Gewerbeversicherung: Darum ist sie für Unternehmer unverzichtbar

Jede Branche hat besondere Risiken, die durch eine Versicherung abgedeckt sein sollten.

Gewerbeversicherungen

Ohne Versicherungsschutz geht für Unternehmen nichts. Wichtiges Inventar, aber auch mögliche Haftpflichtrisiken müssen adäquat versichert sein. Dieser Beitrag erklärt, warum die Gewerbeversicherung immer wichtiger wird und was die wichtigsten Versicherungssparten sind. Außerdem erklären wir, wie der Versicherungsbedarf ermittelt wird und welche neuen Trends es in der Branche gibt.

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Zusätzliche Information

Studie: Gewerbeversicherung wird wichtiger

Versicherungsexperten rechnen mit einer wachsenden Bedeutung für die Gewerbeversicherung. Der Studie des Branchendienstes AssCompact zufolge rechnen zwei Drittel der Versicherungsmakler mit höheren Umsätzen in diesem Bereich. Mehr als 80 Prozent der Versicherungsmakler gehen davon aus, dass Cyberversicherungen an Bedeutung gewinnen werden.

Versicherungen kosten Geld und sind auf den ersten Blick ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Ohne Versicherungsschutz können Unternehmen sich jedoch existenziellen Risiken aussetzen. Bereits ein einziger Haftpflichtfall kann die Existenz eines mittelständischen Betriebs ruinieren. Es kommt noch schlimmer: Selbst ganz ohne eigenes Verschulden können Rechtsstreitigkeiten die Existenz gefährden.

Welche Risiken es im Betrieb gibt, ist vielen Unternehmen dabei gar nicht klar. Die gute Nachricht: Die Versicherungsbranche hat eine Vielzahl von Versicherungslösungen für Unternehmen entwickelt. Es kommt darauf an, die richtigen Lösungen für den eigenen Bedarf zu nutzen.

Die wichtigsten Arten der Gewerbeversicherung

Wer zahlt eigentlich, wenn eine vertrauliche E-Mail an den falschen Empfänger weitergeleitet wurde? Was ist, wenn ein Mitarbeiter beim Kunden einen hohen Schaden verursacht? Die Konsequenzen solcher Vorfälle hängen vom Versicherungsschutz ab. Wer die richtige Versicherung besitzt, kann auf Entschädigung hoffen. Doch was ist die richtige Versicherung? Nachfolgend erklären wir kurz die wichtigsten Versicherungsarten für Unternehmen.

    • Betriebshaftpflichtversicherung

Eine Betriebshaftpflichtversicherung schützt Unternehmen vor Schadenersatzansprüchen Dritter aus Personen- und Sachschäden. Ähnlich wie bei einer Privathaftpflichtversicherung versucht der Versicherer zunächst, unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Berechtigte Ansprüche Dritter werden bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme entschädigt.

Die Betriebshaftpflichtversicherung bietet Unternehmen einen passiven Rechtsschutz. Kommt es zu einer Auseinandersetzung mit der Gegenpartei, übernimmt die Betriebshaftpflichtversicherung Kosten für Anwälte, Sachverständige oder Reisen.

In der Betriebshaftpflichtversicherung sind zahlreiche Sachverhalte versichert. Dazu gehört zum Beispiel der Verlust fremder Schlüssel oder NFC Karten. Dies sind in der Praxis sehr häufige Anlässe für Forderungen Dritter. Hat ein Unternehmen Büroräume angemietet und geht der Schlüssel zum Haupteingang verloren, können erhebliche Kosten für den Einbau neuer Schlösser anfallen.

Eine betrieblicher Haftpflichtversicherung ist für Unternehmen jeder Rechtsform und Größe empfehlenswert.

    • Firmenrechtsschutzversicherung

Eine Firmenrechtsschutzversicherung bewahrt Unternehmen davor, in Rechtsstreitigkeiten die eigene Existenz zu riskieren. Zu Streitigkeiten kann es mit Kunden, Mitarbeitern oder Zulieferern kommen. Diverse Rechtsgebiete wie etwa das Arbeitsrecht oder das Sachenrecht können Gegenstand solcher Auseinandersetzungen sein.

