Green Logistics – lohnende Investition in Umwelt und Zukunft

Grüne Logistik

Die 250 größten Unternehmen weltweit verursachen ein Drittel des Treibhausgas-Ausstoßes. Das allein sollte schon Anlass genug sein, sich mit Umweltschutz-Maßnahmen zu beschäftigen. Nicht jedes Unternehmen sieht sich jedoch in der Lage. Es fehlt am Praxisbezug, an den Mitteln und am Know-how. Daher hat sich Green Logistics der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz verschrieben. So lassen sich Geschäftsprozesse umweltfreundlich und zugleich kostensenkend optimieren. Das Ziel ist es, ökologisch und ökonomisch effizienter zu werden. Dazu gehören die Digitalisierung, qualifiziertes Personal und eine gute Portion Wandlungsbereitschaft. Davon profitiert der Mittelstand ebenso wie Kunden und Lieferanten.

Was versteht man unter Green Logistics?

Eine ganze Reihe an Aktivitäten ermöglichen einem Unternehmen einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck mit Reduzierung der selbst verursachten Umweltauswirkungen. Dazu gehören Abläufe, Strukturen, Systeme, Transport und Lagerung. Dieses Maßnahmenpaket nennt man Green Logistics. In der traditionellen Logistik wird nicht besonders viel Wert auf ein Gleichgewicht zwischen ökologischen und ökonomischen Aspekten gelegt. Die Grüne Logistik setzt genau dort an und verfolgt diese Ziele und Maßnahmen:

  • Berechnung des Energieverbrauchs und der Emissionen

Logistikunternehmen leben oft auf großem Fuß, genau genommen mit großem CO2-Fußabdruck. Daher sollten der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen des Unternehmens gemessen werden, um eine Basis für weitere Maßnahmen zu haben. Wie die Berechnungen optimalerweise angestellt werden, sagt die freiwillige Norm UNE-EN 16258. Diese einheitliche europäische Norm richtet sich an Transportunternehmen, Transportdienstleister und Auftraggeber. Sie unterstützt Unternehmen dabei, einen objektiven Blick auf die Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf die Umwelt zu erhalten.

  • Analyse und Reduzierung der Wasser-, Luft- und Bodenverschmutzung

Auch hinsichtlich der Verschmutzung von Wasser, Luft und Boden sowie der Lärmbelästigung kommt die Analyse vor den Maßnahmen. Um den Verschmutzungsgrad zu bestimmen, sollte jeder Logistikbereich entsprechend geprüft werden. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die verkehrsrelevanten Prozesse zu legen, da gerade bei Transporten die Emissionen erheblich sind.

  • Reduzierung der Verpackungsmaterialien

Entsprechend den Maßstäben der Kreislaufwirtschaft sollten Verpackungsmaterialien von vornherein vermieden werden. Dazu sind Produkte so gestaltet, dass Verpackungen entweder gar nicht nötig sind oder wiederverwendbare, verzehrfähige oder kompostierbare Verpackungen und Behälter eingesetzt werden. Auch recycelbare Materialien sind erstrebenswert, jedoch benötigt der Recyclingprozess erneut Energie und Rohstoffe. Damit sollte diese Variante nicht die erste Wahl sein.

Was hindert Unternehmen daran, Green Logistics umzusetzen?

Die genannten Ziele und Maßnahmen sind für jedes Unternehmen erstrebenswert. Der Umwelt zuliebe und als kostensparende Investition. Dennoch werden oft nur Teile davon getestet oder gar realisiert. Welche Hemmnisse gibt es, die Ziele zu erreichen?

  • Leerfahrten durch 24 h-Lieferungen

Unsere Shoppingkultur hat sich grundlegend verändert. Wer sich gegen Mitbewerber durchsetzen will, muss mehr aufbieten, als ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Schnelle Lieferoptionen, auch gegen Aufpreis, sind beliebt und werden häufig ausgewählt. Dadurch hat sich der Verkehr der Zustellerbranche stark gesteigert. Deren Belastungen sind wenig umweltfreundlich. Durch die Pflicht der schnellen Zustellung zu fast jeder Tageszeit kann das Unternehmen die Aufträge nicht bündeln und muss Fahrten ohne volle Auslastung in Kauf nehmen.

