Lombardkredit

Was ist ein Lombardkredit?

Der Begriff Lombardkredit kommt aus dem Bankwesen. Es ist ein kurz- bis mittelfristiger Kredit. Dieses Darlehen wird durch Wertpapiere, Bankguthaben oder bewegliche Sachen gesichert. Das Kreditinstitut nimmt die Sicherheit in Verwahrung oder lässt diese verwahren. Ersatzweise ist auch die Abtretung oder Verpfändung des Herausgabeanspruches sowie die Einräumung des Mitbesitzes zulässig. Der Kreditnehmer ist weiterhin Eigentümer vom Pfandgegenstand. Das Kreditinstitut hat lediglich das Recht zur Verwertung des Pfandgegenstandes, wenn der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Nach der Fälligkeit der Forderung muss die Verwertung angedroht werden. Einen Monat nach der Androhung darf die Verwertung vorgenommen werden.

Für wen kommt ein Lombardkredit in Frage?

Personen oder Unternehmen, die entsprechende Sicherheiten besitzen, können Lombardkredite von ihren Kreditinstituten erhalten. Inhaber von börsengängigen Wertpapieren können von Kreditinstituten Effektenlombardkredite beziehen statt die Wertpapiere zu verkaufen. Ebenso können Käufer von Waren, für die ein Traditionspapier ausgestellt werden kann, mit einem Warenlombardkredit den Kauf oder Import dieser Waren vorfinanzieren. Auch Privatpersonen können in Pfandleihhäusern Kredite erhalten. Denn die Pfandleihe in diesen Pfandleihhäusern ist eine Form eines Lombardkredites. Ebenso können Wechsel, Edelmetalle oder Forderungen verpfändet werden, um einen Wechsellombardkredit, einen Edelmetalllombardkredit oder einen Forderungslombardkredit zu erhalten.

Welche Arten gibt es?

Als Lombardkredit werden verschiedene Kreditarten beschrieben, die gesichert werden durch die Verpfändung von Vermögensgegenständen. Unterschieden werden die verschiedenen Lombardkreditarten nach der Art der Pfandobjekte. Beispielsweise gibt es Effektenlombardkredite. Diese werden mit börsengängigen Wertpapieren gesichert. Mit dem Warenlombardkredit wird häufig der Kauf oder der Import von Waren finanziert. Zurückbezahlt wird dieser Kredit mit einem Teil des Erlöses aus dem Weiterverkauf dieser Waren. Als Sicherheit können bei Warenlombardkredite alle Waren dienen, über die ein Traditionspapier, also ein Ladeschein, ein Lagerschein oder ein Konnossement, ausgestellt werden kann. Weiter gibt es den Wechsellombardkredit, den Edelmetalllombardkredit und den Forderungslombardkredit.

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