Optimaler Finanzierungsmix für Firmen: simpel Geld sparen

Finanzierungsplan

Ein Finanzierungsplan ist immer eine Grundvoraussetzung, wenn es um eine solide Finanzierung geht. Ein solcher Plan setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, sodass sich ein Finanzierungsmix ergibt. Die Basis bildet in der Regel das eigene Kapital, dazu kommt dann noch ein Kredit. Bei der Finanzierung eines Autos kann auch Leasing ein Teil des Finanzierungsmix darstellen. Eine Finanzierung zusammenstellen hilft vor allem bei großen Anschaffungen, den Überblick zu behalten. Da viele Aspekte beachtet werden müssen, kann es durchaus hilfreich sein, wenn ein Finanzberater den Plan erarbeitet.

Wann ist ein Finanzierungsmix sinnvoll?

Jeder, der ein Haus baut, weiß, wie komplex eine Finanzierung sein kann. Bei einer Immobilienfinanzierung ist ein Finanzierungsmix auf jeden Fall sinnvoll, weil kaum jemand ein Haus komplett aus der eigenen Tasche oder vollständig über einen Kredit finanziert. Ein Finanzierungsmix für eine Immobilienfinanzierung könnte aus rund zehn Prozent Eigenkapital und 90 Prozent Bankkredit bestehen. Viele kennen einen Finanzierungsmix auch vom Autokauf, hier gibt es ebenfalls unterschiedliche Möglichkeiten der Finanzierung. Eine hohe Anzahlung mit einer niedrigen Schlussrate ist nur eine Variante. Wie beim Immobilienkredit, so sind auch beim Autokauf Eigenkapital und ein Kredit bei der Bank die bekannteste Mischung aus zwei Finanzierungsoptionen. Sinnvoll ist ein solcher Mix für alle, die ein Auto oder ein Haus nicht komplett über einen Kredit finanzieren wollen.

Der Finanzierungsmix für Firmen und Unternehmen

Wie sieht der ideale Finanzierungsmix für Unternehmen und Firmen aus? Bei der Finanzierung von bestimmten Projekten oder Anschaffungen stellt sich für viele Firmen die Frage, wie sie die Finanzierung zusammenstellen sollen. Im Fokus stehen dabei immer die Besonderheiten und die Bedürfnisse, auf die ein Finanzierungsmix abgestimmt wird. Eine allgemeine oder standardisierte Zusammenstellung der Finanzierung gibt es leider nicht, jeder Finanzierungsplan ist individuell. Zu einem Finanzierungsmix bei Unternehmen kann auch ein Bankkredit gehören. Eine andere Komponente ist das sogenannte Factoring, das bei vielen Unternehmen sehr beliebt ist. Eine dritte Option ist die sogenannte Mezzanine-Finanzierung, die sich immer dann als Teil einer Finanzierung anbietet, wenn es um größere Summen geht. Weniger bekannt ist Direct Loans, eine besondere Art von Kreditfonds, die nicht von den Banken vergeben werden.

Die richtige Mischung

Anders als bei Privatpersonen spielt beim Finanzierungsmix für Unternehmen die Bonität eine eher untergeordnete Rolle. Hier ist nicht der positive Bescheid über die Kreditwürdigkeit wichtig, sondern wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg der geplanten Investition. Während Privatleute für die Immobilienfinanzierung oder für den Kredit beim Autokauf zu einer Bank gehen, nutzen viele Firmen zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten, die schneller und effizienter sind als der Kredit bei der Bank. Das gilt unter anderem für die Direct Loans, die nicht so sehr an die gesetzlichen Auflagen in Deutschland gebunden sind. Dafür liegen die Zinsen weit über denen eines Bankkredits, auch deshalb, weil es keine Bonitätsprüfungen gibt. In den letzten Jahren haben die Direct Loans jedoch in zunehmendem Maße an Bedeutung verloren. Junge Unternehmen verlassen sich bei ihrem Finanzierungsmix lieber auf Crowdfunding oder versuchen ihr Glück an der Börse.