  • Der Markt fordert zu wenig Nachhaltigkeit

Viele Unternehmen sehen keine besondere Notwendigkeit darin, ihre Geschäftsprozesse in der Logistik aufwendig zu ändern. Gerade in diesem Bereich wird noch häufig mit manuellen Listen und weiten Wegen gearbeitet. Der Sprung hin zur nachhaltigen und digitalen Logistik erscheint oft unnötig. Denn als Treiber könnte der Auftraggeber fungieren. Allerdings wird in der Regel weniger nach Nachhaltigkeit gefragt, als nach günstigen Preisen und Schnelligkeit. Da der Markt aus Sicht vieler Unternehmen nicht auf die Einhaltung von Green Logistics zu warten scheint, fehlt der Antrieb zum Wandel.

  • Energiebedarf für Transporte

Lieferungen und sonstige Transporte erfordern nicht nur viel Zeit und Aufwand, sondern vor allem viel Kraftstoff. Eine kostspielige und wenig umweltfreundliche Voraussetzung, für die noch kein Ersatz gefunden wurde.

  • Investitionsbedarf für Green Logistics

Selbst Unternehmen, die gerne in Green Logistics investieren möchten, stehen oft vor einer Hürde. Prozessveränderungen, Infrastruktur und Digitalisierung erfordern Investitionen. Über Fördermittel sind betroffene Unternehmen häufig kaum informiert oder trauen sich an die aufwendigen Analysen zur Umsetzung der Green Logistics nicht heran.

  • Fehlendes Know-how

Grüne Logistik ist zwar in den Grundzügen den meisten Unternehmern bekannt. Um das Themenpaket anzugehen, bedarf es jedoch eines klaren Ablaufplans, der auf Analysen und einer maßgeschneiderten Konzeptionierung basiert. Dazu empfiehlt es sich, einen Experten an Bord zu holen, der einen individuellen Umsetzungsplan erstellt. Umstände, die viele Unternehmer meiden in der Hoffnung, der Wandel gehe an ihnen vorbei.

Warum lohnt es sich, in Green Logistics zu investieren?

Kein Zweifel, die Grüne Logistik gewinnt immer mehr an Bedeutung, denn Nachhaltigkeit und Einsparung von Ressourcen sparen Kosten und schützen die Umwelt.

Weitere Vorteile sind:

  1. Kosten für Energie, Material und Arbeitszeit können deutlich reduziert werden.
  2. Entgegen der Einschätzung mancher Unternehmen erwarten Kunden, dass Arbeitsabläufe ressourceneffizient gestaltet werden. Dafür sind sie in gewissem Rahmen bereit, mehr zu bezahlen und auch etwas länger zu warten.
  3. Digitale und nachhaltige Prozesse sorgen für freie Budget- und Logistikkapazitäten, die reinvestiert werden können.
  4. Im Rahmen der Globalisierung stellen die Vorteile der Green Logistics einen klaren Wettbewerbsvorteil dar.
  5. Steigende Energiekosten sind zunehmend Preistreiber. Gezielte Sparmaßnahmen unterstützen dabei, diese Kosten zu reduzieren und zum Teil an Kunden weiterzugeben.
  6. Mitarbeiter werden durch digitalisierte und optimal miteinander verzahnte Prozesse entlastet. Werden sie zudem in Green Logistics-Projekte eingebunden, können sie sich besser mit neuen Abläufen und Zielen identifizieren. Die Motivation steigt mit zunehmender Beschäftigung mit dem Themenkomplex.
  7. Ein Unternehmen kann sich mit Grüner Logistik ein zukunftsorientiertes dynamisches Image verschaffen. Damit gewinnt es neue Kundengruppen, die Wert auf umweltfreundliches und zukunftsorientiertes Handeln legen.
  8. Auch die Preisgestaltung kann dem Umgang mit ökologischen und ökonomischen Aspekten angepasst werden. Wer seine Auftraggeber mit einer modernen energiesparenden Flotte beliefert, hat andere Argumente als jemand, der immer noch seine 20 Jahre alten LKW-Veteranen bemüht.
  9. Nicht zuletzt lässt sich die Grüne Logistik besser vermarkten. Auch Presse und Medien berichten gerne über Unternehmen, die sich umweltfreundlichen logistischen Anforderungen verschrieben haben. Wer sich zudem noch entsprechend zertifizieren lässt, kann sich der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sicher sein.

