Deshalb sollten auch Ihr mittelständisches Unternehmen mit Design Thinking vertraut sein

Design-Thinking

Innovationen und Weiterentwicklungen sind die Grundlage für zukünftigen Erfolg. Insbesondere mittelständische Unternehmen ruhen sich häufig auf ihren Erfolg aus. Doch nur die kontinuierliche Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle kann die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen dauerhaft sichern, die als Herzstück der deutschen Wirtschaft gelten. Von Start-ups lernen, heißt auch Innovationen lernen. Mit einer Implementierung von Design Thinking können Sie Innovationen im Unternehmen fördern und sich für die Zukunft wappnen.

Die Methode Design Thinking

Design Thinking beschreibt einen Denkansatz, mit dem Sie innovativ tätig werden können. Zudem handelt es sich auch um eine konkrete Methode, um die Innovationsfähigkeit des Unternehmens zu erhöhen. Diese Methode besteht aus einer Kombination von Ansätzen aus den Bereichen der Ethnografie und dem Design. Multidisziplinäre Teams und flexible Räumlichkeiten stellen die Basis dar, um in einem sechsstufigen Prozess neue Ideen zu entwickeln. Der Denkansatz fördert systematisch die Lösungsfindung. Im Mittelpunkt des Prozesses stehen der Kunde und die Einsatzfähigkeit in der Praxis. Regelmäßiges Feedback und ein stetiges Hinterfragen reduzieren die Gefahr von Fehlentwicklungen. Die Teams bestehen aus Mitgliedern verschiedener Disziplinen und Unternehmensbereiche. Kontroverse Diskussionen und eine unvoreingenommene Herangehensweise fördern die Innovationskultur in Ihrem Unternehmen.

Der Design Thinking Prozess

Die multidisziplinären Teams durchlaufen im Prozess sechs verschiedene Phasen. Die Moderation erfolgt durch Team-Coaches, die eine strukturierte Herangehensweise fördern. Zu Beginn des Projekts erfolgt eine Design-Challenge. Bei der Design-Challenge definieren Sie die Probleme und konkretisieren den Suchraum für individuelle Lösungen. Ausgangspunkt des Prozesses ist immer das konkrete Problem. Die iterative Vorgehensweise beschreibt ein sukzessives Vorgehen, bei dem Analysen, Entwicklungen und Optimierungen nacheinander erfolgen, sodass eine Überprüfung des Fortschritts jederzeit möglich ist.

Vorbereitung – Auswahl des Teams

Zunächst erfolgt die Auswahl des Teams. Je vielfältiger die Teammitglieder sind, desto vielfältiger können auch die Lösungsansätze sein. Zur Förderung der Innovation sollten Sie somit Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen und Ebenen auswählen. Im Team treffen sich Führungskräfte, Angestellte, Entwickler, Marketing-Fachkräfte, Vertriebsmitarbeiter und Controller. Zudem können Sie externe Teammitglieder einbeziehen. Hier eignen sich Kunden oder Geschäftspartner, um weitere Denkansätze und Perspektiven zu integrieren.

Phase 1 – Verstehen

In der ersten Phase verstehen Sie das Problem und die Situation der Nutzung. Ziel ist es, den Kontext näher zu untersuchen und einen Blick auf die gesamte Branche zu wagen. Sind Branchentrends erkennbar, die die Zukunft des Unternehmens beeinflussen? Beim Stakeholder Mapping führen Sie verschiedene Anspruchsgruppen und deren Bedürfnisse auf, da nur der Blick auf alle Stakeholder dauerhaften Erfolg ermöglicht.

Phase 2 – Beobachten

Im nächsten Schritt kommen ethnografische Methoden zum Einsatz, um die potenziellen Nutzer des neuen Produkts zu beobachten. Hierfür eignen sich beispielsweise die Methoden der Verhaltensbeobachtung, narrative Kundeninterviews, Analysen der Prozesse, die Einbeziehung von Fokusgruppen oder Gespräche mit Experten. Ganz gleich, welche Methode Sie einsetzen – das Ziel ist immer eine präzise Identifizierung der Kundenwünsche und ein besseres Verständnis für deren Bedürfnisse.

Phase 3 – Sichtweise definieren

In der dritten Phase definieren Sie die Sichtweise. Die Erstellung einer fiktiven Geschichte und Person stellen die Ergebnisse aus der Beobachtung ansprechend dar. In der dritten Phase erfolgt mit Blick auf die empirischen Erkenntnisse die Definition der Hauptproblematik.

Phase 4 – Ideen finden

Daraufhin steht die Ideenfindung im Vordergrund des Prozesses. Brainstorming-Methoden eignen sich ideal, um die Ansätze des multidisziplinären Teams aufzubereiten und eine Lösung für das Kernproblem zu finden. Nach einer kreativen Sammlung unterschiedlicher Ansätze erfolgt eine Zusammenfassung und Ordnung.

Phase 5 – Prototypen entwickeln

In der fünften Phase erfolgt die Entwicklung von Prototypen. Insbesondere die innovativsten Ideen werden mit einem Prototyp anschaulich dargestellt. Zur Veranschaulichung eignen sich Skizze, Rollenspiele, Collagen und weitere Instrumente.

Phase 6 – Testen

Im letzten Schritt des idealtypischen Prozesses erfolgen Tests durch diverse Anspruchsgruppen. Nutzer, Kollegen, Partner und Experten können den Prototyp testen, um die Praxistauglichkeit der Innovation zu überprüfen.

