Das Gesundheitswesen hat Nachholbedarf – Veränderung ist angesagt

Ein Ausblick auf das „Gesundheitswesen 4.0“

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Im Gesundheitswesen stehen Änderungen an. Die Nachfrage nach medizinischen Leistungen wächst, das Angebot sinkt. Soll eine vernünftige Versorgung aufrechterhalten werden, kann nur die Digitalisierung Abhilfe schaffen. Dieser Beitrag erklärt, welche wichtigen Trends im Gesundheitswesen es gibt, wie die Digitalisierung helfen kann und wie Unternehmen im Gesundheitswesen in Innovation investieren können.

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Zusätzliche Information

Aktuelle Lage und wichtige Trends

Im Gesundheitswesen gibt es aktuell verschiedene wichtige Trends, die gewissermaßen das Schicksal der Branche für die nächsten Jahrzehnte bestimmen werden.

Das Bevölkerungswachstum nimmt zu

Demographische Entwicklung

Der wichtigste übergeordnete Trend ist die demographische Entwicklung in Deutschland. Seit Jahrzehnten ist die Zahl der Geburten niedrig. Gleichzeitig wächst die Lebenserwartung durch medizinischen Fortschritt und allgemein verbesserte Lebensbedingungen.

Die Konsequenz: Die Zahl der alten Menschen steigt. Ältere Menschen weisen eine höhere Nachfrage nach medizinischen Leistungen auf. Bis zum Jahr 2035 wird die Zahl der Menschen im Alter von 65 Jahren und älter um 5,9 Millionen Menschen zu nehmen. Jeder dritte Mensch in Deutschland befindet sich dann in einen Lebensalter, in dem typischerweise höhere Ausgaben für medizinische Leistungen anfallen. Dadurch steigt die Nachfrage nach medizinischen Behandlungen, Medikamenten, Pflegeleistungen etc.

Neue Krankheiten

Neben dem demographischen Wandel lässt sich auch ein Wandel des Krankheitsspektrums verzeichnen. Anders als in früheren Zeiten sind Kindersterblichkeit und gefährliche Infektionskrankheiten seltener. Dazu tragen höhere Anforderungen bei der Lebensmittelhygiene ebenso bei wie allgemein sinkende Umweltbelastungen. Das Problem der medizinischen Gegenwart betrifft eher die sogenannten Zivilisationskrankheiten. Das metabolische Syndrom, Diabetes, Bluthochdruck, psychische Erkrankungen, Übergewicht und viele weitere Risiken und Krankheiten dominieren zunehmend die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen.

Steigende Nachfrage aber sinkendes Angebot

Sinkendes Angebot an Gesundheitsleistungen

Der steigenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen steht ein sinkendes Angebot gegenüber. Der Grund: Auch die Ärzte werden älter. Es gehen mehr Ärzte und andere Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen den Ruhestand als umgekehrt aus der Ausbildung nachrücken. Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage wächst deutlich erkennbar weiter. Ob es der Politik gelingt, dies durch Maßnahmen wie zum Beispiel eine bessere Entlohnung in der Pflege auszugleichen, ist ungewiss. Studien rechnen für das Jahr 2030 mit einer Personallücke von fast 1 Million Fachkräften. Dann fehlen 165.000 Ärzte und ca. 800.000 ärztliche Fachkräfte.

Weniger Krankenhäuser

Es gibt in Deutschland immer weniger Krankenhäuser. Im Jahr 2002 wurden noch 2220 Kliniken gezählt. Diese Zahl sank bis 2018 auf nur noch 1950 Krankenhäuser. Im Gegenzug ist allerdings die Zahl der Betten in privaten Kliniken gestiegen. Wenn es nach der Bertelsmann Stiftung gibt, müsste es deutlich weniger Kliniken geben. Die Fachleute der Stiftung veröffentlichten im Juli 2019 eine Studie. Der Untersuchung zufolge würde die Versorgung für Patienten mit einer Reduzierung auf weniger als 600 Krankenhäuser verbessert.