Zertifizierung als wichtiger Schritt in die grüne Zukunft

Green Logistics ist längst noch nicht einheitlich definiert. Die Grundzüge sind bekannt, die Kriterien nicht. Umso wichtiger ist es, sich an einheitliche Zertifizierungen halten zu können. Die wichtigsten stellen wir Ihnen vor:

  • BREEAM …

… bedeutet Building Research Establishment Environmental Assessment Method und wurde 1990 in Großbritannien entwickelt. Es ist damit das älteste Zertifikat für nachhaltiges Bauen. In 8 Kategorien wird das zu zertifizierende Objekt geprüft, wobei innenräumliche, lokale, regionale und globale Kriterien berücksichtigt werden. Es werden Gütesiegel in 4 Abstufungen vergeben.

  • LEED …

… wurde auf Basis des BREEAM 1998 in Amerika entwickelt und 2002 in Kanada übernommen. Die Abkürzung LEED bedeutet Leadership in Energy and Environmental Design. Bei beiden Systemen erfolgt die Bewertung nach Einzelkriterien im Punktesystem. Je nach Anzahl erreichter Punkte wird das Objekt eingestuft. Dabei zählen diese Kriterien (sortiert nach den Ursprungsbegriffen):

  • Energie und Atmosphäre (Energy & atmosphere)
  • Innenraumqualität (Indoor environmental quality)
  • Innovation und Designprozess (Innovation & design process)
  • Materialien und Ressourcen (Materials & resources)
  • Nachhaltiger Grund und Boden (Sustainable sites)
  • Wassereffizient (Water efficiency)

In Kanada wurden die amerikanischen Vorgaben übernommen und auf die dortigen klimatischen Verhältnisse, Gesetze und baulichen Gepflogenheiten angepasst. Bislang ist in Kanada die Bewertung von Schulen, Pflegeeinrichtungen etc. noch nicht möglich.

  • DGNB …

… bedeutet Deutsches Nachhaltigkeitszertifikat. Auch Deutschland hat den Wert eines Zertifikats rund um Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz erkannt. Seit 2009 gibt es daher DGNB. Dabei wollte man ein Zertifikat entwickeln, dass auf deutsche Verhältnisse zugeschnitten ist und mehr abfragt, als die anderen Zertifikate weltweit. Es bezieht alle 3 Säulen der Nachhaltigkeit mit ein: ökologische, ökonomische und soziokulturelle. Zudem berücksichtigt es regionale Besonderheiten hinsichtlich Baumaterialien, landwirtschaftlichen Gegebenheiten etc. Die Bewertungskriterien sind neben den bereits genannten Säulen:

  • Technik
  • Prozesse
  • Standort

Jeder Teilbereich muss für sich eine Wertnote von mindestens gut erreichen. Schwächen in einem Kriterium können nicht durch andere Kriterien kompensiert werden. Im Ergebnis werden Bewertungen in Bronze, Silber, Gold, Platin vergeben. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, ein Vorzertifikat zu erhalten, das als Marketingaspekt für ein Unternehmen eingesetzt werden kann.

Grüne Logistik in der Praxis

Immer mehr Immobilien werden den ungeschriebenen Regeln der Green Logistics angepasst entworfen. Lagerhallen, Verwaltungsgebäude und Hallen für den Fuhrpark werden als Green Logistics-konform vermarktet. Dabei fängt die ressourceneffiziente und nachhaltige Logistik ganz klein und viel weiter vorne an. Hier einige Tipps, wie Sie mit kleinen und großen Investitionen einen Vorgeschmack darauf bekommen können, was alles machbar ist.

  • Bevorzugen Sie Lieferanten mit grünem Bewusstsein

Schon bei der Einkaufs- und Beschaffungspolitik Ihres Unternehmens können Sie viele Hebel ansetzen, um nachhaltig und umweltbewusst zu handeln. Suchen Sie bevorzugt Lieferanten aus der Region. Diese sollten zudem Produkte vertreiben, die ökologisch durchdacht sind, entweder gar keine oder verwertbare Verpackungen haben, kein Plastik nutzen und keine Rohstoffe vergeuden.

