Lagerbestände bei KMUs ungewöhnlich hoch – Ursachen und Wirkung

Lagerbestände sind nach Schätzungen im Schnitt 20 bis 30 Prozent zu hoch.

KMUs leiden unter zu hohen Lagerbeständen

Die Globalisierung stärkt die Wirtschaft im Euroraum. Dennoch birgt sie auch gefahren. Aktuelle globale Unsicherheiten führen beispielsweise zu einem Rückgang der Nachfrage. Unternehmen der Region haben hierauf erst spät reagiert. Es wurden ungewöhnlich hohe Lagerbestände aufgebaut. Wie verheerend ist die aktuelle Situation? Was Unternehmen dagegen tun können und welche Konsequenzen dies mit sich bringen wird, erfahren Sie hier.

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Zusätzliche Information

Europäische Lager sind weltweit am vollsten

Eine Studie von TRIB Rating in Kooperation mit dem Kreditversicherer Euler Hermes und Moody’s Investor Service hat ergeben, dass die Lagerbestände in Europa aktuell so hoch sind wie seit dem Jahr 2012 nicht mehr. Tatsächlich ist der durchschnittliche Lagerbestand von Unternehmen in der Eurozone sogar weltweit der größte.  Nicht nur der Bestand, auch die durchschnittliche Durchlaufzeit der Ware hat sich („Days Inventory Outstanding“ im Folgenden auch DIO) hat sich von im Schnitt 48 auf 52 Tage erhöht. Eingekaufte Güter und Waren befinden sich folglich durchschnittlich vier Tage länger auf Lager. Sie stellen gebundenes Kapital dar, Kapital, welches nicht anderweitig eingesetzt werden kann. Wie wir später sehen werden haben hohe Bestände Vor- aber auch Nachteile, von der Lieferbereitschaft zum Verderben. Bestätigt wird dieses Ergebnis zusätzlich durch die Kennzahl der Industriebezogenen Auftragseingänge gemäß des Einkaufsmanagerindexes (EMI). Demnach wurde im März 2019 zusammenfassend für alle Euroländer ein neuer Rekordwert für die Lagerbestandsquote erreicht.

Die Gründe für hohe Lagerbestände sind vielseitig. In vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlt es beispielsweise häufig an Personal, welches sich der Lagerbestandsplanung annehmen kann. Anstatt das Risiko einzugehen, dass ein Auftrag unter Umständen nicht erfüllt werden kann, wird der Lagerbestand lieber höher gehalten. Zudem sorgen auch Umstände wie überzogene Absatz- oder Produktionsprognosen oder die Versuchung, Mengenrabatte zu erzielen zur Erhöhung von Lagerbeständen. Auch das Ziel der Umgehung langer Lieferzeiten der eigenen Lieferanten sorgt eher für den Kauf großer Mengen, anstelle von kleineren Bestellungen. Auch Mindestabnahmemengen bei Lieferanten können Lager überquellen lassen. Wie kommt es aber zu der aktuellen Entwicklung der drastischen Erhöhung von Beständen? Die aktuelle Entwicklung basiert laut Kennzahlen des EMI auf der Veränderung an Auftragseingängen. Der schwächelnde internationale Handel auf der Welt sowie global ansteigende Unsicherheiten sorgen für einen Rückgang der Nachfrage, während Unternehmen noch mit größeren Absatzzahlen rechneten. Betroffen sind folglich primär Exporteure, international handelnde Unternehmen.

Lagerbestände sind vor allem in Spanien, Italien und Deutschland angestiegen

Unternehmen in exportstarken Nationen sind von den höheren Lagerbeständen mehr betroffen. Rückgänge der Nachfrage wurden erst spät erkannt. Als Konsequenz wurde weniger abgesetzt als angenommen. Angefangen haben die Nachfrageveränderung laut Ron van het Hof (CEO von Euler Hermes in der DACH-Region) bereits ab etwa Mitte 2018. Das Nachfrageverhalten hat sich anders entwickelt als prognostiziert wurde. Globale Unsicherheiten und der schwächelnde Welthandel sorgen für volle Lager. Vor allem Unternehmen mit einem großen Exportanteil hat es härter getroffen. Produkte und Waren stocken sich auf. Am drastischsten wurden die Veränderungen in Deutschland, Italien und Spanien verzeichnet. So ist der Days Inventory Outstanding Index im Jahr 2018 (im Vergleich zum Vorjahr) in Spanien um ganze elf und in Deutschland noch um sechs Tage angestiegen. Dieser Anstieg verursacht große Summen an zusätzlich gebundenem Kapital, also Kapital, welches für den längeren Zeitraum nicht verwendet werden kann. Als Resultat können Unternehmen sogar in Zahlungsschwierigkeiten gelangen.

