Basel II-Richtlinien

Als Basel II wird eine Liste mit Eigenkapitalvorschriften bezeichnet. Diese wurde durch den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht erarbeitet und vorgeschlagen. Basel II löste Basel I ab und wird seit 2013 schrittweise durch Basel III abgelöst. Die initiale Basel II Richtlinien Liste wurde im Juni 2004 veröffentlicht und ist seit dem 1. Januar 2007 in den EU-Mitgliedstaaten für alle Banken bindend.

In Deutschland wurde Basel II durch das Kreditwesengesetz, die Solvenzverordnung sowie die Mindestanforderungen an das Risikomanagement bei Banken in Gesetzesform gegossen. Im Kern besteht Basel II aus drei Komponenten. Basel II definiert Mindesteigenkapitalanforderungen, regelt den Überprüfungsprozess der Bankenaufsicht und verlangt eine erweiterte Offenlegung.

Banken müssen gemäß den Basel II Richtlinien die Risiken in ihrer Bilanz bei der Festlegung ihrer Eigenkapitalausstattung präziser und tendenziell stärker berücksichtigen. In Kurzform: Je mehr Risiken eine Bank eingeht, desto mehr Eigenkapital sollte sie vorhalten. Eigenkapital dient als Puffer für Verluste und damit als Stabilitätskriterium für einzelne Kreditinstitute und das Bankensystem insgesamt. Basel II definierte diverse Richtlinien zur Berechnung des Eigenkapitals und legte zum Beispiel fest, welche Posten dazu zählen und welche nicht.
Banken müssen gemäß den Richtlinien verschiedene Anforderungen erfüllen. Basel II legte fest, dass Banken ein Verfahren einführen müssen, mit dem sie die Adäquanz ihrer Eigenkapitalausstattung unter Berücksichtigung des Risikos bewerten können. Zudem müssen Banken in der Lage sein, ihr Eigenkapital zu erhalten. Basel II verlangte von der Bankenaufsicht, alle Banken einem intensiven Beobachtungsprozess zu unterziehen.

Ferner sieht Basel II erweiterte Offenlegungspflichten vor. Diese betreffen die Eigenkapitalstruktur, das Kernkapital, Minderheitsbeteiligungen, regulatorischen Berechnungsunterschiede.

FinCompare wurde als geprüftes Vergleichsportal in der Kategorie Vermittlungsservice ausgezeichnet. Damit ist FinCompare als erster Vermittlungsservice vom TÜV Saarland nach den folgenden Kriterien zertifiziert: Qualität der Beratung, Aktualität, vielfältige Suchoptionen, Transparenz, Übersichtlichkeit, Datenschutz.

FinCompare kontaktieren








Zum Partner Newsletter anmelden