Fachkräfteeinwanderungsgesetz 2020: Lösung des Personalproblems deutscher Unternehmen?

Eine große Herausforderung für den deutschen Mittelstand stellt der Fachkräftemangel dar. Viele kleine und mittelständische Unternehmen hoffen auf das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das ab März 2020 in Kraft tritt.
Es soll Fachkräften aus Drittstaaten die Arbeit in Deutschland erleichtern. Fachkräfte mit einer ausländischen Qualifikation in den verschiedensten Berufen können nach dem neuen Gesetz einen Aufenthaltstitel oder ein Visum zur Beschäftigung in Deutschland erhalten.

Der deutsche Mittelstand braucht Fachkräfte aus dem Ausland

Der Fachkräftemangel trifft den deutschen Mittelstand besonders hart. Mittelständische Unternehmen haben es oft schwer, geeignetes Personal für ihre offenen Stellen zu finden. Erschwerend kommt hinzu, dass solche Unternehmen oft in der Provinz angesiedelt sind und keinen hohen Bekanntheitsgrad haben. Da die junge Generation häufig vom Land in die Städte zieht, ist es schwierig junge Ingenieure oder Fachkräfte für andere Bereiche wie die Chemie oder den IT-Bereich zu finden.

Der Fachkräftemangel kann auch an der Branche oder an der Berufsgruppe liegen. Während in einigen Branchen kein Fachkräftemangel herrscht und genügend Bewerber mit der entsprechenden Qualifikation vorhanden sind, fehlt es in anderen Branchen an qualifizierten Bewerbern.
Seit der verstärkten Einwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland ab 2015 wird kontrovers darüber diskutiert, ob die offenen Stellen mit Geflüchteten besetzt werden können. Viele der Geflüchteten haben inzwischen einen Job oder eine Ausbildungsstelle gefunden.

Da sich viele Unternehmen von den Ausländerbehörden und der Politik alleingelassen fühlen, wurde am 7. Juni 2019 das Fachkräfteeinwanderungsgesetz beschlossen. Der Arbeitsmarktzugang für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten soll damit erleichtert werden.

Mittelstand hat die größten Probleme bei der Stellenbesetzung

Ein Fachkräftemangel liegt vor, wenn eine bedeutende Anzahl an Arbeitsstellen für Menschen mit bestimmten Fähigkeiten nicht besetzt werden kann, da es auf dem Arbeitsmarkt an Fachkräften mangelt. Die Bundesagentur für Arbeit spricht in diesem Zusammenhang nicht von einem generellen Fachkräftemangel in Deutschland. Auch Michael Hüther, der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, sieht noch keinen flächendeckenden Fachkräftemangel.

Einige Kritiker äußern, dass es aufgrund der bestehenden Arbeitslosigkeit es genügend Bewerber gäbe. Diese Bewerber bringen jedoch nicht die erforderliche Qualifikation mit. In Umfragen wird der Fachkräftemangel als das größte Problem mittelständischer Unternehmen genannt.
Mit verschiedenen Methoden versuchen einige Mittelständler daher, geeignete Fachkräfte zu finden:

  • Motivation der Mitarbeiter, auf das Fahrrad umzusteigen, im badischen Unternehmen FSM. Das Unternehmen wünscht sich motiviertere und gesündere Arbeitnehmer.
  • Kooperation des Spezialisten für Oberflächentechnik, Kußmaul, mit anderen Unternehmen und mit örtlichen Fußballclubs im Stuttgarter Raum.
  • Mittelfristige Gewinnung neuer Mitarbeiter im Softwarehaus Veda durch Zusammenarbeit mit einem Innovation-Lab mit ständig wechselnden Werkstudenten.
  • Duale Ausbildung von Mechatronikern sowie Industrie- und Werkzeugmechanikern durch die Schuler Group an ihrem Standort in Mexiko.

Häufig nutzen mittelständische Unternehmen auch Online-Jobbörsen, um dort Fachkräfte zu gewinnen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Mitarbeiterbindung mit verschiedenen Anreizen, um Fachkräfte langfristig im Unternehmen zu halten.

Bei vielen mittelständischen Unternehmen sind Initiativbewerbungen willkommen. Die Bewerber bringen häufig ein hohes Maß an Motivation mit. Viele Unternehmen bilden ihre Fachkräfte selbst aus. Nicht immer gelingt es, die Ausbildungsplätze zu besetzen. In jedem dritten Betrieb wurden 2018 Ausbildungsplätze nicht besetzt.

Studie DIHK: Fast jedes 2. Unternehmen (49%) kann offene Stellen nicht längerfristig besetzen, aufgrund fehlender Fachkräfte

Eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) von 2019 mit über 23.000 Unternehmen ergab, dass 49 Prozent der Unternehmen ihre offenen Stellen längerfristig nicht besetzen können. Das ist ein Prozent mehr als im Vorjahr.