Die Firmenrechtsschutzversicherung versichert den Betrieb als Versicherungsnehmer und alle beschäftigten Personen. Der Kündigungsschutz erstreckt sich auf Gebäude, Kfz und mehr. Im Unterschied zur Haftpflichtversicherung schützt die Rechtsschutzversicherung nicht nur vor unberechtigten Forderungen. Mit der Firmenrechtsschutzversicherung können Unternehmen Forderungen durchsetzen, sich gegen Bescheide wehren etc.

    • Berufshaftpflichtversicherung

Eine Berufshaftpflichtversicherung ist für Angehörige bestimmter Berufe notwendig. Wie die Haftpflichtversicherung wehrt auch diese Police zunächst unberechtigte Ansprüche ab und erstattet berechtigte Ansprüche bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme.

Diese Versicherung ist für Berater und Dienstleister wichtig. Deren größtes Risiko sind Vermögensschäden. Diese können zum Beispiel durch einen Beratungsfehler entstehen. Auch Fehler bei Berechnungen, Bewertungen, Messungen, Analysen etc. können zu einem erheblichen Vermögensschaden mit entsprechenden Schadensersatzforderungen führen. Auch die verzögerte Erbringung von Leistungen und Verletzungen von Geheimhaltungspflichten sowie Urheberrechten etc. kann zu Schadensersatzforderungen führen.

Vermögensschäden entstehen keinesfalls nur, wenn grobe Fehler vorliegen. Kann zum Beispiel ein Projekt aufgrund von Krankheit nicht fristgerecht fertiggestellt werden, entsteht beim Kunden möglicherweise ein Schaden. Für diesen kann er einen Dienstleister in Regress nehmen.

Die Berufshaftpflichtversicherung wird auch als Vermögensschadenhaftpflichtversicherung bezeichnet. Nicht abgedeckt sind in dieser Versicherung Personenschäden und Sachschäden sowie Vermögensfolgeschäden. Diese werden auch als unechte Vermögensschäden bezeichnet. Solche Schäden sind mit einer Betriebshaftpflichtversicherung versichert. Es gibt jedoch auch Vertriebsgesellschaften, bei denen die Berufshaftpflichtversicherung Vermögensfolgeschäden versichert.

    • Inhaltsversicherung

Eine Inhaltsversicherung lässt sich am ehesten als Hausratversicherung für Unternehmen beschreiben. Sie wird als Inventarversicherung bezeichnet. Versichert sind zum Beispiel Büroeinrichtung, Waren im Warenlager, Werkzeuge etc.

Ein Beispiel: Der Betreiber eines Onlineshops verfügt über ein größeres Warenlager. Dort bricht über Nacht ein Brand aus. Die Schäden am Gebäude sind durch die Gebäudeversicherung abgedeckt. Die Schäden am Warenlager zahlt die Gebäudeversicherung jedoch nicht. Besitzt der Betreiber eine Inhaltsversicherung, werden diese Schäden durch die Police ersetzt.

    • Cyberversicherung

Die Cyberversicherung ist eine noch recht neue Versicherung, die jedoch stetig an Bedeutung gewinnt. Sie schützt vor Schäden durch Hackerangriffe, Datenverlust und Ausfall der IT Systeme. Solche Schäden können rasch entstehen. Klickt ein Mitarbeiter auf einen infizierten E-Mail Anhang, ist womöglich der Computer verschlüsselt. Dann verlangt ein Hacker Lösegeld für die Freischaltung.

Datenverlust ist besonders brisant. Verliert ein Unternehmen die Kontrolle über Daten muss es alle Betroffenen darüber informieren. Dadurch kann es schnell zu erheblichen Kosten kommen. Müssen Daten wiederhergestellt werden, fallen schnell hohe Kosten für Spezialisten an. Am härtesten werden Unternehmen meistens durch Betriebsunterbrechungen getroffen. Zu diesen kann es kommen, wenn Malware die IT Systeme längerfristig lahmlegt.

Die wenigen Versicherer, die eine Cyberversicherung anbieten, setzen meist auf ein Komplettpaket. Neben klassischem Versicherungsschutz gehören dazu auch Unterstützungsmaßnahmen. Dann stellen Versicherer zum Beispiel IT Experten zur Datenwiederherstellung oder zur Behebung von Malware Problemen zur Verfügung.

Unterschied: Cyberversicherung und Haftpflichtversicherung

Mitunter ist die Abgrenzung zwischen der Zuständigkeit einer Cyberversicherung und einer Haftpflichtversicherung nicht ganz eindeutig. Ein Beispiel soll dabei helfen.