Factoring – ein wichtiger Teil beim Finanzierungsmix

Das sogenannte Factoring gehört zu den gängigen Methoden, wenn es um einen ausgewogenen Finanzierungsmix für Unternehmen geht. In der Regel findet das Factoring innerhalb eines Rahmenvertrages statt und im Mittelpunkt steht der regelmäßige Ankauf von Forderungen. Das Unternehmen verkauft dabei eine noch offen stehende Rechnung, also eine Forderung, die noch gegen einen Kunden besteht, an ein anderes Unternehmen. Diese offene Rechnung ist dann im Besitz des Factoring-Unternehmens, was sie nun gegenüber dem Kunden geltend macht. Da es nicht selten in den Kompetenzen und Tätigkeiten Schnittmengen zu einem Inkassounternehmen gibt, werden die Dienstleistungen im Inkassobereich und das Factoring oftmals aus einer Hand angeboten.

Die weiteren Komponenten des Factorings

Neben dem reinen Ankauf von Forderungen gibt es noch andere Komponenten des Factorings. Ein sehr wichtiges Kriterium ist hier das sogenannte Delkredere. In der Finanzwelt ist das die Übernahme einer Garantie für die Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Schuldners für das Factoring-Unternehmen. Wenn der Kunde also letztendlich gar nicht zahlt, ist das immer das Risiko des Factors. Auch die Vorfinanzierung einer Forderung ist ein wichtiger Teil des Factorings. Wenn ein Unternehmen eine berechtigte Forderung gegen einen Kunden hat, kann es mitunter sehr lange dauern, bis die Zahlung endlich fällig wird. Im Rahmen eines Factoring-Vertrags gibt es diese Wartezeit nicht mehr, da der Factor die Forderungen an den Kunden vorfinanziert. Für einen wohldurchdachten Finanzierungsmix ist das von entscheidender Bedeutung, denn das Unternehmen erhält sofort sein Geld und nicht erst nach 30 oder mehr Tagen. Üblich sind Vorfinanzierungsraten zwischen 80 und 90 Prozent. Den Rest bekommt das Unternehmen, wenn der Schuldner bezahlt hat.

Welche Vorteile hat das Factoring?

Wenn es um einen ausgewogenen Finanzierungsmix geht, ist Factoring eine gute Wahl. Unternehmen in allen Größenordnungen können mittels Factoring ihre Liquidität erhöhen und haben auf diese Weise sofort Geld zur Verfügung. Sie müssen nicht mehr auf die Zahlung ihrer Forderungen warten, sondern verfügen schnell über das Geld für neue Investitionen. Das hat gleich mehrere positive Effekte. Ist die Liquidität eines Unternehmens gut, dann verbessert sich nicht nur die Eigenkapitalquote, sondern ebenfalls die Bilanz sowie langfristig auch die Kreditwürdigkeit. Falls das Unternehmen einen Kredit benötigt, wirkt sich das auch günstig auf das Factoring aus. Zudem schützt Factoring vor einem Forderungsausfall, denn für den Fall, dass der Kunde nicht zahlt, hat der Factor den Verlust und nicht das Unternehmen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass außerdem noch Fixkosten gespart werden können. Sowohl die Debitorenbuchhaltung als auch das Mahnwesen inklusive kostspieliger Mahnverfahren ist Sache des Factors. Das Unternehmen muss weder Zeit noch Mitarbeiter oder Ressourcen aufbringen.

 

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Finanzierungsmix: mit Crowdfunding Projekte finanzieren

Wenn junge Unternehmen einen Finanzierungsmix auf die Beine stellen möchten, entscheiden sie sich nicht selten für Crowdfunding. Vor allem in der Start-up-Szene ist das Crowdfunding ein fester Bestandteil des Finanzierungsmixes. Für junge Unternehmen ist es heutzutage nicht immer einfach, den passenden Kredit zu bekommen. Um sich Probleme zu ersparen, entscheiden sich viele Gründer daher für die Möglichkeit des Crowdfunding. Mit der Hilfe dieses besonderen Darlehens lassen sich Projekte, Ideen und auch Produkte schnell und einfach finanzieren. Beim Crowdfunding gibt es nicht nur Kreditgeber, sondern gleich mehrere. Ein Produkt oder ein Projekt lässt sich mit einer sogenannten Schwarmfinanzierung verwirklichen. Crowdfunding lässt sich besonders einfach mit der Hilfe des Internets in die Tat umsetzen. In der Regel gibt es im Vorfeld eine definierte Mindestsumme, die in einem ebenfalls vorher festgelegten Zeitraum erreicht werden muss, damit das Projekt oder Produkt finanziert werden kann. Wird die vom Kreditnehmer anstrebte Summe nicht erreicht, bekommen alle Kreditgeber ihr Geld zurück. Sollte es hingegen gelingen, das Projekt zu finanzieren, dann bekommen alle Kreditgeber eine Gegenleistung vom jeweiligen Projektinitiator. Diese Gegenleistung kann ganz unterschiedliche Formen haben, besonders beliebt sind jedoch Beteiligungen an einem kommerziellen Projekt.