In mittleren Unternehmen sind die Stellenbesetzungsschwierigkeiten am größten. Die Probleme verstärken sich jedoch bei Großunternehmen. Viele Bewerber betrachten die Großunternehmen als attraktive Arbeitsplätze. Die Großunternehmen haben bessere Möglichkeiten für das Recruiting. Da sie dennoch keine geeigneten Mitarbeiter für ihre offenen Stellen in den eigenen Reihen und unter den Bewerbern finden, ist das u.a. ein Indiz für den zunehmenden Fachkräftemangel.

Suche nach qualifizierten Mitarbeitern

Gemäß der Studie des DIHK suchen 49 Prozent der Unternehmen mit Stellenbesetzungsschwierigkeiten erfolglos nach Arbeitskräften mit dualer Ausbildung. Von den befragten Unternehmen sind das 23 Prozent. In 38 Prozent der Unternehmen mit Stellenbesetzungsschwierigkeiten mangelt es an Meistern und Fachwirten. Die Zahl von jährlichen Absolventen mit solchen Abschlüssen ist im Vergleich zu Absolventen mit Ausbildung oder Studium deutlich geringer. In jedem dritten Unternehmen mit Stellenbesetzungsschwierigkeiten werden erfolglos Hochschulabsolventen gesucht.

Auch Menschen ohne Berufsabschluss sind nicht ohne Chancen am Arbeitsmarkt. Das beweisen 30 Prozent der Unternehmen mit Stellenbesetzungsschwierigkeiten, die auch Personal ohne Abschluss einstellen. Chancen für diese Unternehmen könnte das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz bringen. Laut der Studie der DIHK sind kleinere und mittlere Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern am häufigsten vom Fachkräftemangel betroffen. Von ihnen suchen 50 Prozent nach Mitarbeitern mit einer dualen Ausbildung.

Fehlende Bewerber als Hauptursache

Die Hauptursache für die unbesetzten Stellen sind gemäß der Studie des DIHK fehlende Bewerber. Der Mangel an Bewerbern trifft 71 Prozent der Unternehmen mit Stellenbesetzungsschwierigkeiten. Betroffen sind Unternehmen aller Größenklassen. Ein weiteres Problem ist für sechs von zehn der betrachteten Unternehmen die unpassende Qualifikation. Industrieunternehmen und technikorientierte Branchen sind am stärksten betroffen.

Für 37 Prozent der betrachteten Unternehmen sind die Forderungen der Bewerber zu hoch. Um als Unternehmen für Fachkräfte attraktiv zu werden, kommt es neben einer attraktiven Entlohnung auf eine Vielzahl weiterer Maßnahmen an. Das verursacht hohe Kosten für die Unternehmen. Hinzu kommt für verschiedene Unternehmen die fehlende Standortattraktivität. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz könnten viele dieser Probleme gelöst werden.

Chance für KMUs: Mehr als die Hälfte der Unternehmen ist offen gegenüber Fachkräften aus dem Nicht-EU-Ausland

Für über die Hälfte der Unternehmen könnte das Fachkräfteeinwanderungsgesetz eine Bereicherung darstellen. Wie die Studie des DIHK zeigt, sind mehr als die Hälfte der Unternehmen offen gegenüber Fachkräften aus dem Nicht-EU-Ausland. Aus Sicht der Unternehmen sind vorrangig bessere Sprachkenntnisse hilfreich für diese Einstellung. Oft wünschen sich die Unternehmen mehr Unterstützung in diesem Prozess und ein einfacheres administratives Zuwanderungsverfahren. Die Fachkräftesicherung der Unternehmen könnte durch eine Vereinfachung der zuwanderungsrechtlichen Regeln unterstützt werden.

Empfehlungen des DIHK zur Integration ausländischer Fachkräfte

Der DIHK sieht in der Integration von Flüchtlingen eine langfristige Herausforderung für die Unternehmen. Voraussetzung für die Nutzung des Potentials von Geflüchteten ist der Spracherwerb, vor allem berufsbezogen. Unternehmen, die Geflüchtete einstellen möchten, benötigen Beratung und Unterstützung. Die Qualifikationen der Geflüchteten müssen verbessert werden.
Der DIHK empfiehlt eine Erleichterung der Zuwanderung von Personen mit entsprechenden Qualifikationen aus den Nicht-EU-Ländern. Hier setzt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz der Bundesregierung an. Mit der Erleichterung der Zuwanderung plädiert der DIHK für

  • Verbesserung der gesetzlichen Regelungen,
  • Förderung des Spracherwerbs der Fachkräfte,
  • schnelle und unbürokratische Verfahren,
  • Marketingmaßnahmen im Ausland und
  • Unterstützung der Betriebe und der ausländischen Fachkräfte im Zuwanderungsprozess.