Fall A: Ein Mitarbeiter sendet eine E-Mail versehentlich an einen falschen Empfänger. Im Anhang der E-Mail befinden sich vertrauliche Informationen. Die vertraulichen Informationen betreffen ein Projekt mit einem anderen Kunden. Mit diesem wurde ein Geheimhaltungsvertrag abgeschlossen. Dieser sieht bei Weitergabe der vertraulichen Informationen eine Konventionalstrafe in Höhe von 1 Million EUR vor.

Fazit: Dies ist kein Fall für eine Cyberversicherung, sondern für die Betriebshaftpflichtversicherung.

Fall B: Der Mitarbeiter versendet eine Datei mit Kundendaten an den falschen Empfänger. Neben Namen und Adressen finden sich auch Geburtsdaten, Kontoinformationen, E-Mail-Adressen, Mobilfunknummern und weitere Daten zu den Kunden in der Datei.

Fazit: Dem Unternehmen entsteht dadurch zunächst kein Schaden. Das Unternehmen ist jedoch gesetzlich verpflichtet, alle in der Datei vermerkten Kunden zu informieren. Die Kosten dafür trägt eine Cyberversicherung.

Gewerbeversicherung braucht angemessene Beratung

Der Weg zu gutem Versicherungsschutz führt für viele Unternehmen über einen Versicherungsberater oder Versicherungsmakler. Dieser sollte seine gesamte Erfahrung und Expertise einsetzen, um Lücken im Versicherungsschutz auszuschließen.

Wie geht ein Versicherungsmakler vor? Wir haben einen Blick auf gängige Praxen in der Branche geworfen. Die Berater nutzen umfangreiche, aber standardisierte Formulare. Mit diesen wird das betriebliche Risiko analysiert.

Analyse betrieblicher Risiken

Risiken von Unternehmen lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen. Zu nennen sind im Einzelnen:

    • Gebäuderisiken
    • Inhaltsrisiken
    • Betriebsunterbrechungsrisiken
    • Praxisausfallrisiken
    • Produktrisiken
    • Technische Risiken
    • Haftpflichtrisiken
    • Rechtsschutzrisiken
    • Kfz Risiken
    • Transportrisiken
    • Warenkreditrisiken
    • Kautionsbürgschaftsrisiken
    • Vertrauensschadenrisiken
    • Lösegeldrisiken
    • Unfall- und Krankheitsrisiken

Bereits mit Gebäuden und darin enthaltenen Sachen sind für Unternehmen erhebliche Risiken verbunden. Zu den Gebäuderisiken zählen zum Beispiel Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel, Elementarschäden oder Glasbruch. Auch der Verlust vertraglich vereinbarter Mieten gehört zu Risiken im Zusammenhang mit einem Gebäude.

Die Inhalte in einem Gebäude können durch dieselben Risiken beschädigt werden, die auch für das Gebäude selbst gelten. Zusätzlich spielen hier Einbruchdiebstahl und Vandalismus sowie die Betriebsschließungen infolge von Seuchengefahr eine Rolle. Die genannten Risiken können neben den Schäden an sich auch Folgeschäden durch eine Betriebsunterbrechung nach sich ziehen. Dies gilt zum Beispiel, wenn durch austretendes Leitungswasser ein großer Wasserschaden entstanden ist. Dann muss das Gebäude möglicherweise für längere Zeit saniert werden.

Gewerbeversicherung minimiert Gebäuderisiken für Unternehmen

Technische Risiken können ebenfalls zu Vertriebsunterbrechungen, aber auch zu Forderungen Dritter führen. Dies betrifft zum Beispiel fehlerhafte Maschinen, fehlerhafte Software oder nicht sachgerecht durchgeführte Montagen. Haftpflichtrisiken sind weithin bekannt. Unternehmen haften für Schäden, die ihre Mitarbeiter verursachen. Darüber hinaus gibt es Produkthaftpflichten und Umwelthaftpflichten. Beispiele für mögliche Versicherungen sind die Unfallschadenversicherung und die Wasserschadenhaftpflichtversicherung. Auch Rückrufkosten sind versicherbaren Risiken im Rahmen von Haftpflichtversicherungen.

