Corona-Krise: Gastronomiebetriebe bangen weiter um Ihre Existenz

Corona-Krise - Gastronomiebetriebe bangen weiter um Ihre Existenz

Viele Branchen sind hart von der Corona-Krise getroffen worden. Der Einzelhandel, die Künstler und Musiker, selbst die Autohersteller haben zu leiden. Für kaum sonst jemanden aber dürfte das behördlich angeordnete Verbot jeglicher Aktivität so existenzbedrohend sein wie für die Gastronomen. Anders als beispielsweise Künstler oder andere Solo-Selbständige haben die Gastronomiebetriebe in Corona Zeiten hohe fixe Kosten, die weiterlaufen. Gleichzeitig wurde bei den meisten in den letzten zwei Monaten Null Umsatz erzeugt – oder nur ein kleiner Teil des sonst eingespielten Geldes, indem man Außer-Haus-Verkauf anbieten konnte. Auch wenn sich aktuell ein doch etwas größeres Licht am Ende des Tunnels zu zeigen scheint, die nächsten Monate werden weiterhin hart für viele Gastronomen und die Gastronomiebetriebe in der Corona-Krise fürchten völlig zu Recht um ihre Existenz.

Das Licht am Ende des Tunnels ist der Umstand, dass in den meisten Bundesländern die Gastronomiebetriebe in der Corona-Krise rasch wieder öffnen dürfen. Über kurz oder lang gilt das sogar bundesweit für alle. Doch auf die Gastronomen kommen starke Einschränkungen zu. Die Zahl der zeitgleich zugelassenen Gäste wird vermindert sein gegenüber normalen Zeiten ohne Pandemie. Das schmälert genauso den Umsatz wie die noch gar nicht abzuschätzende Frage, wie viele Kunden Gastronomiebetriebe aktuell lieber noch meiden werden.

Nicht alle Betriebe in der Gastronomie dürfen bereits ihre Türen öffnen

Während so mancher Wirt aktuell ein wenig aufatmet, stehen viele weiterhin in ihrem Betrieb und dürfen keine Gäste empfangen. Insbesondere all jene, welche davon lebten, größere Feiern und Gesellschaften zu bewirten, müssen noch lange darauf warten, dieses Business wieder aufnehmen zu können.

Die Umsatzeinbußen der Gastronomiebetriebe in Corona Zeiten variieren natürlich je nach sonst üblichen Monatseinkommen. Bei vielen erreichen sie aber Werte, die nahe an 100 % liegen. Die meisten berichten von einem Umsatz zwischen nur noch 85 bis 99 % der vergleichbaren Monate in anderen Jahren. Nur ganz wenige Wirte, Hoteliers oder Restaurantbetreiber kamen in diesen äußerst seltsamen und schwierigen Wochen noch auf wenigstens die Hälfte ihrer sonst üblichen Einnahmen.

Aktuell rechnet DEHOGA, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, definitiv mit weiteren sehr deutlichen Umsatzeinbußen. Immerhin gibt es auch hier einige wenige positive Signale. So seien bereits jetzt viele Ferienhotels sehr gut nachgefragt. Das hilft dem Wirt der Eckkneipe in der Großstadt allerdings auch nicht weiter.

Einem Drittel droht die Pleite

Gleich einem ganzen Drittel der Gastronomen droht tatsächlich sogar die Pleite. Obwohl die meisten Gaststättenbetriebe vor der Krise wirtschaftlich gesund waren, ist es in der Gastronomie nur selten möglich, nennenswerte Rücklagen zu schaffen. Zu gering sind hier die Margen. Man möge sich nicht ausmalen, wie die – auch kulturelle – Landschaft in Deutschland aussähe, wenn man auf ein Drittel der Kneipen, Biergärten, Restaurants, aber auch Konzertsäle, Clubs und Diskotheken und allen weiteren Einrichtungen, die von der Bewirtung ihrer Gäste leben, verzichten müsste.

So sind die Zukunftsaussichten vieler dieser Betriebe auch düster, wenn man den Worten von Ingrid Hartges, Chefin des DEHOGA, Glauben schenken darf. Deshalb fordert Hartges mit aufrüttelnden Worten auch einen Rettungsschirm für die Branche. Ein solcher Rettungsfond für Gastronomiebetriebe sei auch nötig, weil es bis zu 50.000 Betriebe sind, die aktuell noch gar keine Perspektive auf eine Wiedereröffnung besitzen. Schließlich gilt die Lockerung nur für Kneipen und Restaurants und Ähnliches, nicht aber für Orte, an denen in anderen Zeiten Events mit einer größeren Zahl an Gästen stattfinden.

