Wissensmanagement – So bleibt wichtiges Know-How in Ihrem Unternehmen

Wissensmanagement

Bereits der Philosoph Francis Bacon (1561-1626) wusste:

„Wissen ist Macht.“ (Zitat Francis Bacon)

Obgleich in der modernen Zeit vielfältige Informationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, war Wissen noch nie so wertvoll für die Unternehmen wie heute. Das Wissensmanagement befasst sich mit der Organisation und Strukturierung von Wissen. Es trägt dazu bei, dass Wissen nutzbar wird. Wir zeigen Ihnen, warum und wie Sie Wissensmanagement im Unternehmen realisieren sollten.

Was ist Wissensmanagement?

„Wir ertrinken in einer Informationsflut und hungern trotzdem nach Wissen.“ (Zitat: Rutherford D. Rogers)

In der heutigen Zeit stehen Informationen in großer Fülle zur Verfügung. Jedoch gewährleistet diese Informationsflut nicht automatisch die Nutzbarkeit. Es ist wichtig, dass Sie Informationen in brauchbares Wissen umwandeln und Ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Wissen muss gesammelt und verwaltet werden. Es muss dort vorhanden sein, wo es benötigt wird.

Wozu dient Wissensmanagement? Warum ist es so wichtig?

Wissensmanagement ist die professionelle, strukturierte und organisierte Verwaltung von Wissen in einem Unternehmen. Grundlage für die Bedeutung des Wissensmanagements ist die Bedeutung von Wissen. Die Unternehmen benötigen Wissen, um ihre Geschäftsziele erreichen zu können. Die Mitarbeiter müssen über das benötigte Fachwissen und die erforderlichen Kompetenzen verfügen. Das Management besitzt Wissen über Arbeitsprozesse und Optimierungsmöglichkeiten. Somit bildet Wissen die Grundlage für nahezu alle Aktivitäten im Unternehmen. Mittels Wissensmanagement werden sich die Unternehmen über die Relevanz von Wissen bewusst. Sie schaffen eine Kultur der Wissensmehrung und der Wissensverwaltung. Wissen wird im Unternehmen aufgebaut, gepflegt und erhalten.

Die verschiedenen Arten von Wissen im Unternehmen

Wissen kann anhand verschiedener Kriterien und Modelle unterteilt werden. Ein Beispiel für ein solches Modell ist das integrierende Lernmodell nach Kaiser. Es unterscheidet zwischen dem deklarativem Wissen, dem prozeduralem Wissen, dem situativen Wissen und dem sensomotorischem Wissen.

  • Deklaratives Wissen

Deklaratives Wissen bezieht sich auf Sachverhalte. Es handelt sich um Faktenwissen. Menschen erlangen deklaratives Wissen durch Vermittlung, beispielsweise durch Weiterbildungen oder eine Berufsausbildung.

  • Prozedurales Wissen

Prozedurales Wissen entsteht oftmals durch unbewusste Verarbeitungsprozesse. Menschen wissen, wie sie bestimmte Aufgaben erfüllen sollen. Sie bedienen intuitiv Maschinen oder fahren Auto.

  • Situatives Wissen

Situatives Wissen entsteht durch das Sammeln von Erfahrungen. Menschen lernen, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten sollen.

  • Sensomotorisches Wissen

Sensomotorisches Wissen bezieht sich auf die Steuerung automatisierten und über sensorisches Feedback von motorischen Aktivitäten, die an die Umwelt angepasst sind.

Eine weitere Unterteilungsmöglichkeit ist die Unterscheidung zwischen knowledge und knowhow:

„Wissen, dass“ wird als knowledge bezeichnet. Es grenzt sich vom „Wissen, wie“ – dem knowhow – ab.

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Diese verschiedenen Methoden gibt es im Wissensmanagement

  1. Kodifizierung

Charakteristisch für die Kodifizierung ist die Fokussierung auf Wissen als Objekt. Wenn Sie diese Form des Wissensmanagements in Ihrem Unternehmen praktizieren, dann stellen Sie den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in den Vordergrund. Wissen speichern Sie in Datenbanken ab beziehungsweise Sie legen spezielle Wissensmanagementsysteme an. Die Kodifizierung ist ein Vorgehen, das der ersten Generation des Wissensmanagements zuzuordnen ist. Entsprechend den Grundlagen der Kodifizierung wird Wissen losgelöst vom Wissensträger verstanden. Es ist in expliziter, generalisierter und kontextfreier Form abzuspeichern. In diesem Zusammenhang kann vom technikorientiertem Wissen gesprochen werden. Die Strukturierung und die Optimierung von Informationsflüssen sind eine zentrale Aufgabe. Sie wählen für Ihr Unternehmen eine Kodifizierungsstrategie aus. Die Auswahl der Strategie hängt vom Geschäftsmodell, den zu erledigen Aufgaben, den Kunden und den Mitarbeitern ab.

