Inflation

Inflation (vom Lateinischen „inflatio“: „aufblähen“) bezeichnet einen gesamtwirtschaftlich auftretenden Anstieg des Preisniveaus bei Gütern und Dienstleistungen. Inflation geht mit einer Verminderung der Kaufkraft des Geldes einher.
In Deutschland und Europa wird die Inflation als Inflationsrate durch Behörden gemessen. Dazu wird ein repräsentativer Warenkorb herangezogen. Liegt der Preis dieses Warenkorbs im Jahr T z. B. um 2 % über dem Jahr T-1, liegt eine gemessene Inflation von 2 % vor. Das Statistische Bundesamt berechnet den nationalen Verbraucherpreisindex und darüber hinaus den auf EU-Ebene entwickelten Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI).

Es gibt verschiedene Inflationstheorien, die sich mit den Ursachen von Inflation befassen. So gehen nachfrageseitige Modelle z. B. davon aus, dass bei einem Überhang der Nachfrage über das Angebot durch Marktmechanismen die Preise auf breiter Front steigen. Angebotsseitige Modelle sehen die Ursache in einer Steigerung der Produktionskosten. Die wichtigste Ursache für Inflation ist jedoch eine Ausweitung der Geldmenge. Diese ist auch für angebots- oder nachfrageseitig angestoßene Inflation notwendig.

Die Europäische Zentralbank (EZB) definiert Preisstabilität über die gemessene Inflationsrate. Preisstabilität liegt demnach vor, wenn die Inflationsrate unter, aber nahe bei 2,0 % im Jahr liegt. Dieser Wert bezieht sich auf den gesamten Euroraum und auf mehrjährige Zeiträume. Die EZB kann durch den Leitzins sowie Anleihekäufe Einfluss auf die Geldmenge und damit die Inflation nehmen.

Schon Inflationsraten im niedrigen einstelligen Prozentbereich führen über längere Zeiträume hinweg zu einer erheblichen Geldentwertung. Bei einer jährlichen Inflationsrate von 3 % beläuft sich der Kaufkraftverlust nach 20 Jahren auf ca. 45 % (Berechnung: (1,0320)-1).

Neben der ex post gemessenen Inflation spielen die Inflationserwartungen für viele wirtschaftlich bedeutende Prozesse eine Rolle. Hohe Inflationserwartungen führen so tendenziell zu höheren Lohnabschlüssen, was wiederum eine Lohn-Preis-Spirale in Gang setzen kann.

Eine extrem hohe Inflation kann sämtliche nominalen Vermögenswerte (Bankguthaben, Staatsanleihen etc.) vernichten. Dies war z. B. während der Hyperinflation der 1920er Jahre der Fall. Geringe Inflationsraten sind dagegen durchaus politisch gewollt, weil sie das Risiko einer geldpolitisch kaum zu kontrollierenden, wirtschaftlich schädlichen Deflation senken.

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