Leasing: Verschiedene Formen und ihre Vorteile

Leasing ist in der deutschen Wirtschaft eine beliebte Finanzierungsform. Über die Hälfte der “außenfinanzierten” Investitionen werden mittels Leasing realisiert - mehr als über Kredite.

Die Gründe dafür sind: Bilanzneutralität, Steuervorteile, die Schonung der Liquidität sowie die Planungssicherheit bei gleichzeitiger Möglichkeit flexibler Vertragsgestaltung.

Anteil von Leasing an außenfinanzierten Investitionen

Finanzierungs-Leasing oder Operating-Leasing

Der wesentliche Unterschied der beiden Leasing-Varianten ist, dass beim Finanzierungs-Leasing eine unkündbare Grundmietzeit, in der Regel 3-7 Jahre, festgelegt ist. Dies gilt sowohl für den Leasinggeber als auch den Leasingnehmer. Der Vorteil dieses Modells ist die gegebene Planungssicherheit für Investitionsvorhaben. Wenn hingegen Flexibilität bei der Nutzung eines Objektes große Relevanz hat, sollte Operating-Leasing in Betracht gezogen werden. Hier gilt jedoch zu beachten, dass auch der Leasinggeber das Vertragsverhältnis auflösen kann.

Bei beiden Formen des Leasing erfolgt die Bilanzierung beim Leasinggeber. Dies verkürzt die Bilanz des Unternehmens, welches den Service in Anspruch nimmt - was die Bonität bei Banken erhöhen kann.

Die wichtigsten Merkmale zusammengefasst:

Finanzierungsleasing Operating-Leasing
Lange Grundmietzeit Keine feste Grundmietzeit
Vertrag kann nicht innerhalb der Grundmietzeit gekündigt werden Vertrag kann in den meisten Fällen jederzeit gekündigt werden
Leasinggeber trägt das Kreditrisiko und nicht das Investitionsrisiko Der Leasinggeber trägt das Investitionsrisiko
Für anfallende Dienstleistungen wie Wartung, Reparatur etc. kommt der Leasingnehmer auf Für anfallende Dienstleistungen wie Wartung, Reparatur etc. kommt der Leasinggeber auf
Nach Ablauf der Grundmietzeit kann das Leasingobjekt gekauft oder zurückgegeben werden Nach Vertragsende wird das Leasingobjekt an einen neuen Leasingnehmer vermietet

Finanzierungs-Leasing mit Voll- oder Teilamortisation

Die Leasingraten setzen sich aus verschiedenen Kosten zusammen. Beispielhaft zu nennen sind dabei natürlich die Anschaffungskosten, Verwaltungskosten und Gebühren für die Gewährung des Service. Beim Vollamortisationsleasing werden die Kosten durch die während der Vertragslaufzeit gezahlten Raten komplett gedeckt, also amortisiert. Dies ist beim Teilamortisationsleasing nicht der Fall. In beiden Fällen gibt es die Möglichkeit, im Anschluss an die Laufzeit das jeweilige Objekt zu kaufen. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass im Vorhinein keine Kaufoption vereinbart wird. Denn: Leasing mit Kaufoption führt bei Unternehmen zu Steuernachteilen, da die Bilanzierung nun beim Leasingnehmer erfolgt. Eine Sonderform bei Mobilien ist Kilometerleasing. Hier wird festgelegt, wie viele Kilometer während der Vertragslaufzeit zurückgelegt werden dürfen.

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