So klappt es mit dem Crowdfunding

Junge Unternehmen, die sich bei einem Finanzierungsmix für das Crowdfunding entscheiden, unterschätzen oft die Faktoren, die für ein erfolgreiches Crowdfunding wichtig sind. Dazu gehört unter anderem auch eine starke Werbekampagne. Wer Geld haben will, der muss auf sich aufmerksam machen, denn ohne einen entsprechenden Bekanntheitsgrad gibt keine Investitionen. Ebenso wie bei einem erfolgreichen Marketing, sollte ein junges Unternehmen für einen Erfolg gleich mehrere Komponenten ins Auge fassen.

Starke Werbekampagne für erfolgreiches Crowdfunding

Zu nennen sind da zum Beispiel die eigene Webseite und vielleicht auch ein Blog. Alle Aktivitäten in den sozialen Netzwerken sollten sich nur noch der Crowdfunding Kampagne widmen. Wenn es eine thematische Nähe gibt, bieten auch TV, Printmedien oder das Radio gute Möglichkeiten, um für die Crowdfunding Idee zu werben. Besonders wichtig ist jedoch ein funktionierendes Netzwerk und, die direkte Hilfe, um die eigene Finanzierungsidee bei möglichst vielen potenziellen Investoren bekannt zu machen.

Mezzanine-Kapital – die ideale Finanzierung für den Mittelstand

Nach den internationalen Finanzkrisen in den Jahren 2001 und 2008 haben sich die Regeln für die Vergabe von Krediten an Unternehmen noch einmal verschärft. Diese Regeln betreffen vor allem die Quote für das Eigenkapital und das hat dem sogenannten Mezzanine-Kapital neue Attraktivität verliehen. Immer mehr Unternehmen, vor allem aus dem Mittelstand, die nach einem günstigen Finanzierungsmix suchen, wählen das Mezzanine-Kapital für die Finanzierung von neuen Projekten. Das Wort Mezzanine stammt ursprünglich aus der Architektur. In Italien spricht man immer noch von einem Mezzanine, wenn ein Zwischengeschoss gemeint ist. In der Welt der Finanzen bedeutet Mezzanine eine Art Zwischenstellung oder eine Mischform aus eigenem und fremdem Kapital. Unternehmen können mit einer Mezzanine-Finanzierung auf der einen Seite, ganz ähnlich wie beim Eigenkapital, mit dem Kreditgeber Genussrechte oder nur eine stille Beteiligung vereinbaren. Auf der anderen Seite gibt es noch das partiarische oder auch das nachrangige Darlehen. In diesem Fall wird die Mezzanine-Finanzierung zu fremdem Kapital und taucht so als Verbindlichkeit in den Bilanzen auf.

Wie kommen die Unternehmen an Mezzanine-Kapital?

Unternehmen, die sich für eine Mezzanine-Finanzierung interessieren, müssen nicht zu einer Bank gehen, es gibt andere Wege für diese Form der Kapitalbeschaffung. Beispielsweise sind das unter anderem sogenannte Private-Equity-Gesellschaften. Darunter versteht man den Zusammenschluss von mehreren Investoren, die in ein mittelständisches Unternehmen investieren möchten. In der Regel agieren diese Gesellschaften unabhängig von den Banken. Eine weitere Möglichkeit sind Mezzanine-Fonds, an denen sich ganz unterschiedliche Geldgeber beteiligen. Sie müssen der Verwaltung der Fonds eine Gebühr bezahlen, was übrigens auch für die Kreditnehmer gilt. Die dritte Alternative sind private Investoren, die sich zusammenfinden, um ein Mezzanine-Kapital bereitzustellen. Ansonsten gibt es noch die Unternehmensbeteiligungsgesellschaften. Dabei handelt es sich um Gesellschaften, die nur zu dem Zweck gegründet wurden, um eine Beteiligung an Anteilen oder Genussscheinen zu übernehmen.