Um eine Unternehmensfinanzierung zu gewährleisten, sind manche Unternehmen in der Situation, sich nach alternativen Finanzierungsangeboten wie Firmenkrediten umzuschauen. Der Firmenkredit in Form einer Lagerfinanzierung ist dann eine oft gewählte Option. Lagerbestände können als Sicherheit dienen. Für das Kapital wird allerdings ein Zins aufgewendet werden müssen. Zusätzlich fallen höhere Kosten der Lagerhaltung an. Es gibt ausreichend Gründe, um den Lagerbestand klein zu halten. Sie ermöglichen aber auch eine höhere Lieferfähigkeit. Getroffen von der Lage sind durchweg alle Größen von Unternehmen. Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) stieg der DIO im Untersuchungszeitraum in Deutschland um immerhin sechs Tage an. Stärker war der Anstieg nur in Italien mit neun Tagen. Um größere Lagerbestände, aber auch größere Absatzzahlen, geht es bei großen Unternehmen. Hier verzeichnet Deutschland ebenfalls einen Anstieg um sechs Tage. Auch hier wurde Deutschland von nur einem Land übertroffen. In Spanien sind die Lagerbestände im Schnitt um elf zusätzliche Tage gestiegen.

Die Verringerung von Lagerbeständen wird tiefe Spuren hinterlassen

Laut dieser Studie mit Fokus auf Europa bestätigte ein Großteil der befragten Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, dass auch sie ihre Lagerbestände als zu groß beurteilen. Konsequenterweise gilt es jetzt, die Bestände zu reduzieren. Laut Schätzung von Kai Gerdes (Direktor Analyse von Euler Hermes), müssten die Bestände in den Lagern europäischer Unternehmen im Schnitt um 20 bis 30 Prozent verringert werden. Dies entspricht immensen Werten an Vermögensgegenständen, die es gilt abzubauen. Werkzeuge der Verringerung von Lagerbeständen sind neben einer Erhöhung des Absatzes auch eine Drosselung der Produktion und folglich des Einkaufs von Rohstoffen. Das Wachstum des Absatzes kann sowohl über die Erschließung neuer Märkte als auch über die Reduktion der Verkaufspreise gelingen. Die regionale Expansion ist kurzfristig schwer zu realisieren und oft auch teuer. Eine Verringerung des Kaufpreises führt zudem zu einer Minimierung der Margen, also des Deckungsbeitrages fixer Kosten und des geplanten Gewinns. Die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen ist in Gefahr.

Um auf Dauer wieder höhere Margen erzielen zu können, hilft nur, auf der anderen Seite auch weniger zu produzieren. Es werden weniger Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe benötigt. Die Auslastung technischer Anlagen und Maschinen geht zurück. In dieser Situation sind folglich sogar Arbeitsplätze in Gefahr. Die Lieferanten des produzierenden Unternehmens wiederum sehen sich in der Kette im Folgenden ebenfalls einer sinkenden Nachfrage gegenüber und müssen sich der neuen Situation anpassen. Aus diesem Grund kann eine rückläufige Nachfrage sehr schwerwiegende Folgen haben:

    • Die geringeren Preise der eigenen Produkte haben volkswirtschaftlich deflationäre Einflüsse auf den Geldwert des Euros.
    • Eine Drosselung der Produktion führt zu freien Kapazitäten und kann im schlimmsten Fall den Abbau von Arbeitsplätzen als Konsequenz mit sich bringen.
    • Eine verringerte Produktion reduziert ebenfalls die Nachfrage bei den Lieferanten des produzierenden Unternehmens. Die Situation hat Folgen für die gesamte Wertschöpfungskette. Das durchschnittliche Wirtschaftswachstum des Euro-Raumes wird negativ beeinträchtigt.