Werden die Forderungen der Studie umgesetzt, bedeutete dies einen wesentlichen Strukturwandel in der Branche. Die Studienautoren argumentieren, dass viele Krankenhäuser in Deutschland zu klein seien. Kleine Krankenhäuser verfügten häufig nicht über die nötige Ausstattung und Erfahrung, um bestimmte Notfälle und Krankheiten richtig zu behandeln. In größeren Krankenhäusern seien darüber hinaus Ausstattung, Spezialisierung und die Betreuung durch Fachärzte und Pflegekräfte besser.

Mehr strukturschwache Gebiete

Eine weitere besorgniserregende Entwicklung betrifft strukturschwache Gebiete. Von diesen Gebieten gibt es immer mehr. Betroffen sind Gebiete mit wenig Arbeitsplätzen und einer besonders stark alternden Bevölkerung. Aus solchen Regionen ziehen junge Menschen weg. Zurück bleiben die alten, die versorgt werden müssen. Wie lässt sich in solchen strukturschwachen Gebieten eine adäquate Gesundheitsversorgung aufrechterhalten?

Doch Digitalisierung im Gesundheitswesen gibt Hoffnung

Es gibt jedoch auch eine gute Nachricht: Der medizinisch-technische Fortschritt schreitet voran. Heute lassen sich Krankheiten behandeln und heilen, bei denen es früher keine Möglichkeiten gab. Dadurch erhöhen sich Lebensqualität und Lebenserwartung. Der medizinisch-technische Fortschritt führt jedoch zu Kostensteigerungen im Gesundheitssystem. Neue Medikamente und Therapieansätze finden erst nach hohen Investitionen in den Markt und müssen amortisiert werden.

Digitalisierung im Gesundheitswesen noch nicht weit verbreitet

Die meisten Fachleute sind sich einig darüber, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen eine wachsende Rolle spielen wird. Schon allein der wachsende Kostendruck wird alle handelnden Akteure dazu zwingen, sämtliche Produktivitätspotenziale auszunutzen. Im Gesundheitswesen arbeiten mehr als 5 Millionen Beschäftigte. Die Potenziale der Informationstechnologie können auch hier eingesetzt werden.

Von besonderer praktischer Bedeutung könnte hier die Telemedizin sein. Ein einfaches Beispiel: Ein älterer Mensch in einer strukturschwachen Region benötigt medizinischen Rat. Es handelt sich nicht um einen Notfall. Grundsätzlich müsste der Patient nun einen Arzt aufsuchen. Dazu müsste er allerdings eine weite Strecke zurücklegen und überdies noch öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Er müsste mehrere Stunden für den Weg zum Arzt und zurück aufwenden. Dies ist dem Patienten aufgrund seiner schwachen Konstitution nicht mehr möglich.

Normalerweise müsste in diesem Fall ein Notdienst den Patienten besuchen und gegebenenfalls in eine Klinik einweisen. Mit Telemedizin lässt sich der Aufwand für alle Beteiligten deutlich verringern. Der Patient könnte ein Videotelefonat mit einem Arzt starten und sein Anliegen vortragen.

Strukturschwache Regionen

Der Arzt könnte über die Kamera auch einen Befund feststellen und zum Beispiel ein Medikament verordnen. Die Telemedizin hat dem Patienten somit den Besuch beim Arzt erspart. Das verordnete Medikament muss er jedoch noch immer aus der Apotheke holen. Auch hier könnte jedoch Digitalisierung in Kombination mit neuen Technologien Abhilfe schaffen. So könnte der Arzt zum Beispiel selbst die Lieferung des Medikaments mittels Drohne initiieren. Der Patient könnte dann innerhalb weniger Minuten auf das Medikament zugreifen.

Eigenschaften und Potentiale der Telemedizin

Die Telemedizin verfolgt verschiedene Ziele. Sie soll die Gesundheit durch die Bereitstellung lebenswichtiger Informationen verbessern. Insbesondere sollen diese Informationen schneller und niedrigschwelliger zur Verfügung stehen. Auch qualitative Verbesserungen sind durch Telemedizin möglich. Dies gilt nicht nur in strukturschwachen Gebieten, die über Telemedizin mit Fachmedizinern verbunden werden können. Auch in Krankenhäusern und Arztpraxen könnte Telemedizin eine Rolle spielen.