  1. Personifizierung 

Die Personifizierung ist neben der Kodifizierung die zweite Strategie in der Theorie des Wissensmanagement. Der Mensch wird als Wissensträger erachtet, er steht somit im Fokus. Der persönliche Wissensaustausch ist wichtig. Die theoretische Einordnung erfolgt in die Kategorie der zweiten Generation des Wissensmanagements. Als Unternehmer fördern Sie den Wissensaustausch zwischen Ihren Mitarbeitern. Die Weitergabe des Wissens erfolgt mittels Kommunikation. Hierbei muss das Wissen nicht 1:1 weitergeben werden, es ist anzustreben, Wissen zu erweitern und auszubauen. Beispielsweise fügen die einzelnen Wissensträger ihrem erhaltenen Wissen eigene Erfahrungen hinzu und erzeugen dadurch neues Wissen. Für Sie als Unternehmer ist es von Bedeutung, Beziehungssysteme und Kommunikationsstrukturen zu fördern, um den Wissensaustausch bestmöglich zu unterstützen. Technische Systeme stehen zunächst einmal nicht im Vordergrund, da sie für die Speicherung des Wissens nicht notwendig sind. Diese Aussage bedeutet nicht, dass keine Technik notwendig ist. Ein Beispiel ist die Implementierung einer Experten Suchfunktion. Es handelt sich zum einen um eine technische Einrichtung, zum anderen dient sie dem Aufsuchen menschlicher Experten. Die Personifizierungsstrategie hat ihren Schwerpunkt auf der verbesserten Vernetzung und Kommunikation der einzelnen Wissensträger. Ein Vorteil der Strategie ist die Loslösung des Wissens von technischen Speichersystemen. Die Wissensträger verfügen direkt über das Wissen und können es anwenden und weitergeben. Ein Nachteil ist die Bindung von Wissen an einzelne Personen. Verlassen diese Personen das Unternehmen, da sie in Rente gehen oder einen anderen Arbeitsplatz annehmen, dann verlässt das Wissen das Unternehmen. Sie benötigen daher Strategien, um das Wissen an das Unternehmen zu binden. Je mehr Wissensträger vorhanden sind, desto sicherer ist das Wissen.

Es gibt verschiedene Quick Wins aber auch große Software Lösungen

Quick Win Methoden

Mentoring ist eine Möglichkeit, Wissen weiterzugeben. Identifizieren Sie in Ihrem Unternehmen Personen, die über zentrales Wissen verfügen und stellen Sie diese Personen anderen Mitarbeitern als Mentoren zur Seite. Das Wissen verbreitet sich im Unternehmen, da die Mitarbeiter voneinander lernen. Webinare sind eine weitere Option, Wissen zu erweitern. Es handelt sich im Prinzip um Seminare beziehungsweise um eine Form der Weiterbildung. Jedoch müssen die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz zum Lernen nicht verlassen. Die Mitarbeiter nehmen von jedem gewünschten Standort aus an den Webinaren teil. Sie lernen abhängig von der zur Verfügung stehenden Zeit und den individuellen Rahmenbedingungen. Eine Methode, um Wissen zu erweitern, ist das Brainstorming. Sie arbeiten hierzu in einer Gruppe beziehungsweise einem Team, um möglichst viele Ideen zu erhalten und um möglichst viele Bewertungen zu den einzelnen Ideen zu erlangen. Richten Sie außerdem im Unternehmen einen Wissenspool ein oder gestalten Sie einen Blog. Ermöglichen Sie den Mitarbeitern, sich eigenständig um Wissen zu bemühen und die erforderlichen Informationen abzurufen. Die Mitarbeiter arbeiten aktiv an der Gestaltung der Datenbanken mit. Sie stellen ihr individuell erworbenes Wissen zur Verfügung und unterstützen dadurch ihre Kollegen.

Software Lösungen

comaround ist eine Software, die Training und Webinare ermöglicht. Für das Smartphone stehen Apps zur Verfügung, sodass Ihre Mitarbeiter die Angebote mobil nutzen. Crowdbase ist eine weitere mobile Anwendung, die Gruppen- und Themenerstellung unterstützt. IGLOO ermöglicht das Arbeiten und die Kommunikation in Echtzeit. Hinsichtlich der Erstellung eines Wissensnetzwerkes im Unternehmen sollten Sie ein Intranet erstellen. Es ist zu gewährleisten, dass kein Unbefugter von Außen Zugriff auf das Wissen des Unternehmens erlangt.

Wir von FinCompare stehen Ihnen bei der Finanzierung von Wissensmanagement Systemen oder sonstigen Anschaffungen gerne zur Seite. Stellen Sie unverbindliche eine Anfrage und unsere Finanzexperten melden sich bei Ihnen.

Fazit zum Wissensmanagement

Die Organisation von Wissen in Unternehmen ist eine wichtige Grundvoraussetzung für den Erfolg. Wissen ist für die tägliche Arbeit aber auch für die grundlegende Gestaltung von Arbeitsprozessen wichtig. Erlangen Sie durch professionelles Management von Wissen Wettbewerbsvorteile und implementieren Sie die richtigen Strukturen. Sie haben die Wahl, in welchem Umfang Sie Wissen an einzelne Personen geknüpft lassen wollen und welche IT Sie zur Speicherung von Wissen einsetzen. Aufgrund von Mitarbeiterfluktuation ist es grundsätzlich zu empfehlen, Datenbanken und Wissenssysteme zu installieren. Jedoch dürfen Sie die zwischenmenschliche Komponente nicht vernachlässigen und sollten daher den persönlichen Wissensaustausch im Unternehmen fördern. Investieren Sie externe Schulungen, um neues Wissen in das Unternehmen zu holen. Verbreiten Sie anschließend das Wissen im Unternehmen und sorgen Sie für die Nutzbarkeit des Wissens.