Gewerbeversicherung in den Bereichen Verkehr und Transport

Rechtsschutzrisiken betreffen strafrechtliche Aspekte genauso wie mögliche Prozesskosten im Zusammenhang mit der Produktsicherheit. Auch Verkehrsrechtsschutzversicherungen sind in der Praxis sehr relevant.

Der Kfz Fuhrpark eines Unternehmens ist ohnehin diversen Versicherungsrisiken ausgesetzt. Notwendig sind typischerweise Kfz Haftpflichtversicherung, Kaskoversicherungen und (bei Leasingfahrzeugen) GAP Deckungen. Auch Insassen- und Fahrerunfallversicherungen, Kfz Schutzbrief und Dienstreisekaskoversicherungen sind denkbar.

Ein weiteres Feld für Versicherungen sind Transportrisiken. Transportiert werden zum Beispiel Musterkollektionen, Reisegepäck von Mitarbeitern und Equipment rund um Ausstellungen und Messen. Auch diese Gegenstände müssen versichert sein. Versicherbar sind zum Beispiel auch Tiefkühlgüter.

Weitere Risiken betreffen Forderungen im weitesten Sinne. Dies gilt etwa für Warenkreditrisiken. Hier gibt es Schnittstellen zum Bereich Factoring. Auch Kautionsbürgschaftsrisiken sollten bei der Analyse des Versicherungsbedarfs berücksichtigt werden.

Gewerbeversicherung für besondere Fälle

Mitunter sind Versicherungen auch geradezu spektakulär. Es gibt Versicherungen, mit denen sich das Entführungs- und Erpressungsrisiko eines Unternehmens versichern lässt. Ob solche Policen sinnvoll sind, muss im Einzelfall entschieden werden. Denkbar ist dies, wenn ein führender Kopf des Unternehmens einem hohen Erpressungsrisiko ausgesetzt ist und die Erpressung zu einem empfindlichen Schaden führen könnte.

Weitere wichtige Risiken betreffen Personenrisiken der Geschäftsführung. Dies sind Todesfall, Invalidität, Krankheit und auch Langlebigkeit. Langlebigkeit ist zum Beispiel nach einer Betriebsübernahme ein Risiko, wenn der neue Inhaber dem früheren Besitzer eine lebenslange Rente zugesagt hat.

Was ist die passende Versicherung für Ihre Geschäftstätigkeit?

Was ist der passende Versicherungsschutz für Ihr Unternehmen? Dies hängt unter anderem von Branche, Rechtsform und Unternehmensgröße ab.

Als Bürobetrieb benötigen Sie wahrscheinlich eine Betriebshaftpflicht-, Vermögensschadenhaftpflicht-, Geschäftsinhalts- und Rechtsschutzversicherung. Dasselbe gilt für Unternehmen aus den Bereichen IT und Medien. Handwerker, Bauunternehmen, Gastronomiebetriebe sowie Tourismusanbieter können auf die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung vielleicht verzichten. Die Tabelle unten zeigt, welche Versicherungen für welche Branche essenziell sind:

Bürobetrieb Handwerk und Bau IT und Medienfirmen Gastronomie und Tourismus Freie Berufe Heilwesen und Pflegebetriebe Beauty und Wellnessbetriebe
Betriebshaftpflichtversicherung x x x x x
Vermgensschadenhaftpflichtversicherung x x x
Geschäftsinhaltsversicherung x x x x x x x
Rechtschutzversicherung x x x x x x x
Gewerbeversicherung x

Quelle: Informationen der Tabelle

Gewerbeversicherungen spielen für die Versicherungswirtschaft eine immer größere Rolle. Einer Studie des Versicherers mailo zufolge bieten 85 Prozent der Versicherungsmakler bereits Produkte aus diesem Bereich an. Unter den Maklern, die noch keine Gewerbeversicherungen vermitteln, ziehen dies zumindest 70 Prozent in Betracht.

Digitale Gewerbetarife gewinnen an Bedeutung

Die Digitalisierung betrifft auch das Versicherungsgeschäft. Ähnlich wie im Bankgeschäft wächst die Zahl der digitalisierten Beratungsangebote. Auch digitale Gewerbetarife sind mittlerweile erhältlich. Diese werden häufig durch Startups angeboten. Die Startups stellen die innovative, digitale Benutzeroberfläche. Der Versicherungsschutz wird durch einen regulären Versicherer realisiert.