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Diese Betriebe sind besonders stark betroffen

Besonders stark betroffene Gastronomiebetriebe sind all jene, welche in den letzten Monaten nicht einmal einen Außer-Haus-Verkauf anbieten konnten. Wer zudem kein Stammpublikum besitzt, weil er z. B. ein Ausflugslokal betreibt, konnte auch nicht auf die Solidarität seiner Kunden hoffen – und durfte ihnen ohnehin nichts anbieten. Insofern gibt es auch in der insgesamt krisengeschüttelten Gastronomiebranche noch einmal Unterschiede dabei, wie sehr es an der Existenz rüttelt, zwei Monate nahezu ohne Umsatz gewesen zu sein.

Wie sieht die Zukunft dieser Unternehmen aus?

Eine Prognose ist für Gastronomiebetriebe äußerst schwierig zu erstellen, da niemand weiß, ob es noch eine zweite oder sogar weitere Wellen der Corona-Pandemie geben wird. Solche würden wohl eine erneute komplette Schließung der Gastronomiebetriebe nötig machen. Das wiederum würde den Anteil jener, die von der Insolvenz bedroht sind, noch einmal deutlich erhöhen. Sicher ist jedenfalls für alle, dass sie die jetzt entgangenen Umsätze nicht wie beispielsweise ein Buchhändler wieder hereinholen können. Die Gäste übernachten schließlich nicht häufiger in Hotels oder gehen öfter ins Restaurant, nur weil sie das in den letzten Wochen nicht konnten. Anders gesagt: Was man in den letzten Monaten nicht bestellt hat, wird man nun nicht nachholen. Selbst wenn die aktuellen Lockerungen von Dauer sein sollten, werden diese nicht erzielten Umsätze noch lange nachhallen. Und durch die nötigen Hygiene-Maßnahmen kommen auf die Gastronomiebetriebe in der Corona-Krise sogar noch zusätzliche Kosten zu.

So helfen sich manche Gastronomie Betriebe aus

Natürlich machen sich Gastronomiebetriebe in Corona Zeiten kreative Gedanken und finden Lösungen, wie sie dennoch Umsätze erzielen können. Dazu zählt ebenso der Rückgriff auf die Kurzarbeit wie die Einrichtung eines Lieferservices für ihre Speisen, wo dieser zuvor nicht bestand. Andere ändern einen Teil ihrer Speisekarte, um besser auch auf Außer-Haus-Wünsche eingehen zu können. So mancher Wirt verkauft Deckel als Gutscheine, die die Gäste später einlösen können, wenn stressfreier Kneipenbesuche wieder möglich ist.

Eine weitere gute Hilfe für Gastronomiebetriebe in der Corona-Krise ist es immerhin, dass für sie zunächst einmal eine verminderte Mehrwertsteuer gelten wird. Diese Regelung wird allerdings erst ab Juli greifen. Für den Umsatz, der ab der aktuellen Lockerung erzielt wird, ist dies also nicht relevant. Hier mahlen die Mühlen des Staates also ein wenig zu langsam, um Gastronomiebetriebe in Corona Zeiten sofort zu entlasten, und nicht erst in einigen Wochen. Dennoch ist dies ein Hoffnungsschimmer. Andererseits soll diese Senkung der Mehrwertsteuer nur für Speisen gelten, nicht für Getränke. Hier kann die reine Bierkneipe also keine Unterstützung für sich erwarten. Diese Regelung soll übrigens für ein Jahr gelten, sodass immerhin alles, was bis zum übernächsten Juni an Umsatz mit dem Verkauf von Speisen erzeugt wird, von dieser Regelung profitiert.

Überbrückungskredite für Gastronomiebetriebe

Um die Gastronomiebetriebe in der Corona-Krise zu unterstützen, stellen viele Banken zwar Unterstützung Kredite bereit. Doch diese sind bei Weitem nicht so einfach zu bekommen, wie Gastwirte sich das zu Beginn der Schließung aller Gastronomiebetriebe erhofft hatten. Damals hatte es noch so geklungen, als stünde der Staat als Bürge bereit. Die Realität ist aktuell für viele Gastronomiebetriebe in der Corona-Krise aber eine andere. Da werden Überbrückungskredite wegen der mangelnden Aussicht auf Rückzahlungsfähigkeit allzu oft abschlägig beschieden – und zwingen viele Gastronomen von jetzt auf gleich in die Insolvenz. FinCompare hingegen steht Ihnen als Partner auch in dieser schwierigen Zeit zur Seite. Unsere Finanzexperten beraten Sie gerne zu unseren Hilfskrediten.

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