Letztes Update am 31.03.20

Die Corona-Krise macht vor allem kleineren und mittleren Unternehmen zu schaffen. Die Bundesländer haben reagiert, um die Unternehmen vor finanziellen Schwierigkeiten zu schützen. Sie haben verschiedene Förderangebote erarbeitet. Die Förderangebote unterscheiden sich, je nach Bundesland. Neben dem Förderungsangebot der Bürgschaftsbanken der verschiedenen Bundesländer bieten auch die KfW und verschiedene andere Institute Fördermöglichkeiten an.

Von verschiedenen Seiten werden jetzt Förderungsangebote aufgesetzt

Um die Unternehmen vor der Corona-Krise und den finanziellen Folgen zu schützen, wurden von verschiedenen Seiten Förderungsangebote erarbeitet. Solche Förderangebote unterscheiden sich teilweise, je nach Bundesland. Sie kommen von verschiedenen Institutionen:

  • Bürgschaften des Bundes und der Länder zur Besicherung von Krediten
  • Kombiprogramme aus Bürgschaften und Beteiligungen
  • Bürgschaften ohne Bank von Bund und Ländern
  • Sanierungsbürgschaften verschiedener Bundesländer
  • Agrar-Bürgschaften für Unternehmen in der Landwirtschaft
  • Mittelstandskredite von verschiedenen Banken der Länder
  • Wachstums- und Ergänzungsfinanzierungen
  • Darlehen für Gründungs- und Wachstumsfinanzierung
  • Konsolidierungsfonds der Länder für KMU in finanziellen Schwierigkeiten
  • Gründungsdarlehen von Investitionsbanken der Länder
  • Akutkredite für Unternehmen in finanzieller Notlage
  • Liquiditätshilfen der Länder bei Forderungsausfällen
  • Betriebsmittelkredite der Investitionsbanken bei zusätzlichem Bedarf an Betriebsmittel
  • Universalkredite von den Förderbanken der Länder zur freien Verwendung
  • verschiedene Förderangebote der KfW
  • Exportkreditgarantien zur Absicherung von Exportgeschäften
  • Förderungsangebot für den Mittelstand von verschiedenen Bundesländern
  • Programme für die Wettbewerbsfähigkeit von KMU
  • Einzelbetriebliche Förderung landwirtschaftlicher Unternehmen
  • Agrarinvestitionsförderungsprogramme mit Bürgschaften und Zuschüssen.

Die Banken der Länder bieten verschiedene Förderungsprogramme für unterschiedliche Zielgruppen an. Etablierte Unternehmen können ebenso gefördert werden wie Existenzgründer.

Förderungsprogramme in den verschiedenen Bundesländern

Baden-Württemberg

Neben Bayern und Nordrhein-Westfalen ist Baden-Württemberg am stärksten vom Coronavirus betroffen. Das Bundesland will Kredite über 5 Milliarden Euro aufnehmen, um Direkthilfen für betroffene KMUs zu gewähren. Für Selbstständige und mittelständische Unternehmen steht ein Härtefallfonds mit 3,5 Milliarden Euro für direkte Zuschüsse bereit. Das Landesförderinstitut L-Bank hat einen Beteiligungsfonds mit einer Milliarde Euro an Hilfen für kleinere Mittelständler aufgelegt. Förderpartner sind die Landesbank Baden-Württemberg und die Bürgschaftsbank. Die Bürgschaftsbank Baden-Würrtemberg wird, sowohl die quotale als auch betragsmäßige Höhe der Bürgschaft auf bis zu 80% und 2,5 Mio. Euro anheben.

Bayern

In Bayern wurde bereits der Katastrophenfall ausgerufen. Der Freistaat hat ein umfangreiches Förderungsangebot erstellt. Ein Universalkredit zur freien Verwendung kann bis zu 10 Millionen Euro von KMU mit einem Jahresumsatz bis 500 Millionen Euro und von Freiberuflern in Anspruch genommen werden. Förderpartner ist die LfA Förderbank Bayern. Weiterhin bietet die LfAFörderbank Hilfe für in Liquiditätsschwierigkeiten geratene KMU der gewerblichen Wirtschaft mit dem Bayernfonds an. Sie hat auch einen Mittelstandsschirm mit Darlehensangeboten, Universalkrediten und Bürgschaftsinstrumentarien für KMU eingerichtet.

Sofortkredite bis zu 30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern vorrangig in Hotel-, Handel und Tourismusbranche werden von der Wirtschaftsförderung gewährt.

Das Finanzamt bietet eine Stundung von Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuer für Handwerk, Handel, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Gartenbau an.

