dürfen nicht mit Rücklagen wie zum Beispiel der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklage verwechselt werden. Eine Gewinnrücklage entsteht, wenn ein Unternehmen Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern einbehält und als Eigenkapital bilanziert. Eine Kapitalrücklage entsteht, wenn zum Beispiel über einen Börsengang der tatsächliche Emissionskurs über dem erwarteten Kurs liegt. Rückstellungen entstehen, wenn ein Unternehmen in Erwartung möglicher Verbindlichkeiten diesen Posten bildet.

Im Rechnungswesen wird zwischen Schuldrückstellungen und Aufwandsrückstellungen unterschieden. Schuldrückstellungen sind zum Beispiel relevant, wenn ein größerer Gerichtsprozess läuft und es zu hohen Schadensersatzforderungen kommen könnte. Dann besteht eine ungewisse Verbindlichkeit.

Eine Aufwandsrückstellung ist relevant, wenn ein Unternehmen Ausgaben beschlossen, jedoch noch nicht getätigt hat. Dies könnte zum Beispiel im Zusammenhang mit einer beschlossenen Übernahme der Fall sein.

In der Praxis sind Pensions- und Steuerrückstellungen besonders wichtig. Pensionsrückstellungen tätigen Unternehmen für betriebliche Rentenzahlungen an ihre Mitarbeiter. Steuerrückstellungen müssen gebildet werden, wenn es absehbar zu Nachzahlungen an das Finanzamt kommt.

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