Exportstarke Mittelständler sind besonders betroffen

Sowohl die Inflationsrate als auch das Wirtschaftswachstum innerhalb der Eurozone können unter dem massiven Abbau von Lagerbeständen leiden. Kai Gerdes geht davon aus, dass die Inflationsrate in den Jahren 2019 bis 2020 sinken wird. Für das Wirtschaftswachstum prognostiziert er einen Rückgang des Wirtschaftswachstums im Jahr 2019 um 0,3 Prozentpunkte. Folglich läge das prognostizierte Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) innerhalb des Euroraumes bei 1,2 Prozent. Für das Jahr 2020 sieht er unter sonst gleichen Bedingungen eine leichte Erholung des Wirtschaftswachstums. Besonders stark betroffen sieht die Studie mittelständische Unternehmen, die einen hohen Exportanteil haben. So stieg der Index der DIO vor allem in Deutschland und Italien um mehr als fünf Tage auf über 59 Tage an. In Deutschland liegt der Anteil an KMUs laut dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) aktuell bei 99,6 Prozent aller Unternehmen. 97,4 Prozent der exportierenden deutschen Unternehmen sind kleine oder mittelständische Unternehmen. Vom gesamten Exportumsatz erzielen sie 17,1 Prozent.

Ein Großteil des Mittelstands lebt vom Export. Aktuelle globale Unsicherheiten und eine daraus folgende Einbuße der ausländischen Nachfrage führen zu einer immensen Verringerung der Umsatzerlöse im Vergleich zu den Erwartungen und unter Umständen sogar dem Vorjahr. Die Optionen des Exports versprechen unglaubliche Geschäftspotenziale. Gleichzeitig erzeugen sie aber auch eine starke Abhängigkeit von der internationalen Nachfrage. In dieser Situation stellen sie ein Risiko dar, welches oft nur schwierig über die Nachfrage innerhalb des Euroraumes gedeckt werden kann. Je größer der Exportanteil eines Unternehmens ist, desto verheerender können jetzt die Folgen werden. Mittelständische Unternehmen müssen einen höheren Aufwand für Lagerbestände tätigen. Über sinkende Verkaufspreise und eine gedrosselte Produktion soll der Bestand verringert werden. Zugleich steigen aber auch Lagerkosten und Lagerrisiken an. Globale Unsicherheiten führen mittelständische stark exportierende Unternehmen auf diese Weise in große Unternehmerische Herausforderungen. Zwischenfinanzierungen können unter Umständen notwendig werden. Der Mittelstand muss sich teilweise auf schwierige Zeiten einstellen.

Nachteile hoher Lagerbestände und Handlungsmöglichkeiten zur Optimierung

Um diese herausfordernde Situation betreffender Unternehmen besser zu verstehen, widmen wir uns im Folgenden zunächst den Nahteilen von zu hohen Lagerbeständen. Im Folgenden werden wir dann Möglichkeiten aufzeigen, hohe Lagerbestände aktiv anzugehen.

Welche Konsequenzen hohe Lagerbestände für Unternehmen bedeuten

Wenn der Lagerbestand eines Unternehmens hoch ist, sind auch die Kosten vergleichsweise hoch. Das ist leicht gesagt, aber welche Kosten steigen mit höheren Lagerbeständen an? Der augenscheinlich offensichtlichste Aspekt ist der Mehrbedarf an Platz. Wenn sich mehr Ware oder Rohstoffe auf Lager befinden, muss mehr Raum bereitgestellt werden. Dies erhöht die Raumkosten wie Energie, Wasser, Heizung, ein Ausbau der Lageroptionen oder auch die Raummiete sowie die Abschreibungen für zusätzlich notwendige Anlagegegenstände. Ein höherer Bestand verursacht einen höheren Aufwand für die Pflege wie die Reinigung und die Wartung der gelagerten Artikel und Stoffe. Diese Maßnahmen erfordern zusätzliche Hilfsmittel und auch zusätzliches Personal. Je nach Art der gelagerten Waren ist der Aufwand mehr oder weniger hoch. Genauso kann auch das Ausfallrisiko bei bestimmten Warengruppen variieren: Sind Waren verderblich oder nicht? Benötigen sie eine besondere Pflege? Unter Umständen können Ausfälle über Versicherungen abgesichert werden. Auch diese Versicherungskosten steigen natürlich mit wachsendem Lagerbestand an.