  • Animieren Sie Ihre Lieferanten und Mitbewerber zur Zertifizierung

Wer beispielsweise nach ISO 14001 zertifiziert ist, beweist, dass er sich dem grünen Logistikgedanken verschrieben und ein Umweltmanagementsystem eingeführt hat. Bevorzugen Sie solche Hersteller und Lieferanten, können Sie damit auch nach außen hin zeigen, wohin Ihr Weg geht, selbst wenn Ihr Unternehmen noch nicht zertifiziert ist.

  • Erneuern Sie Ihren Fuhrpark

Gerade das Transportwesen ist eines der schwarzen Schafe, denn Kraftstoffverbrauch und Emissionen sind alles andere als umweltbewusst. Doch es gibt mehr emissionsarme Industriefahrzeuge und -geräte als man meint. Elektroautos und Elektro-LKW sind im Moment zwar noch für Kurzstrecken konzipiert, werden aber stetig weiterentwickelt. Auch Motoren auf Wasserstoff- und Methangasbasis sind in der LKW-Sparte in der Lage, emissionslos zu transportieren. Und wer noch etwas weiter denkt, kann sich eine Oberleitung auf Autobahnen für Hybrid-Fahrzeuge vorstellen. Nicht zu vergessen sind Drohnen und selbstfahrende Fahrzeuge.

Zudem können Sie für eine Erneuerung Ihres Fuhrparks und anderer technischer Geräte Zuschüsse und günstige Kredite erhalten. Die positive Außenwirkung sollte hierbei auch nicht unberücksichtigt bleiben.

  • Planen Sie Ihre Gebäude grün

Wenn Sie neu bauen, kaufen, erweitern oder umbauen wollen, sollten Sie sich von einem Experten in Fragen der Grünen Logistik beraten lassen. Denn zukunftsfähige Gebäude sollten effizient im Wasser- und Energieverbrauch sein, ökologisch unbedenkliche Baumaterialien verwenden, alternative Energiequellen nutzen, Temperaturschwankungen ausgleichen, künstliches Licht nur reduziert benötigen und ausgeklügelte Abfallverwertungssysteme einsetzen. Lassen Sie sich auch hier zertifizieren.

  • Richten Sie ein Abfallsortierungssystem ein

Abfälle sind viel zu wertvoll, um sie ohne nähere Analyse zu entsorgen. Richten Sie daher im kompletten Unternehmen ein Abfallsortierungssystem ein, mit dem die einzelnen Komponenten möglichst sauber voneinander getrennt werden. Reduzieren Sie den Papier- und Stromverbrauch im gesamten Unternehmen durch digitale Unterstützung. Auch Sonderabfälle sollten soweit geprüft werden, dass sie korrekt verwertet oder entsorgt werden können.

  • Nutzen Sie hocheffiziente Roboter

In vielen Unternehmen wird Handarbeit immer noch dem Einsatz effizienter Maschinen vorgezogen. Das gilt auch für die Lagerarbeit. Dabei können gerade im Lagerumfeld Schäden durch manuelle Tätigkeiten vermieden werden, indem Roboter und Systeme eingesetzt werden. Die Automatisierung kann zu erheblicher Energieeffizienz und Einsparung führen. Dabei können selbstfahrende Roboter die komplette Warenannahme übernehmen. Sie transportieren diese selbstverständlich dann auch weiter zum Zielort. Kein Zweifel, auch für den Mittelstand bieten Roboter enorme Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

  • Sparen Sie mit Green Logistics Ressourcen bei der Retourenbearbeitung

Vor allem im Rahmen des E-Commerce sind Rücksendungen leider inzwischen an der Tagesordnung. Viele Kunden bestellen sich gerne eine Auswahl, von der sie das passendste Produkt behalten. Der Rest wird zurückgeschickt, was für das Lieferunternehmen erheblichen Arbeitsaufwand bedeutet, denn es macht den Transport und die Eingruppierung nach Produktart und Zustand nötig.

