Eigenkapitalquote

Was ist die Eigenkapitalquote?

Die Eigenkapitalquote beschreibt das Verhältnis von Eigen- zu Gesamtkapital (Bilanzsumme) eines Unternehmens. Die Eigenkapitalquote ist die bedeutenste Bilanzkennzahl und beschreibt die Kapitalstruktur eines Unternehmens. Eine hohe Eigenkapitalquote erhöht generell die Kreditfähigkeit von Unternehmen, denn sie ist für Banken und Kreditinstitute ein zentrales Signal für Kreditwürdigkeit. Die Eigenkapitalquote ist Teil der Jahresabschlussanalyse.

Wie hoch ist eine gute Eigenkapitalquote?

Konkret lässt sich das nicht sagen, denn eindeutige Grundsätze sind für diese Aussage nicht verfügbar. Die Beurteilung von angemessenem Eigenkapital hängt unter anderem von der Branche, Rechtsform, Größe und Betriebszweck ab. In der Regel wird zur Beurteilung einer angemessenen Eigenkapitalsquote der Anlagendeckungsgrad herangezogen. Darüber wird geurteilt, dass die Eigenkapitalquote dann angemessen ist, wenn sie mindestens 30% beträgt.

Wie berechnet man die Eigenkapitalquote?

Zur Ermittlung der Eigenkapitalquote wird das bilanzielle Eigenkapital durch das Gesamtkapital dividiert. Weist ein Unternehmen bei einem Gesamtkapital von 100 Mio. EUR z.B. 25 Mio. EUR Eigenkapital auf, beläuft sich die Eigenkapitalquote auf 25 %. Aus einer bestimmten Perspektive kann es Sinn machen, bestimmte Fremdkapitalpositionen zum Eigenkapital zu zählen. Dies kann aus Sicht eines potenziellen Darlehensgebers etwa für bestehende Nachrangdarlehen gelten. Diese erfüllen aus Sicht eines vorrangigen Gläubigers eine ähnliche Funktion wie Eigenkapital.

Was sagt das Eigenkapital aus?

Zu den Eigenkapitalpositionen in der Bilanz zählen das gezeichnete Kapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklagen, Gewinnvorträge sowie Jahresüberschuss. Verlustvorträge und Jahresfehlbeträge verringern das Eigenkapital. Die Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital ist nicht immer einfach.
Es gibt verschiedene Positionen in der Bilanz, die grundsätzlich sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalcharakter besitzen. Dazu zählen insbesondere Finanzierungsinstrumente des Mezzaninkapitals. Darunter fallen zum Beispiel Nachrangdarlehen, Genussrechte, Stille Gesellschaften, Gesellschafterdarlehen und Hybridanleihen.

Die Eigenkapitalquote wird durch potenzielle Kreditgeber besonders genau geprüft. Eigenkapital dient als Puffer für Verluste und verringert damit das Adressenausfallrisiko. Aus Sicht von Investoren, die über die Gewährung eines erstrangigen Darlehens an ein Unternehmen nachdenken, stellt ein Nachrangdarlehen einen Ersatz für Eigenkapital dar. Das Nachrangdarlehen erfüllt aus Sicht vorrangiger Gläubiger dieselbe Pufferfunktion wie Eigenkapital. Dennoch enthält ein Nachrangdarlehen auch Charakterzüge von Fremdkapital. Dazu zählt zum Beispiel eine nicht gewinnabhängige Verzinsung.

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