So könnte zum Beispiel ein Allgemeinarzt während einer laufenden Sprechstunde einen Facharzt zurate ziehen und diesen einen gerade vorstelligen Patienten begutachten lassen. Gemeinsam können Allgemeinarzt und Facharzt dann möglicherweise sehr viel schneller entscheiden, wie mit einem bestimmten medizinischen Problem zu verfahren ist. Fachärzte könnten eine Zweitmeinung einholen. Eine große Herausforderung der Telemedizin ist die Schaffung einer für alle Beteiligten einfachen und nützlichen Struktur. Dabei müssen noch verschiedene Aspekte wie zum Beispiel Datensicherheit berücksichtigt werden. Ein Beispiel dafür ist die Sicherheit der Videotelefonate, in denen vertrauliche Sachverhalte übermittelt werden.

Politik geht teilweise auf Veränderungen ein

Telemedizin spielt auch in der Rehabilitation eine wesentliche Rolle. Patienten müssen dann nicht zu Rehamaßnahmen anreisen oder abgeholt werden. Stattdessen führen Patienten bestimmte Übungen unter direkter Anleitung eines Therapeuten durch, der remote zugeschaltet ist. Auch dies ist insbesondere für strukturschwache Gebiete ein Gewinn. Telemedizin ist kein neues Phänomen. Bereits seit den 1980er Jahren wird daran in größerem Umfang geforscht. Das Grundproblem einer unüberwindbaren räumliche Trennung zwischen Arzt und Patient ist aber nicht auf strukturschwache Gebiete begrenzt. Auch bei militärischen Einsätzen und in der Raumfahrt muss medizinischer Rat häufig über große Distanzen hinweg erteilt werden.

Die Politik hat in begrenztem Umfang bereits reagiert. So wurden eine Telematikinfrastruktur und die elektronische Gesundheitskarte eingeführt. Diese soll die technologische Basis für den sicheren Austausch medizinischer Informationen schaffen. Seit Januar 2015 ersetzt elektronische Gesundheitskarte die Krankenversicherungskarte als Versicherungsnachweis. Die bundesweite Telematikinfrastruktur wird seit Dezember 2017 eingeführt. Zunächst werden die Arzt- und Zahnarztpraxen angeschlossen, danach Krankenhäuser, Apotheken und weitere Akteure. Im Anschluss an diesen Prozess sollen digitale Anwendungen wie zum Beispiel die elektronische Patientenakte, der elektronische Medikationsplan und das Notfalldatenmanagement entwickelt und eingesetzt werden.

Nachholbedarf aus Sicht der Kunden: Was könnte besser laufen?

Im Gesundheitswesen sind die Patienten die Kunden. Aus deren Sicht könnte einiges besser laufen. Wünschenswert wären aus Sicht vieler Patienten eine bessere Aufklärung über die bevorstehenden eRezepte und insgesamt mehr Digitalisierung.

Aufklärung über eRezepte

Das eRezept kommt. Bis zum Jahr 2020 soll es eingeführt werden. Mit der Einführung des elektronischen Rezepts erhofft sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen Schub für die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Das „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung“ ermöglicht die Einlösung von Rezepten künftig per Smartphone.

Studien gehen davon aus, dass das eRezept Versandapotheken stärken wird. Gleichzeitig wird damit gerechnet, dass die Zahl der stationären Apotheken sinken wird. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung sieht im eRezept eine Chance für das Gesundheitssystem. Die GKV erhofft sich schnellere Leistungen bei weniger Bürokratie. Davon könnten Ärzte, Apotheken, Patienten und Krankenkassen profitieren.