In Zukunft könnten digitalisierten Beratungsangebote eine größere Rolle spielen. Versicherungsnehmer könnten einen allein auf KI basierenden Beratungsprozess nutzen und sich Versicherungsschutz vorschlagen lassen. Einen Mehrwert werden solche Angebote gegenüber dem Abschluss beim Makler jedoch nur bieten, wenn dadurch die Kosten sinken könnten.

Neben der Digitalisierung gibt es weitere Trends, die die Gewerbeversicherung beeinflussen. Einer dieser Trends betrifft das Entstehen neuer Berufsbilder. Onlinehändler, Influencer, Blogger, Social Media Agenturen: Alle diese Unternehmen benötigen neuartigen Versicherungsschutz für spezielle Risiken.

Wie finden Unternehmen die beste Gewerbeversicherung?

Auf dem Weg zum optimalen Versicherungsschutz müssen Unternehmen zwei Aufgaben meistern:

    1. Erstens muss herausgefunden werden, welcher Versicherungsschutz tatsächlich benötigt wird.
    2. Zweitens muss der Versicherungsschutz zu möglichst günstigen Konditionen realisiert werden.

Unternehmen können in Eigenregie die Konditionen verschiedener Versicherer miteinander vergleichen. Dann ergibt sich im besten Fall ein Bild über Unterschiede hinsichtlich Versicherungsschutz und Beiträgen. Eine Alternative ist der Gang zum Versicherungsmakler. Dieser kooperiert allerdings häufig nur mit einzelnen Versicherern. Dann erhalten Unternehmen nicht notwendigerweise das beste am Markt verfügbare Angebot.

Für jede Versicherung das richtige Angebot

Eine Grundsatzfrage muss geklärt werden: Sollen alle Versicherungen bei einem Versicherer abgeschlossen werden oder lohnt es sich, jede einzelne Sparte separat zu versichern?

Eine pauschale Antwort hierauf gibt es nicht. Wer den bestmöglichen Versicherungsschutz zum niedrigsten Preis sucht, muss möglicherweise für jede Versicherungssparte einen eigenen Vergleich durchführen und gegebenenfalls Verträge bei verschiedenen Versicherern abschließen.

Ob dies tatsächlich ein Vorteil ist, steht auf einem anderen Blatt. Schließt ein Unternehmen alle Versicherungen bei einer Gesellschaft ab, kann dies Vorteile haben. So dürfen Versicherer nach Eintritt eines Schadensfalls häufig die Police kündigen. Wird nur der vom Schadenfall betroffene Vertrag mit dem Versicherer geführt, ist die Kündigung wahrscheinlicher als bei einer größeren Zahl von Verträgen im Haus.

Unternehmen mit viel Liquidität können ihre Beiträge senken, indem sie einen Teil des Versicherungsschutzes selbst stellen. Dies ist möglich, wenn mit dem Versicherer ein größerer Selbstbehalt vereinbart wird. Dann muss im Schadensfall die eigene Liquidität stärker herangezogen werden. Dafür fallen die Prämien signifikant günstiger aus.

Forderungsausfall durch Factoring versichern

Für manche Geschäftsrisiken ist kein Gang zu einem klassischen Versicherer nötig. Insbesondere Forderungsausfallrisiken lassen sich auch durch den Abschluss eines Factoringvertrags auslagern. Bei echtem Factoring übernimmt das Factoringunternehmen das gesamte Adressenausfallrisiko. Die Factoringgebühr entspricht dann insoweit einer Versicherungsprämie.

Factoring bietet allerdings noch weitere Vorteile. Unternehmen erhalten Liquidität sehr viel schneller als bei hausinternem Forderungsmanagement. Außerdem kann das Factoringunternehmen auch mit der Buchhaltung beauftragt werden.

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Fazit: Guter Versicherungsschutz ist wichtig

Unternehmen benötigen guten Versicherungsschutz. Es gibt eine Vielzahl von Risiken, die abgedeckt werden müssen. Dazu zählen Haftpflichtrisiken genauso wie Rechtsschutzrisiken und Risiken für unbewegliche und bewegliche Sachen des Betriebsvermögens. Betriebe sollten ihren Finanzierungsbedarf so genau wie möglich ermitteln. Dazu gibt es Formulare, die u.a. durch Makler angewandt werden. Ein Abschluss beim Makler ist nicht zwingend nötig. Es kann jedoch hilfreich sein, alle Versicherungsverträge bei einer Gesellschaft zu bündeln.