Dieses Vorgehen verursacht zusätzlichen Ressourcenbedarf an Personal, Kosten und Platz. Wer sich dem stellen will, sollte zuerst eine Geschäftsprozessanalyse durchführen, die Schwachstellen und zusätzlichen Kapazitätsbedarf aufzeigt. Durch die Nutzung einer Reverse Logistik mit der umweltgerechten Nutzung von Altprodukten werden Ressourcen eingespart.

Reparatur, Wiederaufarbeitung, Refabrikation, Gewinnung verwendbarer Komponenten, Recycling all diese Teilbereiche werden benötigt, um den Artikeln zu einem neuen Lebenszyklus zu verhelfen. Mit dem entsprechenden Know-how geht dies mit Minimierung der Umweltauswirkungen, Eröffnung neuer Märkte und verbesserter Organisation des Bereichs einher.

  • Nutzen Sie Energierückgewinnung

Wenn die Bewegungsenergie von Geräten während des Bremsvorgangs wieder ins Energienetz eingespeist wird, nennt man dies Energierückgewinnung. Eine effiziente Lagersoftware kann die wiedergewonnene Energie innerhalb des Geräteparks so steuern, dass Einsparungen möglich sind.

  • Solarenergie im Direktvertrieb vermarkten

Die wahrscheinlich einfachste Methode der Energiegewinnung ist die Installation einer Photovoltaikanlage. Dabei werden Solarstrommodule auf einer Lagerhalle und eventuell auf vorhandenen Freiflächen installiert. Wer mit seiner Anlage mehr als 100 Kilowattpeak Leistung erzeugt, kann sich zwischen Verbrauch oder Einspeisung des überschüssigen Stroms entscheiden. Werden mehr als 750 kWp erzeugt, ist der Direktvertrieb alternativlos.

Diesen Strom verkauft der Erzeuger an der Börse, wo er nicht nur den aktuellen Börsenpreis dafür erhält, sondern zudem auch noch die Marktprämie und die Managementprämie. Während die Marktprämie einen Ausgleich zwischen der entgangenen Einspeisevergütung und dem Börsenhandelspreis darstellt, entschädigt die Managementprämie für den Aufwand und das Risiko des Direktvertriebs. Im Ergebnis lässt sich so eine Rendite von ca. 6 % erzielen. Zudem können thermische Kollektoren für die Warmwasserbereitung auf dem Dach installiert werden, wodurch zusätzlich Ressourcen erzeugt werden.

  • Werden Sie mit Green Logistics digital und effizient

Größter Treiber der Digitalisierung ist der Kunde, der seine Ware schnell und unkompliziert erhalten möchte. Das hat Auswirkungen: Viele Fahrzeuge auf unseren Straßen sind halb leer unterwegs, um die engen Termine einhalten zu können. Das ist der Hauptgrund für die viel zu hohen Emissionen, die uns und unsere Umwelt belasten. Mit einer datenbasierten Warenverteilung und punktgenauen Beladung können Transportmittel effizienter genutzt werden. Effizient bedeutet auch, dass Transporte überwiegend auf der umweltfreundlichen Schiene erfolgen und nur zum An- und Abtransport auf die Straße kommen.

Die USA machen es uns aktuell schon vor. Dort sind Logistik und Digitalisierung bereits viel stärker miteinander verzahnt als hierzulande. Digitale Welten machen es möglich, dass sich ein Lager selbst organisiert und Fahrzeuge mit den ihnen zugeordneten Anhängern selbstständig verbinden. Mit Digitalisierung geht auch Big Data einher. Produzenten von Waren, Transportunternehmen und gewerbliche Kunden müssen wechselseitig auf die Datensysteme zugreifen können. Dazu gehören optimal geschulte Mitarbeiter und verlässliche Technik. Anforderungen, die hohe Investitionen erfordern, jedoch maximal erfolgreich sein werden.