Digitale Rezepte sind dabei keine ganz neue Erfindung. In mehr als einem Dutzend europäischen Ländern können Patienten ihre Rezepte bereits digital per Smartphone einlösen. In Deutschland ist das Thema noch weitgehend unbekannt. Umfragen gingen noch im Frühjahr 2019 davon aus, dass mehr als zwei Drittel der Patienten noch kein eRezept kennen. Gleichzeitig zeigen die Umfragen, dass rund die Hälfte der Patienten sich die Nutzung solcher eRezepte vorstellen kann. Aus Sicht von Patienten wäre eine bessere Aufklärung über ihre Rezepte wünschenswert. Es sollte so frühzeitig wie möglich erklärt werden, wie diese Rezepte ausgestellt werden und wie eine Einlösung möglich ist. Alle Patienten sollten wissen, was das eRezept für nächsten Arztbesuch konkret bedeutet.

Mehr Digitalisierung

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kann sich nicht im eRezept erschöpfen. Die Bundesregierung hat verschiedene weitere Maßnahmen beschlossen. Eines davon ist das „Terminservice und Versorgungsgesetz (TSVG)“. Dieses Gesetz verpflichtet die Krankenkassen, ab dem 1. Januar 2021 eine elektronische Patientenakte für jeden Versicherten zu führen. Voraussetzung ist, dass der Versicherte dies wünscht. Auf diese Patientenakte soll auch via Smartphone zugegriffen werden können.

Weitere geplante Maßnahmen sind ein digitaler Impfpass, ein digitaler Mutterpass, ein digitales Untersuchungsheft und ein digitales Zahnbonusheft. Diese Änderungen werden im Laufe des Jahres 2020 und danach umgesetzt. Schon in der zweiten Jahreshälfte 2019 beginnt die Einführung von elektronischen Notfalldaten und des elektronischen Medikationsplans. Auf politischer Ebene ist die eHealth Initiative wichtig für die weitere Digitalisierung im Gesundheitswesen. Die Initiative wurde im Jahr 2010 durch das Bundesministerium für Gesundheit gegründet. Die Initiative soll Hürden auf dem Weg zu einem digitalen Gesundheitswesen identifizieren und Möglichkeiten zum Überwinden der Hürden erarbeiten.

Aus Sicht von Patienten wäre es wünschenswert, dass mehr konkrete Problemlösungen großflächig umgesetzt werden. Ein Beispiel dafür sind digitale Wartezimmer. Patienten müssen dabei nicht zunächst bei der Sprechstundenhilfe vorstellig werden und danach im Wartezimmer Platz nehmen. Vielmehr folgt eine Anmeldung über eine App, die mitteilt, wann die Behandlung beginnen wird. Dadurch können Patienten bei langen Wartezeiten von einem nicht dringenden Besuch absehen und Wartezeiten außerhalb der Praxis produktiv nutzen.

Nachholbedarf aus Sicht der Versandapotheken

Versandapotheken gelten als Möglichkeit zur Reduzierung der Kosten im Gesundheitssektor. Die Branche hofft auf wachsende Umsätze und verspricht sich von bestimmten technologischen Entwicklungen einen Akzeptanzgewinn. Allerdings sind noch Fragen offen.

Mehr als jeder zweite Verbraucher kauft Medikamente bereits online

Mehr als jeder zweite Patient in Deutschland kauft Medikamente bereits in Versandapotheken. Dies geht aus einer Studie des IT Verbands Bitkom hervor. Dieser befraget im Jahr 2019 1000 Bundesbürger telefonisch zum Kauf von Medikamenten. Knapp die Hälfte der Befragten gab dabei die Onlineapotheke an. Im Jahr 2017 hatte lediglich ein Drittel der Befragten angegeben, in Versandapotheken zu kaufen. Mehr als 90 % der Käufer zeigte sich dabei mit der Qualität der Medikamente zufrieden. Mit der Beratung zeigte sich nur knapp die Hälfte zufrieden.

