Forfaiteur

Was ist ein Forfaiteur?

Der Forfaiteur ist der Käufer einer Forderung bei Forfaitierungsgeschäften. Sein Gegenstück ist der Forfaitist, der die Forderung verkauft. Forfaiteure erwerben Forderungen aus Exportgeschäften und tragen das Adressenausfallrisiko. Dafür verlangen sie einen Teil der Forderung als Gebühr.

Für wen ist Forfaitierung geeignet?

Forfaitierung spielt insbesondere bei grenzüberschreitenden Lieferungen eine wichtige Rolle. Lieferanten, die Ware liefern, sichern sich über Forfaitierung gegen Zahlungsausfälle ab. Im Unterschied zum Factoring werden bei der Forfaitierung nicht alle Forderungen eines Unternehmens, sondern lediglich einzelne Forderungen verkauft. Forfaitierung eignet sich deshalb für alle Unternehmen, die grenzüberschreitend exportieren und das Risiko von Zahlungsausfällen minimieren bzw. auslagern möchten.

Was sind die Aufgaben eines Forfaiteurs?

Der Forfaiteur trägt diverse Risiken, die für Lieferanten zu groß wären. Dazu zählen gegebenenfalls auch politische Risiken. Politische Risiken betreffen zum Beispiel die Einführung von Zöllen oder Kapitalverkehrskontrollen. Bei der Forfaitierung wird auf einen Rückgriff auf den Lieferanten oder andere, frühere Inhaber der Forderung verzichtet.
Rechtlich betrachtet schließen der Forfaiteur und der Lieferant einen Kaufvertrag gemäß § 433 ff. BGB ab. Es handelt sich um einen Forderungskauf gemäß § 453 BGB. Forfaiteure verlassen sich in aller Regel nicht auf die Bonität des Schuldners allein. Vielmehr stellt Schuldner regelmäßig zusätzliche Sicherheiten wie zum Beispiel Avale oder Bürgschaften.

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