Mit dem zusätzlichem Lagerpersonal steigt die Summe der Löhne sowie der Lohnnebenkosten an. Mitarbeiter werden für die Lagerung, aber auch die Reinigung und Pflege der Lagerbestände benötigt. Gegebenenfalls sind neue Mitarbeiter zu schulen. Hinzu kommt auch noch ein Mehraufwand für die Personalverwaltung und Firmenevents. Nicht nur diese direkt erkennbaren Kosten, auch zusätzliche Ereignisse können höhere Kosten verursachen. Zwar können durch große Bestellmengen oftmals Rabatte gesichert werden, doch ist trotzdem ein großer Wart an Kapital im Lager gebunden. Dieses Kapital steht dem Unternehmen kurzfristig nicht mehr für Investitionen oder die Deckung laufender Kosten zur Verfügung. Alternative Finanzierungsmöglichkeiten müssen gefunden werden. Auch diese kosten Geld. Des Weiteren können Diebstahl oder Wertverlust des Produktes durch Veraltung oder Verderben die Vermögenswerte stark beeinflussen. Jede Mengeneinheit einer Ware, die sich im Lagerbestand befindet, sowie jeder Tag der Lagerung erhöhen folglich die Kosten und das Risiko eines Wertverlustes. Die Absicherung dieser durch Versicherungen ist auch kostenpflichtig.

Wie Unternehmen hohe Lagerbestände bekämpfen

Zur Bekämpfung hoher Lagerbestände gibt es heutzutage drei wesentliche Optionen. Zwei dieser Optionen haben wir oben bereits kurz erwähnt. In diesem Abschnitt werden wir diese weiter ausführen. Die dritte Option gewinnt zunehmend an Wichtigkeit, wirkt aber eher mittel- und langfristig. Immer neue Innovationen und Ansätze treiben die Erfolgsmöglichkeiten dieser Lösung voran.

I. Kampfpreise zur Lagerräumung

Mit Hilfe einer aggressiven Preispolitik können Unternehmen den Absatz Ihrer Produkte nach klassischem volkswirtschaftlichen Marktmodell erhöhen. Der Erfolg dieser Maßnahme wird natürlich auch von der Marktsättigung, der Preiselastizität sowie dem Verhalten der Konkurrenz und dem Markenwert beeinflusst. Wenn der Markt zusätzliche Produkte ganz einfach nicht mehr aufnehmen kann, dann werden sich die Kunden für bessere Preise bedanken, der Absatz wird aber nicht in großem Maße steigen. Wenn der Markt noch ausreichend weitere Produkte abnehmen könnte, dann kann nicht genau vorhergesehen werden, wie viel Rabatt gegeben werden müsste, um eine bestimmte Menge mehr abzusetzen. In diesem Fall wird von der Elastizität gesprochen. Dies wird zusätzlich durch das Verhalten der Konkurrenz beeinflusst. Auch die Wettbewerber eines Unternehmens können sich in derselben Situation befinden, Lagerbestände reduzieren zu wollen. Auch diese können mit geringeren Preisen am Markt agieren. Wenn eine Marke ein besseres Ansehen hat, so beeinflusst auch dies die Absatzchancen. Der Wettbewerbsdruck steigt.

Wie oben bereits beschrieben ist der Wettbewerbsdruck nicht das einzige Risiko. Geringere Angebotspreise bedeuten auch geringere Margen. Es stehen weniger monetäre Mittel zur Verfügung, um die eigenen fixen und variablen Kosten zu decken. Der Deckungsbeitrag sinkt. Aus volkswirtschaftlicher Sicht entstehen deflationäre Einflüsse. Dies bedeutet, dass die Inflationsrate sinkt.