Finanzierungsmöglichkeiten für Ihr nachhaltiges Logistikzentrum

KfW-Programm erneuerbare Energien „Standard“

  • Gefördert werden Unternehmen im In- und Ausland sowie öffentliche Einrichtungen, Freiberufler, Landwirte, Privatpersonen, Vereine, Genossenschaften etc.
  • Unterstützt werden Investitionen rund um erneuerbare Energien
  • Finanziert werden beispielsweise:
    • Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien inkl. vorbereitender Maßnahmen
    • Fotovoltaikanlagen
    • Windkraftanlagen
    • Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen
    • Energieerzeugungs-Anlagen aller Art auf Biogas-Basis
    • Geothermische Stromerzeugungs- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen
    • Maßnahmen zur Digitalisierung der Energiewende
    • Wärme-/Kältenetze und -speicher aus erneuerbaren Energien
    • etc.
  • Der Kredit wird zu 100 % in einer Summe oder in Teilbeträgen ausgezahlt.

KfW-Umweltprogramm 240

  • Gefördert werden KMUs und Freiberufler
  • Finanzierungsmittel bis 10 Millionen EUR pro Vorhaben im In- und Ausland
  • langfristige Zinsbindung, günstige Konditionen
  • Finanziert werden u. a. diese Maßnahmen:
    • Maßnahmen zur Materialreduzierung
    • Verminderung von Luftverschmutzung und Reduktion der Lärmemission
    • Abfallsysteme
    • Abwasserreinigung und -verwendung
    • Boden- und Grundwasserschutz
    • Sanierung von Altlasten
    • Kauf von alternativen Fahrzeugen, wie Elektro-, Hybrid-, Brennstoffzellen-, Schienen- oder Wasserfahrzeugen und deren Ladestationen oder Betankungsanlagen

FinCompare Finanzierungsangebote

Unsere 250 Finanzierer bieten Ihnen Angebote für jeden Bedarf. Auch für Investitionen in Green Logistics haben wir die passende Auswahl für Sie. Stellen Sie innerhalb weniger Minuten auf unserer komfortablen Antragsstrecke Ihre Anfrage und Sie erhalten bis zu 5 Angebote. Sie haben die Wahl und können in Ruhe entscheiden, welche Kreditmittelvariante zu Ihrer grünen Konzeption passt. Probieren Sie es aus  kostenlos und unkompliziert. Unsere qualifizierten Berater stehen Ihnen telefonisch oder per E-Mail für Fragen zur Verfügung.

Wichtig: Nähere Infos zu den KfW-Programmen erhalten Sie unter www.kfw.de. Bitte beachten Sie dabei, dass Sie mit Ihrem Vorhaben noch nicht gestartet sein dürfen, um KfW-Darlehen und Zuschüsse zu erhalten. Dazu gehört auch der Abschluss eines Kredites außerhalb der KfW-Angebote oder eine bereits erfolgte Auftragserteilung zum Vorhaben.

Grüne Logistik fängt im Kleinen an

Rund 40 % der Gesamtkosten verbrauchen nach aktuellen Studien Logistikunternehmen für benötigte Energie. Geräte, die in einem Lager weite Wege zurücklegen müssen, sind wahre Schluckspechte an Energie. Von solchen Ressourcenfressern gibt es in einem voll automatisierten Lager reichlich. Ebenso wie Verpackungsmaterial und Klebebänder, die weit von der Umweltfreundlichkeit entfernt sind. Und beinahe Leerfahrten, um die Artikel blitzschnell zum Kunden zu liefern. Oder die Beleuchtung ganzer Lagerhallen, obwohl nur ein kleiner Teil gerade genutzt wird.

Grüne Logistik hat unendlich viele Facetten, die aufeinander aufbauen. Daher schaffen schon kleine Veränderungen große Wirkungen. Suchen Sie sich Expertenrat und lassen Sie Ihre Logistik analysieren. Planen Sie mit Ihren Maßnahmen auch eine Zertifizierung ein. Sie hat Außenwirkung und wirkt zugleich motivierend auf die Mitarbeiter, die an ihrer individuellen Green Logistics engagiert mitarbeiten. Flexibilität, Innovationsbereitschaft und Wandlungsfähigkeit sind Stärken, die ein Mittelstandsunternehmen benötig, um Green Logistics effizient für sich zu nutzen. Der Staat muss sich gleichzeitig bewusst machen, dass es ohne verstärkte Subventionen und Zuschüsse nicht gehen kann. Nur dann wird sich Deutschland zu einem „Green Germany“ entwickeln können. Ein weiter und spannender, aber lohnender Weg in die Zukunft.