Überzeugen können

Wer Geld von anderen Menschen haben möchte, muss überzeugen können, dass das Geld auch immer gut angelegt ist. Das ist bei einer Mezzanine-Finanzierung nicht anders, denn der Kreditgeber muss von den vielen Vorteilen einer solchen Finanzierung überzeugt werden. Ein Unternehmen muss solide sein, da die Kapitalgeber für das Mezzanine-Projekt keinerlei Einfluss auf die Leitung des Unternehmens haben und immer vom Erfolg eines Unternehmens abhängig sind. Viele Unternehmen nutzen eine Mezzanine-Finanzierung, um die Quote für ihr Eigenkapital zu erhöhen. Nur dann ist es möglich, auch einen passenden, nicht zu teuren Kredit bei der Bank zu bekommen. Besonders kleinere und mittelständische Unternehmen brauchen günstige Kredite, um in neue Projekte oder in die Infrastruktur investieren zu können. Das erhöht letztendlich wieder den Gewinn und auf diese Weise gehen keine Arbeitsplätze verloren. Für die Kreditgeber bei einer Mezzanine-Finanzierung kann es eine sehr attraktive Rendite geben, wenn sie sich zum Beispiel am Gewinn über einen partiarischen Kredit beteiligen.

Die Kapitalbeschaffung in der Unternehmenspraxis

Für das Mezzanine-Kapital gibt es ein Mindestvolumen, das zwischen einer halben Million und zwei Millionen Euro liegt. Die Höhe der Summe liegt jedoch beim Kreditgeber, möglich ist, dass auch kleinere Summen zur Verfügung gestellt werden. Das ist immer dann von Interesse, wenn das Mezzanine-Kapital ein Teil bei einem Finanzierungsmix ist. Wie groß die Summe letztendlich ist, orientiert sich in der Regel an den möglichen Renditen, die sich der Geldgeber ausrechnet. Eine Mezzanine-Finanzierung bedeutet immer, ein höheres Risiko einzugehen, als das bei anderen vergleichbaren Finanzierungen der Fall ist. Meist werden keine Sicherheiten hinterlegt, daher muss der Geldgeber selbst die Initiative ergreifen und sich sehr genau über den Kreditnehmer informieren. Eine solche Überprüfung kostet zum einen viel Geld und zum anderen auch sehr viel Zeit. Damit sich eine solche Investition überhaupt lohnt, sollte die Summe, die finanziert wird, auch möglichst hoch sein.

Die Vor- und Nachteile

Ein sehr großer Vorteil der Mezzanine-Finanzierung ist die große Flexibilität, denn die Vertragspartner können frei über die Laufzeit und auch über die Modalitäten bei der Kündigung entscheiden. Zudem entscheiden die Partner immer individuell, wenn es um die Rückzahlung geht. Ein weiterer Vorteil ist, dass es keine Abhängigkeiten gegenüber einer Bank gibt und auch die bessere Eigenkapitalquote spricht für diese Form der Finanzierung. Für ein Unternehmen ist ebenfalls von Vorteil, dass es weniger Abhängigkeit von einer Bank gibt. Das Unternehmen kann sich von der Bank lösen und muss keinen teuren Kredit zu den Konditionen der Bank mehr in Anspruch nehmen. Jedoch gibt es auch Nachteile. Hierzu gehören unter anderem die hohen Kosten. Die Zinsen für die Kreditnehmer sowie auch die Kosten für den Kredit sind deutlich höher, als das bei einer anderen Finanzierung der Fall ist. Die Reduzierung des Gewinns ist ein weiterer Nachteil bei einer Mezzanine-Finanzierung, das Unternehmen kann nicht vor einer Wertsteigerung profitieren. Dazu ist diese Finanzierung zu risikoreich.