Genussrechte

Ein Genussrecht beteiligt Gläubiger an Unternehmensgewinnen, der Gläubiger verfügt jedoch nicht über Eigentümerrechte. Sie können relativ frei gestaltet werden. Deshalb existieren sehr unterschiedlich ausgestaltete Lösungen, die sowohl eigenkapitalnah als auch fremdkapitalnah gestaltet sein können.

Genussrechte sind rein schuldrechtliche Kapitalüberlassungsverhältnisse. Der Gläubiger erhält (häufig neben einer Grundverzinsung) einen klar definierten Gewinnanteil. So kann zum Beispiel definiert werden, dass 20 % der über den Betrag X hinausgehenden Gewinne in einem Geschäftsjahr an die Genussrechteinhaber ausgeschüttet werden.
Der Gläubiger besitzt jedoch kein Stimmrecht. Über diese Rechte können Unternehmen sich so Kapital beschaffen, ohne an den Eigentümerstrukturen etwas ändern zu müssen. Der Gesetzgeber hat die genaue Ausgestaltung weitgehend offen gelassen. Es gibt deshalb Genussrechte, die klar dem Eigenkapital nahestehen. Typisch sind dann zum Beispiel lange Laufzeiten und Nachrangigkeit. Genussrechte mit stärkerer Fremdkapitalnähe können zum Beispiel eine höhere Grundverzinsung und kürzere Laufzeiten vorsehen.

Es gibt sowohl standardisierte als auch individuell ausgestaltete. Wird ein Genussrecht verbrieft, kann es an der Börse gehandelt werden. Der Wert eines Genussrechts hängt von der Bonität des Unternehmens, der laufenden Verzinsung und der Gewinnentwicklung ab. Die Bewertung ist im Einzelfall recht schwierig.

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