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Automobilbranche

Mobil in die Zukunft - Aktuelle Branchentrends und Finanzierungsmöglichkeiten

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Finanzierung in der Automobilwirtschaft

Die Automobilwirtschaft – manchmal als Automotive bezeichnet – ist der größte Industriezweig in Deutschland und ein Export-Motor. Rund 480.000 Menschen hierzulande sind unmittelbar in der Automobilherstellung tätig, mehr als 300.000 in der Zulieferindustrie. 2017 liefen in der Bundesrepublik mehr als 5,6 Mio. Fahrzeuge vom Band, im Ausland wurden von deutschen Herstellern 10,8 Mio. Autos produziert. Auch 2018 dürften sich die Zahlen in ähnlichen Größenordnungen bewegen. Mit über 400 Mrd. Euro Umsatz im Jahr sind die Automobilhersteller ein Schwergewicht. Hinzu kommen nochmals rund 80 Mrd. Euro Umsatz durch Automobilzulieferer. Weitere Branchen wie Autohandel, Autovermietung oder Kfz-Werkstätten hängen ebenfalls vom Automobil ab. Die PKW-Herstellung ist unter dem Dach der großen Autokonzerne BMW, Daimler, Ford, Group PSA (Opel) und VW konzentriert. Die Zulieferindustrie ist dagegen „kleinteiliger“ organisiert. Hier reicht die Bandbreite von international tätigen Konzernen bis zum industriellen Mittelstand. Ausgesprochen mittelständisch geprägt sind die vielfältigen Auto-Dienstleistungen.

Aktuelle Trends in der Automobilindustrie

Experten gehen davon aus, dass der PKW-Bestand auch in den kommenden Jahren auf dem hohen Niveau von rund 46 Mio. Fahrzeugen bleiben wird. Allerdings steht die Branche vor einem grundlegenden Wandel. Der ‚klassische‘ Verbrennungsmotor als Antriebsform wird an Bedeutung verlieren. Bis 2040 soll jedes dritte Auto in Deutschland über alternative Antriebe verfügen und der Anteil der Elektroautos auf 20 Prozent steigen. Die Zukunft des Diesels steht angesichts von Abgasskandalen und der aktuellen Fahrverbotsproblematik in den Sternen. Heute liegt der Diesel-Anteil am Fahrzeugbestand noch bei einem Drittel. Neue Antriebe und die Digitalisierung verändern die gewohnten Produktions- und Zulieferprozesse gravierend. Weitere Bedrohungspotentiale ergeben sich durch internationalen Wettbewerb, Handelsstreitigkeiten und neue Nutzungsformen wie Carsharing. Automatisierung und Vernetzung werden sowohl die Automobilproduktion (Stichwort Industrie 4.0) als auch die Fahrzeuge selbst (Autonomes Fahren, intelligente Fahrassistenz) beeinflussen.

Aktuelle Trends und Entwicklungen der Automobilbranche im Überblick:

  • Diesel-Problematik belastet den Autoabsatz nachhaltig; Einbruch der Diesel-Verkäufe um mehr als ein Viertel
  • US-Strafzölle und Handelsstreitigkeiten bedrohen potentiell den Exporterfolg der deutschen Autoindustrie
  • Elektromobilität steht erst am Anfang (rund 53.000 zugelassene Fahrzeuge 2018); zukünftiger Aufwärtstrend
  • Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz werden angesichts von Klimawandels noch stärker gefordert
  • Das intelligente und vernetzte Auto wird immer mehr zum Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb

Die Treiber in der Automobilbranche

Elekrisches Auto an Ladestation

Anforderungen durch Klimawandel

PKWs sind für mehr als 60 Prozent der CO2-Emissionen im Verkehr verantwortlich. Diesel-PKW stehen für drei Viertel der Stickoxid-Emissionen. Abgasnormen werden Fahrzeug-Emissionen künftig noch stärker reglementieren. Umweltstandards werden damit zur wesentlichen Rahmenbedingung für Fahrzeugentwicklung und -verkauf. Sie treiben die Entwicklung umweltfreundlicherer Verbrennungsmotoren und alternative Antriebe voran.

Ingenieur verwendet Tablet um Produktion von Autoteilen zu beobachten

Digitalisierung und Vernetzung

Nahezu alle Neufahrzeuge sind heute schon mit Fahrassistenzsystemen ausgestattet. Die Möglichkeiten der intelligenten Vernetzung sind allerdings längst nicht ausgeschöpft. Autonomes Fahren befindet sich noch im Versuchsstadium. Die Anwendung künstlicher Intelligenz wird die Fahrzeugnutzung stark verändern. Sie eröffnet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Fahrsicherheit, Fahrkomfort und nimmt Fahrern zunehmend Aufgaben ab.

Designer skizziert neue Automodelle

Neue Formen der Fertigung

Die Herstellungsprozesse in der Automobilindustrie (Stichwort Fließband) sind rund 100 Jahre alt. Elektroautos erfordern aber ganz andere Fertigungsverfahren. Während für einen Vierzylinder ca. 100 Komponenten erforderlich sind, besteht ein E-Motor nur aus 25 Komponenten. Das eröffnet Rationalisierungspotentiale, gleichzeitig werden neue Fertigungen benötigt – zum Beispiel im Bereich Batterien und Brennstoffzellen. Die Autofertigung verändert sich dadurch grundlegend, aber auch die Zulieferung.

Fördermittel für die Automobilbranche

Öffentliche Förderprogramme richten sich überwiegend an kleine und mittlere Unternehmen. Daher scheiden die meisten Fördermittel für die großen Hersteller von vornherein aus. Wirtschaftsförderung findet in diesem Bereich auf politischer Ebene jenseits der üblichen Förderlandschaft statt. In der Zulieferindustrie können zahlreiche Förderprogramme genutzt werden, die Investitionen in Maschinen oder Gebäude mit günstigen Krediten finanzieren. Interessant für die Automobilwirtschaft sind einige spezielle Programme, mit denen Forschung und Entwicklung, technische Innovationen oder neue Formen der Mobilität gefördert werden. Ein Beispiel dafür ist das Programm „Automatisiertes und vernetztes Fahren auf digitalen Testfeldern in Deutschland“ des Bundesverkehrsministeriums oder das Programm „Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Häufig findet die Förderung eher indirekt statt, indem der Kauf von E-Autos finanziell unterstützt wird oder indem die Hersteller aktuell über ‚Dieselprämien‘ selbst Anreize zum Austausch von Dieselfahrzeugen geben.

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