Fachkräfteeinwanderungsgesetz ab März 2020: Qualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schafft den rechtlichen Rahmen für die gezielte Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten. Die Fachkräfte, die von Unternehmen aufgrund des Personalmangels und der fehlenden Bewerber dringend benötigt werden, sollen nach Deutschland kommen können. Hochschulabsolventen werden ebenso angesprochen wie Personen mit einer qualifizierten Berufsausbildung.

Das ab März 2020 geltende Gesetz erleichtert nicht den Zuzug von Personen mit keiner oder nur einer geringen Qualifikation. In einem Anerkennungsverfahren wird vor der Einreise eines Ausländers nach Deutschland dessen Abschluss auf Gleichwertigkeit überprüft.

Die Vorrangprüfung für eine qualifizierte Beschäftigung wird mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz aufgehoben. Für den Zugang zu einer Berufsausbildung gilt sie weiterhin. Vor jeder Einstellung einer Fachkraft aus einem Nicht-EU-Staat muss künftig nicht mehr festgestellt werden, ob auch ein geeigneter Bewerber aus dem Inland oder einem EU-Staat verfügbar ist. Mit der im Gesetz enthaltenen Verordnungsermächtigung kann die Vorrangprüfung bei einer Veränderung der Situation am Arbeitsmarkt schnell wieder eingeführt werden.

Qualifikationen müssen überprüft werden

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz beschränkt sich nicht auf Engpassberufe. Wird der deutsche Arbeitsmarkt für ausländische Arbeitskräfte geöffnet, sind die Qualifikation und der wirtschaftliche Bedarf von Bedeutung. Eine Fachkraft muss über ein konkretes Angebot für einen Arbeitsplatz verfügen. Zusätzlich muss die berufliche Qualifikation gleichwertig mit der einer Fachkraft sein.

Die Prüfung der Qualifikation sichert nicht nur, dass keine Personen mit mangelnder Qualifikation nach Deutschland kommen. Sie dient auch der Verhinderung von Lohndumping und der Sicherung einer angemessenen Bezahlung für die ausländischen Arbeitskräfte. Jedes Bundesland soll zur Überprüfung der Qualifikation eine zentrale Ausländerbehörde oder eine Clearing-Stelle einrichten.

Berufsanerkennungsverfahren und Anpassungsqualifizierung in Handwerk und Industrie

Bereits im Ausland wird das Berufsanerkennungsverfahren eingeleitet. Zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland ist dieses Verfahren abgeschlossen. In den Drittstaaten gibt es für viele duale Ausbildungsberufe keine vergleichbaren formalen Abschlüsse. Daher können viele Ausländer, die im Rahmen des neuen Gesetzes nach Deutschland kommen, nur eine Bestätigung einer teilweisen Gleichwertigkeit erhalten. Die vollständige Gleichwertigkeit können diese Personen in Anpassungsqualifizierungen in Deutschland erhalten. Diese Anpassungsqualifizierungen sind zumeist mit betrieblichen Praxisphasen verbunden.

Im Rahmen der Anpassung der vorhandenen Qualifikation können die Personen aus dem Ausland maximal zehn Stunden wöchentlich in einem Betrieb beschäftigt werden. Diese Beschäftigung kann zur Probe dienen. Der Arbeitgeber und die ausländische Fachkraft können während des Probearbeitsverhältnisses testen, ob ein langfristiges Arbeitsverhältnis infrage kommt.

Ausnahme für IT-Spezialisten

Eine Ausnahme gilt für IT-Spezialisten. Sie müssen über mindestens drei Jahre Berufserfahrung verfügen und ein Gehalt von mindestens 4.020 Euro im Monat erzielen. Der Kenntnisstand der Bewerber wird im Rahmen von Vermittlungsabsprachen mit der Bundesagentur für Arbeit geprüft. In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit kann geprüft werden, welche Qualifikationsmaßnahmen für die Anerkennung noch benötigt wird. Jährlich wird die Gehaltsgrenze angepasst.

Voraussetzungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes für Bewerber aus dem Ausland

Gemäß dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz müssen die Bewerber aus dem Ausland einige Voraussetzungen erfüllen.

  • Die aus dem Ausland einreisenden Bewerber müssen nachweisen, dass sie während ihres Aufenthalts in Deutschland ihren Lebensunterhalt und gegebenenfalls den Lebensunterhalt der mitreisenden Familienangehörigen selbst sichern können.
  • Bewerber, die älter als 45 Jahre sind, müssen außerdem mindestens 3.685 Euro im Monat verdienen oder den Nachweis einer angemessenen Altersvorsorge vorlegen.
  • Damit Personen aus dem Ausland nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz nach Deutschland einreisen können, müssen sie Fachkräfte per definitionem sein.
  • Dazu müssen sie über einen Hochschulabschluss oder über eine qualifizierte Berufsausbildung mit einer Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren verfügen. Für beide Gruppen ist Voraussetzung, dass die im Ausland erworbene Qualifikation durch die in Deutschland zuständige Stelle anerkannt wurde.
  • Sie müssen neben einer anerkannten Qualifikation einen Arbeitsvertrag oder ein konkretes Arbeitsplatzangebot in Deutschland vorweisen.
  • Eine weitere Voraussetzung nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz sind ausreichende Deutschkenntnisse. Sie müssen mindestens auf dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen sein.