II. Drosselung der Produktion zur Reduktion de Lagerbestände

Ergänzend oder auch alternativ können Unternehmen die eigenen Produktionszahlen reduzieren, um Lagerbestände zu verringern und Nachfragerückgängen entgegenzuwirken. Die Verringerung der Produktionszahlen führt allerdings dazu, dass technische Anlagen und Maschinen sowie auch das Produktionspersonal nicht voll ausgelastet werden. Stillstandzeiten entstehen. Unter Umständen werden Mitarbeiter sogar entlassen. Zusätzlich werden weniger Input-Faktoren wie Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe benötigt. Dies wiederum kann auch für Ihre Lieferanten Konsequenzen mit sich bringen. Diese bleiben ebenfalls auf Lagerbeständen sitzen. Auf diese Weise kann sich eine Drosselung der Produktion von Unternehmen auf das gesamte Unternehmen, sogar auf die vollständige Wertschöpfungskette und die Volkswirtschaft auswirken. Trotz der schwerwiegenden Folgen kann sie notwendig sein, um die Wirtschaftlichkeit und das Überleben des Unternehmens auf Dauer zu gewährleisten.

III. Software zur Bestandsoptimierung

Zur Vereinfachung und Optimierung der Produktionsplanung gibt es inzwischen viele Software-Lösungen. Mit jedem neuen Tag gibt es auch neue Angebote am Markt. Auf Grund der Vielzahl an Angeboten ist es inzwischen oft sogar schwierig, sich für eine Lösung final zu entscheiden.

Diese Softwarelösungen können als Warenwirtschaftssysteme oder auch Bestandssoftware die Mengen der Lagerbestände sowie auch deren Lagerort und Zustand ständig überwachen. Darüber hinaus zeichnet es Ihre Bestandsveränderungen auf. Es berechnet auf dessen Basis erste Prognosen der benötigten Mengen. Zusätzlich werden auch saisonale Schwankungen sowie andere externe Einflüsse berücksichtigt. Softwarelösungen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, können eine echte Bereicherung für den Betrieb von Unternehmen darstellen. Zumindest mittel- und langfristig können die Herausforderungen der Lagerhaltung durch Software-Anwendungen optimiert werden. Gegebenenfalls werden sogar die Einflüsse globaler wirtschaftlicher und politischer Ereignisse mitberücksichtigt werden können, so dass auf internationale Nachfrageschwankungen schnelle und besser reagiert werden kann.

Ausblick

Durch globale Unsicherheiten ist die Nachfrage für Produkte des produzierenden Gewerbes des Euroraumes gesunken. Als Konsequenz haben kleine, mittelständische und große Unternehmen unbeabsichtigt große Lagerbestände aufgebaut. Lagerbestände kosten Geld in Lagerhaltung und Lagerpflege. Ein Lagerabbau gelingt nur durch eine aggressivere Preispolitik und eine Reduktion der Produktionsmengen. Folglich werden zusätzlich die Einkaufszahlen reduziert, was auch die Zulieferer zunehmend unter Druck setzt. Wenn diese Maßnahmen in großen Teilen der Wirtschaft umgesetzt werden müssen, um den Erhalt der Unternehmen zu gewährleisten, so wird dies auch einen tiefen Einfluss auf Beschäftigungszahlen, die wirtschaftliche Entwicklung (Wachstum des BIP), sowie die Inflationsrate (Teuerungsrate) haben. In einer globalisierten Welt führen globale Ereignisse zu globalen Konsequenzen. Dennoch hat die Globalisierung gerade auch die Wirtschaft des Euroraumes extrem stark und stabil gemacht.

Um sich als Unternehmen besser auf diese Herausforderungen einstellen zu können, können Betriebe verstärkt auf geeignete innovative Softwarelösungen zurückgreifen. Diese Lösungen können den Betrieb von Lagerführenden Unternehmen sowie auch kompletten Logistikketten optimieren. Sie berücksichtigen teilweise saisonale Schwankungen und andere globale Ereignisse. Es werden zielführende Empfehlungen gegeben.

Aus unserer Sicht wird sich der Trend so auch fortsetzen. Lieferketten werden immer weiter vernetzt werden. Auf globale Schwankungen kann in Zukunft besser und schneller reagiert werden. Volkswirtschaftlich negativen Konsequenzen kann auf diese Weise vorgebeugt werden, wenn Unternehmen innovative Lösungen auch wahrnehmen und richtig nutzen.