Die stationären Apotheken sehen Versandapotheken naturgemäß kritisch. Die Bundesvereinigung der deutschen Apothekerverbände war 2017 zu dem Schluss gekommen, dass vor allem Haushalte mit hohem Nettoeinkommen bei Versandapotheken bestellen. Online Apotheken sind praktisch und kostengünstig. Es gibt jedoch einen wesentlichen Nachteil gegenüber klassischen Apotheken vor Ort: Bis ein Medikament dem Patienten vorliegt, dauert es oft mehrere Tage. Für wichtige Medikamente ist dies ein zu langer Zeitraum. Auch Kunden von Versandapotheken sind somit darauf angewiesen, dass es wichtige Arzneien kurzfristig vor Ort zu kaufen gibt. Diese durchgehende Versorgung leisten derzeit ausschließlich die stationären Apotheken.

Hoffnung auf mehr Digitalisierung in der Apothekenbranche

Versandhändler hoffen deshalb auf mehr Digitalisierung in der Apothekenbranche. Ein Baustein dafür könnten Lieferdrohnen sein. Diese könnten Arzneimittel autonom direkt zum Endkunden liefern. Die Inputs für diesen wichtigen Fortschritt kommen allerdings nicht aus der Gesundheitsbranchen, sondern aus der Logistik. Bereits vor einigen Jahren hatte der Online Versandhändler Amazon den Einsatz von Drohnen für Paketlieferungen angekündigt.

Aus Sicht der Versandapotheken könnte der Kauf von Medikamenten künftig deutlich vereinfacht werden. Liegt ein elektronisches Rezept vor, könnte dieses bei einer Versandapotheke eingelöst werden. Deren nächstgelegenes Warenlager würde umgehend eine Drohne mit dem Medikament bestücken und diese zum Patienten schicken. Der Patient könnte die Bestellung direkt im Anschluss an das Gespräch mit dem Arzt aufgeben und das Medikament möglicherweise schon beim Eintreffen zu Hause in Empfang nehmen.

KMUs im Gesundheitswesen: Wie auf die Lage reagieren?

Die Digitalisierung steht an und wird das Gesundheitswesen grundlegend verändern. Gleichzeitig erscheinen diese Veränderungen aus Sicht der meisten Unternehmen noch wenig konkret. Wie kann investiert werden, ohne ein zu großes Risiko einzugehen?

Investitionen in Innovation

Die Gesundheitsbranche ist innovativ. Dies gilt insbesondere für die Medizintechnik. 9 % des Gesamtumsatzes in Höhe von 30 Milliarden EUR werden in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte investiert. Das Risiko von Investitionen lässt sich reduzieren, wenn staatliche Förderprogramme in Anspruch genommen werden. Dabei gibt es spezielle Förderprogramme für KMU. Ein Beispiel dafür ist das Programm „KMU-innovativ: Medizintechnik“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Ziel des Programms besteht darin, mit innovativen medizintechnischen Lösungen den Versorgungsalltag im Gesundheitswesen zu verbessern.

Das Programm sieht vereinfachte und beschleunigte Antragsverfahren und umfassende Beratung vor. Nach Angaben des Ministeriums ist das Programm zudem themen- und technologieoffen. Unternehmen, die anwendungsorientiert forschen und  entwickeln können Förderungen erhalten. Zuschüsse werden als Projektförderung gewährt. Über das Programm werden bis zu 50 % der Kosten eines Vorhabens durch das BMBF finanziert. KMUs, die bislang nur in geringem Umfang durch das BMBF gefördert werden, können eine vereinfachte Bonitätsprüfung in Anspruch nehmen.

Fazit

Im Bereich der Digitalisierung liegt der Ball unter anderem im Feld der Behörden. Zu einem gewissen Grad liegt es natürlich am Gesetzgeber, die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu unterstützen und entsprechende Infrastruktur zu schaffen.

Für KMUs gibt es aber bereits genug andere Möglichkeiten auch ohne diese Entwicklung an der Digitalisierung des Gesundheitssystems zu arbeiten. Hierfür gibt es verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten. Unsere Spezialisten von FinCompare helfen Ihnen hier gern, das richtige Finanzierungskonzept für Sie auszuwählen.