Studie prognostiziert Bankensterben in Deutschland

Der deutsche Bankensektor: Starke Fragmentierung und Liquiditätsüberschüsse

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist der deutsche Finanzsektor stark fragmentiert, das heißt: Der Markt wird unter einer Vielzahl von kleineren Instituten aufgeteilt. Die großen Kreditinstitute haben bedeutend geringere Marktanteile als z.B. in Frankreich, Spanien oder Großbritannien.

Man kann dabei eine Unterteilung in drei Arten von Geldinstituten vornehmen: 1. Die öffentlich-rechtlichen Institute und Genossenschaftsbanken. Sie sollen die finanzielle Grundversorgung von Unternehmen und Privatkunden gewährleisten und arbeiten nicht rein gewinnorientiert. 2. Die großen Geldhäuser, beispielsweise Deutsche Bank, Hypo- Vereinsbank (Unicredit) oder Commerzbank sowie 3. eine Vielzahl spezialisierter Anbieter, die ihr Angebot auf spezifische Dienstleistungen und Marktsegmente beschränken.

Laut der Studie teilen sich die Anbieter dabei seit Jahren einen relativ konstantes Marktvolumen mit Erträgen von ungefähr 115 Milliarden Euro untereinander auf. Seit einigen Jahren drängen zunehmende ausländische Banken und innovative Startups (FinTechs) drängen in diesen Markt. Die traditionellen Geschäftsmodelle vieler Banken sind von dieser Entwicklung bedroht. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB (Europäische Zentralbank) bestehen zudem Liquiditätsüberschüsse, welche die Gewinnmargen der Banken senken.

Welche Folgen hat die fortschreitende Digitalisierung?

Die Digitalisierung verändert nachhaltig das Konsumentenverhalten und schafft Möglichkeiten für neue, innovative Geschäftsmodelle. Das bietet Chancen, birgt für Geldinstitute mit traditionellen Geschäftsmodellen aber auch Risiken. Der Bank Blog resümiert, dass die Rolle der Banken als umfangreiche Finanzintermediäre bedroht ist.

Die volkswirtschaftliche Funktion dieser Institute liegt darin, finanzielle Mittel effizient zu verteilen. Dafür gibt es diverse Finanzprodukte, durch deren Vermittlung die Banken Umsätze und Gewinne generieren. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Geschäftsmodelle ist, der Informationsvorsprung gegenüber der Nachfrageseite. Doch durch vermehrte Nutzung des Internets informieren sich viele Nutzer eigenständig. Und: Technologiekonzerne (z.B. Facebook, Google, Amazon oder Alibaba) könnten mit ihrer Marktmacht auch die Finanzbranche auf den Kopf stellen.

Onlineplattformen und neue Technologien gewinnen an Bedeutung

Die beschriebene Vermittlungsfunktion der Banken wird in Zukunft weiter an Bedeutung verlieren. Denn: Die neuen, innovativen Unternehmen verändern die Marktsituation erheblich. Es entstehen Onlineplattformen, die eine Vielzahl von Finanzdienstleistungen bündeln und das Marktangebot durch Anbietervergleiche für Kunden transparenter machen. Neue Technologien helfen, die Komplexität der Finanzwelt zu vereinfachen. Diese war bisher ein maßgeblicher Grund, warum die Konsumenten das Beratungsangebot von traditionellen Banken genutzt haben.

So ist es heute möglich, mit Hilfe von API-Anbindungen (Programmierschnittstellen) verschiedenste Finanzprodukte und Anbieter auf einer Onlineplattfom, sozusagen “unter einem Dach” zu vereinen. Das vereinfacht es für Kunden, das richtige Produkt und den besten Anbieter zu finden. Mit dem Einsatz von “Robo Advisory” können viele Beratungsprozesse zudem automatisiert werden, die vorher ressourcenaufwendig waren und die persönliche Beratung benötigten. Diese wird jedoch auch weiterhin wichtig bleiben. Zum einen erfordern besonders komplizierte Finanzgeschäfte weiterhin die kompetente und vertrauensvolle Beratung. Und: In finanziellen Fragen schätzen viele Menschen weiterhin die persönliche Beziehung zur Bank. Nur werden Umfang und Bedeutung geringer.

Ein Lösungsansatz für Banken: Die Nutzung neuer Technologien und Kooperationen mit Fintech-Startups

Die Ergebnisse der Oliver Wyman-Studie sollten auf jeden Fall kritisch hinterfragt werden, denn die Prognosen sind zum Teil sehr gewagt. Eines steht jedoch fest: Es besteht Handlungsbedarf, um als etabliertes Finanzinstitut nachhaltig erfolgreich zu sein und das prognostizierte “Bankensterben” zu überleben. Eine Möglichkeit ist, mit innovativen Anbietern, wie zum Beispiel FinCompare, zu kooperieren.

“Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu renommierten Banken und Finanzdienstleistern, sondern betrachten diese als wichtige Partner. Über unsere Vergleichsplattform für Finanzierungsfragen bieten wir Banken die Möglichkeit, neue Kundengruppen zu erreichen”,

so Stephan Heller, Gründer und Geschäftsführer bei FinCompare. Ein Beispiel: Die Überbrückung von räumlichen Disparitäten wird bedeutend einfacher. “Wenn Sie als Finanzdienstleister beispielsweise vorwiegend im Norden Deutschlands operieren, können Sie nun auch Unternehmen mit Finanzierungsbedarf ansprechen, die in einer anderen Region ansässig sind. Dafür ist die Digitalisierung bestens geeignet: Transparenz, Überwindung von räumlichen Grenzen und die Erschließung neuer Kundengruppen”, sagt Stephan Heller.

Der Mehrwert von FinCompare für Firmenkunden

Gleichzeitig macht FinCompare den unübersichtlichen Markt für Unternehmensfinanzierung transparenter – egal ob Liquidität oder Betriebsmittel benötigt werden, oder eine Investition zu tätigen ist. FinCompare hilft dabei, die am besten geeignete Finanzierungsform und den dazugehörigen Finanzierungspartner zu finden. Dabei sind viele Unternehmer überrascht, was für Alternativen es oftmals zu einem klassischen Kredit gibt: Hier erhalten Unternehmen einen Überblick, welche Finanzierungslösungen FinCompare vermittelt.