Alle Neuerungen durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz für Unternehmen und Fachkräfte

Sowohl für Unternehmen, die Fachkräfte aus dem Ausland einstellen möchten, als auch für die ausländischen Fachkräfte bringt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz einige Neuerungen mit. Es wird künftig für Unternehmen leichter, Fachkräfte aus dem Ausland einzustellen. Für die Fachkräfte aus dem Ausland wird der Zuzug nach Deutschland erleichtert, doch müssen sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen.

Neuerungen für Unternehmen

Ab März 2020 müssen sich Unternehmen, die Fachkräfte aus dem Drittstaaten einstellen möchten, nicht mehr auf Mangelberufe beschränken. Solche Mangelberufe gemäß der Positivliste sind Berufe, die vom Fachkräftemangel in Deutschland betroffen sind. Das Fachkräfteverfahren wird mit dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz beschleunigt.

Möchten Sie als Unternehmer eine Fachkraft aus dem Ausland einstellen, können Sie gegen eine Gebühr von 411 Euro bei der neu errichteten zentralen Ausländerbehörde eine Beschleunigung erreichen. Die Auslandsvertretung im Heimatland der Fachkraft wird von der zentralen Ausländerbehörde über den bevorstehenden Visumsantrag informiert. Liegen alle Voraussetzungen für die Einreise vor, erteilt die Auslandsvertretung eine Vorabzustimmung im Visaverfahren.

Spätestens drei Wochen nach der Vorabzustimmung erhält die ausländische Fachkraft einen Termin für die persönliche Vorstellung bei der Auslandsvertretung. Das Visum wird nach weiteren drei Wochen ausgestellt.

Neu ist für Sie als Arbeitgeber auch die Meldepflicht. Beenden Sie das Arbeitsverhältnis mit der ausländischen Fachkraft vorzeitig, müssen Sie innerhalb von vier Wochen die Ausländerbehörde darüber informieren. Anderenfalls droht ein Bußgeld.

Fachkräfteeinwanderungsgesetz-Personal

Neuerungen bei den Beschäftigungsmöglichkeiten

Neuerungen gelten ab März 2020 nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz für Sie als Unternehmer auch bei der Beschäftigung von ausländischen Fachkräften:

Fachkraft aus dem Ausland kann eine Beschäftigung ausüben, zu der sie gemäß ihrer Qualifikation befähigt ist

  • Beschäftigung der ausländischen Fachkraft ist in verwandten Berufen möglich
  • Fachkräfte mit akademischer Ausbildung können auch in Berufen arbeiten, die keinen Hochschulabschluss voraussetzen
  • Sie können Fachkräfte aus dem Ausland in qualifizierten Berufen beschäftigen, die im fachlichen Kontext zur Qualifikation passen
  • Ausländische Fachkräfte dürfen nicht in Helfer- und Anlernberufen beschäftigt werden.

Neuerungen für ausländische Fachkräfte

Eine Reihe von Neuerungen ergeben sich ab März 2020 auch für die ausländischen Fachkräfte:

  • Einheitlicher Fachkräftebegriff für Hochschulabsolventen und Beschäftigte mit qualifizierter Ausbildung
  • Wegfall der Vorrangprüfung bei anerkannter Qualifikation und Arbeitsvertrag
  • Keine Begrenzung auf Mangelberufe mit der entsprechenden Qualifikation
  • Beschleunigtes Visaverfahren, wenn ein Arbeitsvertrag in Deutschland vorliegt
  • Aufenthaltserlaubnis für bis zu sechs Monate für Fachkräfte, die zur Arbeitsplatzsuche einreisen.

Voraussetzungen sind eine in Deutschland anerkannte Qualifikation, die Fähigkeit der Sicherung des Lebensunterhalts und ausreichende Deutschkenntnisse.

  • Verbesserte Möglichkeiten für den Aufenthalt in Deutschland zu Qualifizierungsmaßnahmen, wenn ein Anerkennungsverfahren durchgeführt wurde und ausreichende Deutschkenntnisse vorhanden sind. Die Aufenthaltserlaubnis kann von 18 Monaten auf bis zu 2 Jahre verlängert werden.
  • Ausländische Fachkräfte können nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz bereits nach vier Jahren eine Niederlassungserlaubnis in Deutschland erhalten.