Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote bezeichnet das Verhältnis vom Eigenkapital zur Bilanzsumme eines Unternehmens. Die Eigenkapitalquote zählt zu den wichtigsten Bilanzkennzahlen. Eine hohe Eigenkapitalquote erhöht generell die Kreditfähigkeit von Unternehmen. Sehr gute Werte für die Kapitalquote liegen oberhalb von 25 %. Problematische Werte liegen unter 10 %.

Zu den Eigenkapitalpositionen in der Bilanz zählen das gezeichnete Kapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklagen, Gewinnvorträge sowie Jahresüberschuss. Verlustvorträge und Jahresfehlbeträge verringern das Eigenkapital. Die Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital ist nicht immer einfach.

Es gibt verschiedene Positionen in der Bilanz, die grundsätzlich sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalcharakter besitzen. Dazu zählen insbesondere Finanzierungsinstrumente des Mezzaninkapitals. Darunter fallen zum Beispiel Nachrangdarlehen, Genussrechte, Stille Gesellschaften, Gesellschafterdarlehen und Hybridanleihen.

Die Eigenkapitalquote wird durch potenzielle Kreditgeber besonders genau geprüft. Eigenkapital dient als Puffer für Verluste und verringert damit das Adressenausfallrisiko. Aus Sicht von Investoren, die über die Gewährung eines erstrangigen Darlehens an ein Unternehmen nachdenken, stellt ein Nachrangdarlehen einen Ersatz für Eigenkapital dar. Das Nachrangdarlehen erfüllt aus Sicht vorrangiger Gläubiger dieselbe Pufferfunktion wie Eigenkapital. Dennoch enthält ein Nachrangdarlehen auch Charakterzüge von Fremdkapital. Dazu zählt zum Beispiel eine nicht gewinnabhängige Verzinsung.

FinCompare wurde als geprüftes Vergleichsportal in der Kategorie Vermittlungsservice ausgezeichnet. Damit ist FinCompare als erster Vermittlungsservice vom TÜV Saarland nach den folgenden Kriterien zertifiziert: Qualität der Beratung, Aktualität, vielfältige Suchoptionen, Transparenz, Übersichtlichkeit, Datenschutz.

FinCompare kontaktieren








Zum Partner Newsletter anmelden