Berlin

Auch in Berlin steht ein Förderungsangebot für betroffene Unternehmen bereit. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe/ Investitionsbank Berlin (IBB) hat einen Liquiditätsfonds aufgelegt und bietet Soforthilfe für KMU mit bis zu 250 Beschäftigten an. Neben dem produzierenden Gewerbe werden auch Einzelhandel, Hotellerie, Gaststätten und Clubs angesprochen. Im ersten Schritt stehen bis zu 100 Millionen Euro, im zweiten Schritt bis zu 200 Millionen Euro zur Verfügung. Ergänzend zu dieser Soforthilfe wird weitere Soforthilfe für Soloselbstständige und Kleinunternehmen gewährt. Die Senatskanzlei hat die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld deutlich vereinfacht.

Brandenburg

Als Förderungsangebot im Land Brandenburg wurde ein Soforthilfeprogramm erarbeitet. Der Rettungsschirm für Unternehmen, die aufgrund des Coronavirus unter Schließungen und Beschränkungen leiden, beträgt 500 Millionen Euro. Weiterhin wurde von der Landesregierung ein Soforthilfeprogramm von 7,5 Millionen Euro für Unternehmen beschlossen. Es beinhaltet Zuschüsse ohne Rückzahlung. Förderpartner ist die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Anträge können von gewerblichen Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern gestellt werden. Zuschusshöhe für Corona-Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen. Unternehmen erhalten hier zwischen 9.000 und 60.000 Euro. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg bietet auch Darlehen zur Liquiditätssicherung sowie Darlehen ohne Sicherheiten an. Die Bürgschaftsbank des Landes gewährt Bürgschaften zur Besicherung von Krediten. Über die KfW werden für KMU Gründerkredite, Wachstumskredite und Unternehmerkredite gewährt.

Bremen

Für betroffene Unternehmen in Bremen wurde die Task-Force der Bremer Aufbau-Bank als Förderungsangebot erarbeitet. Ein Expertenteam unterbreitet individuelle Lösungsvorschläge für betroffene Unternehmen. Angaben über die Höhe liegen noch nicht vor. KMU können Bürgschaften, Beihilfen und Kredite erhalten. Förderpartner ist die Bremer Aufbau-Bank. Sie kann auch Angebote der KfW vermitteln.

Hamburg

Hamburg bietet ein Förderungsangebot mit umfassenden Hilfen:

  • Direkte Zuschussmittel mit Staffelung nach Unternehmensgröße bis zu 25.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern von der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB)
  • Liquiditätskredite bis zu 250.000 Euro für KMU von der IFB
  • Förderkredite für Sportvereine und Kulturinstitutionen bis zu 150.000 Euro von der IFB
  • Förderprogramme zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen von der IFB
  • Bürgschaften für kleinere und Kleinstunternehmen von der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg
  • Förderinstrumente der KfW für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft

Hessen

Hessen bietet steuerliche Soforthilfen für betroffene Unternehmen an. Förderpartner sind das Finanzministerium und die Finanzämter. Steuern werden gestundet, Steuervorauszahlungen auf Null gesetzt.

Von der Wirtschaftsförderung Landesbank werden Kredite für Investitionen, Betriebsmittel, Liquiditäts- und Überbrückungsfinanzierungen für KMU angeboten.

Kapital für Kleinunternehmen wird für kleinere Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit bis zu 25 Beschäftigten gewährt. Förderpartner ist die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen. Für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern bietet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank die Gründungs- und Wachstumsfinanzierung an.

Die Bürgschaftsbank Hessen unterstützt Unternehmen mit Bürgschaften.

Mecklenburg-Vorpommern

Die Staatskanzlei sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern gewährt eine Soforthilfe von 100 Millionen Euro. Ein Sonder-Landesbürgschaftsprogramm für Liquiditätshilfen wird aufgelegt. Für Kleinstbetriebe und Freiberufler werden Liquiditätshilfen durch rückzahlbare Zuschüsse bis 20.000 Euro gewährt. Auch KMU’s erhalten Liquiditätshilfe durch Zuschüsse bis 200.000 Euro. Das Land ist noch dabei, ein Hilfsprogramm vorzubereiten.

Niedersachsen

Die Landesregierung Niedersachsen ist noch dabei, ein Maßnahmenpaket zu schnüren. Das Förderungsangebot soll 4,4 Milliarden Euro umfassen. Davon sind 2,4 Milliarden Euro zusätzliche Mittel, die vom Land für die Krise mobilisiert werden.

KMU können einen Kredit zur Liquiditätshilfe bis zu 50.000 Euro von der NBank erhalten. Weiterhin können Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten einen Zuschuss für Miet- und Zinszahlungen bis zu 20.000 Euro von der NBank in Anspruch nehmen. Darüber hinaus werden über das Niedersächsische Finanzministerium Bürgschaften gewährt.

Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat einen Rettungsschirm mit einem Sondervermögen von 25 Milliarden Euro zugesagt. Zuständig für diese Unternehmens-Soforthilfe ist die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen. Die Maßnahme umfasst den Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Steuerstundungen. Sondervorauszahlungen für Dauerfristverlängerungen werden auf Null gesetzt.

Auch die Bürgschaftsbank gewährt mit der Liquiditätssicherung ein Förderungsangebot. Der Bürgschaftsrahmen kann erhöht werden.

Die Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW bietet eine sofortige Liquiditätsstärkung bis 75.000 Euro für KMU an.

Rheinland-Pfalz

Im Bundesland Rheinland-Pfalz können KMU Bürgschaften und Liquiditätshilfen in Anspruch nehmen. Förderpartner ist die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz.

Eine Liquiditätssicherung durch 80-prozentige Bürgschaften für KMU wird auch von der Investitions- und StrukturbankRheinland-Pfalz (ISB) gewährt. Auch Soforthilfen für Unternehmen mit 11 bis 30 Beschäftigten bis 30.000 Euro in Form eines Darlehens, sowie zusätzliche Zuschüsse bis zu 9.000 Euro.

Saarland

Das Saarland gewährt mit seinem Kreditprogramm für vom Coronavirus betroffene Unternehmen eine Aufstockung von 10 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro. Förderpartner sind die Landesregierung, die Hausbanken und die Saarländische Investitionsbank.

Kleinunternehmen können eine Soforthilfe bis zu 10.000 Euro abhängig von ihrem Jahresumsatz erhalten. Diese Soforthilfe wird für Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 400.000 Euro gewährt. Förderpartner ist das Wirtschaftsministerium.

Sachsen

Für Kleinunternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten und für Freiberufler will der Freistaat Sachsen als Förderungsangebot den Sachsenfonds einrichten. Förderpartner ist die Sächsische Aufbaubank. Die betroffenen Unternehmen können ein zinsfreies Darlehen bis zu 50.000 Euro, in Ausnahmefällen auch bis zu 100.000 Euro, in Anspruch nehmen.

Weiterhin bietet die Sächsische Aufbaubank eine Förderung mit Darlehen, Bürgschaften und Entschädigungen bei Verdienstausfällen. Das Volumen ist noch unbekannt.

Sachsen-Anhalt

Auch wenn in Sachsen-Anhalt im Vergleich mit anderen Bundesländern nur eine geringe Zahl an Menschen infiziert ist, bietet das Bundesland umfangreiche Fördermaßnahmen.

Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt hat einen Mittelstands- und Gründerfonds mit Mitteln zum Erhalt und zum Erwerb von Unternehmen aufgelegt. Das Volumen liegt bei 112 Millionen Euro.

Darlehen mit einem Volumen von insgesamt 94 Millionen Euro können von betroffenen KMU über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt beantragt werden. Sie werden über den KfW-Folgefonds gewährt.

Schleswig-Holstein

KMU in Schleswig-Holstein können als Förderungsangebot einen Mittelstandskredit von 25.000 Euro bis 250.000 Euro in Anspruch nehmen. Die Laufzeit kann bis zu 12 Jahren betragen. Eine tilgungsfreie Zeit von zwei Jahren ist möglich. Förderpartner ist die Investitionsbank Schleswig-Holstein.  Für Selbständige und Kleinunternehmer bietet der Bund Corona Soforthilfen in Form von Zuschüssen bis zu 9.000 Euro, bei bis zu 5 sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigten, und Züschüsse bis 15.000 Euro, bei bis zu 10 sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigten.

Thüringen

Thüringen hat einen Schutzschirm für Unternehmen und Beschäftigte angekündigt, mit dem die Landesregierung bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Unterstützung der Thüringer Wirtschaft bereitstellen will. Weiterhin ist ein Soforthilfeprogramm für Klein- und Kleinstunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten geplant. Unternehmen können abhängig von der Zahl der Beschäftigten eine Förderung bis zu 30.000 Euro erhalten.

Ein vereinfachter Zugang zu Bürgschaften wird über die Bürgschaftsbank Thüringen gewährt.

Ein Konsolidierungsfonds ermöglicht die Anhebung der Darlehenssumme auf 2 Millionen Euro. Gefördert werden können kleinere und mittlere Unternehmen. Die Thüringer Aufbaubank ist der Förderpartner.

Außerdem bieten wir von FinCompare Überbrückungskredite für solche Krisen an. Dabei erfolgt eine starke Hilfestellung durch unsere Finanzexperten, die Sie als Kunde an die Hand nehmen und ausführlich beraten.

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