Wann eignet sich Design Thinking für ein Unternehmen?

Der Denkansatz eignet sich für Ihr Unternehmen, wenn Sie momentan auf der Stelle treten und neue Ideen ausbleiben. Wenn die Konkurrenz expandiert sowie neue Start-ups und internationale Konkurrenten auf den Markt strömen, ist es Ihre Aufgabe, das mittelständische Unternehmen weiterzuentwickeln, um den Herausforderungen der Zeit Stand zu halten. Denkansatz und Methode eignen sich grundsätzlich für alle mittelständischen Unternehmen. Sie können den Ansatz unabhängig von Branche und Unternehmensgröße implementieren. Wer an der Entwicklung zur Industrie 4.0 partizipieren und sein mittelständisches Unternehmen zukunftsgerecht aufstellen möchte, findet mit diesem Denkansatz eine geeignete Herangehensweise, die Sie zudem problemlos in Ihr Unternehmen integrieren können.

Die Vorteile von Design Thinking

Für Innovationen und deren Bedeutung sprechen der erhöhte Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Ausrichtung des Unternehmens. Die spezielle Herangehensweise bietet Ihnen verschiedene Vorteile:

– Entwicklung von Innovationen und benötigter Produkte
– Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven dank multidisziplinärer Teams
– Schnelle und kostengünstige Überprüfung der Innovationen
– Förderung der Unternehmenskultur und Teamfähigkeit der Mitarbeiter
– Für alle Unternehmen des Mittelstands geeignet
– Verkürzung langwieriger Entwicklungsprozesse
– Nutzerzentrierung
– Förderung des kreativen Potenzials der Mitarbeiter

Die Notwendigkeit innovativer Ansätze

Der Mittelstand gilt als Mittelpunkt der deutschen Wirtschaft. Allerdings stellen Innovationen des Mittelstands eine Seltenheit dar. Dies birgt mit Blick auf die Zukunft die Gefahr, dass die deutsche Wirtschaft und der deutsche Mittelstand nicht mehr dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben. Einer Studie von KfW Research zeigt, dass 2015 weniger als jedes vierte Mittelstands-Unternehmen eine Innovation vorgestellt hat. !0 Jahre zuvor waren es immerhin mehr als 40 %. Globalisierung, Digitalisierung und der Siegeszug der Start-ups stellen Unternehmen vor eine Herausforderung. Denn der erhöhte Wettbewerbsdruck und der Wunsch des Kunden nach speziellen Lösungen erfordern die stetige Weiterentwicklung der eigenen Produkte. Design Thinking und Innovationen sind zwingend erforderlich, um das eigene Unternehmen weiterzuentwickeln. Denn langfristigen Erfolg gibt es nur bei kontinuierlicher Optimierung und Entwicklung.\
Wir bei FinCompare helfen Ihnen gerne bei der Finanzierung neuer Innovationen. Dabei vergleichen wir Angebote von über 250 Finanzierern, um die passende Finanzierungslösung für Ihr Unternehmen zu finden.

Wichtige Tipps für die Umsetzung von Design Thinking

Die Einführung des Prozesses im mittelständischen Unternehmen ist kein Selbstläufer. Wenn Sie sich für diesen Ansatz als Innovationsmotor entschieden haben, helfen Ihnen die folgenden Tipps, den Prozess erfolgreich umzusetzen.

Im Mittelpunkt der Bemühungen steht immer der Kunde. Um Innovationsprozesse erfolgreich und gezielt durchzuführen, sollten Sie Empathie und Verständnis für den Kunden und seine Ansprüche entwickeln. Damit der Denkansatz sein volles Potenzial entfaltet und Innovationen Ihr Unternehmen bereichern können, bedarf es einer hochwertigen Kommunikation. Etwaige Kommunikationsprobleme sollten bereits im Voraus behoben werden. Der Denkansatz fördert lediglich die Innovation und ist kein Garant für erfolgreiche Kommunikation zwischen den einzelnen Teammitgliedern. Um den Prozess dauerhaft erfolgreich umzusetzen, bedarf es der Akzeptanz der Mitarbeiter. Im Zuge des Change Managements sollten Sie den Mitarbeitern kommunizieren, dass Veränderungen nichts Schlechtes sind, sondern eine Chance für die Zukunft bedeuten. Wenn Sie die Notwendigkeit von Veränderungen für die Zukunft des Unternehmens und den Bestand der Arbeitsplätze betonen, stehen die Chancen auf eine konstruktive Beteiligung der Mitarbeiter gut.

Fazit – eignet sich Design Thinking für Ihr Unternehmen?

Innovationen sind kein Selbstläufer. Zudem können Sie die Innovationsfähigkeit des Unternehmens nicht auf Knopfdruck erhöhen. Mit der richtigen Umgebung ist es jedoch möglich, Innovationen anzukurbeln und Ihr mittelständisches Unternehmen zeitgemäß aufzustellen. Mit dem beschriebenen Ansatz führen Sie eine produktive Unternehmenskultur ein, bei der ein Austausch unterschiedlicher Abteilungen Mehrwert für das ganze Unternehmen bedeutet. Die Förderung des kreativen Potenzials Ihrer Mitarbeiter ist die Grundlage für zukünftigen Erfolg. Wer das erkannt hat, hat gute Chance auf langfristige Wettbewerbsfähigkeit.