Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus hat in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern der Welt für Veränderungen gesorgt, die sich zu Beginn des Jahres 2020 kaum jemand vorstellen konnte. Die Schutzmaßnahmen, die eine Verlangsamung der Ausbreitung des Virus bewirken sollen, bestehen aus einer weitgehenden Einstellung des öffentlichen Lebens in Einheit mit weitreichenden Kontaktverboten. Angesichts der Krise ist es wichtig, auch auf die Cyberschutz zu achten. Viele wissen nicht, dass Corona die Anfälligkeit für Cyberkriminalität erhöht hat. Doch es gibt wirkungsvolle Maßnahmen, um die Cybersicherheit an die neuen Anforderungen anzupassen.

Hohe Anfälligkeit für Cyberkriminalität in der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf das Arbeitsleben. Die meisten Geschäfte und Unternehmen haben geschlossen. Wo es möglich ist, wurde die Arbeit in das Homeoffice verlegt. Für viele Unternehmen ist dies mit hohen Anforderungen verbunden. Der Zugang zum allgemeinen Internet reicht in vielen Unternehmen nicht aus. Sie arbeiten mit einem geschützten Bereich innerhalb des Internets, der auch Intranet genannt wird. Mitarbeiter, die im Homeoffice tätig sind, müssen von zu Hause aus einen Zugang zu diesem Bereich bekommen. Die Sicherheitsanforderungen sind hoch, weil häufig sensible Daten verarbeitet werden. Somit erhöht die Telearbeit die Anfälligkeit für Kriminalität im Netz. Wenn die sicheren Strukturen aufgebrochen werden, wie es mit der Verlegung von Tätigkeiten im Homeoffice der Fall ist, sinkt die Barriere für Kriminelle, Cyberattacken durchzuführen, darum sind Cyberschutz Maßnahmen von großer Wichtigkeit.

Intensivere Nutzung des Internets führt zu steigender Wichtigkeit des Cyberschutzes 

Auch über das Homeoffice hinaus ist eine massive Zunahme der Internetnutzung zu verzeichnen. Die Menschen sind aufgerufen, den Tag zu Hause zu verbringen. Viele entscheiden sich, Abwechslung, Information oder Beschäftigung im Netz zu suchen. Filme und Serien werden angeschaut, Kontakte virtuell aufrecht erhalten und Spiele online gespielt. Dies führt nicht nur zu einer hohen Belastung der Netze, sondern auch zu einer großen Angriffsfläche für Kriminelle. Je intensiver das Netz genutzt wird, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich für die Cyberkriminalität. Wenn die Netze überlastet sind, werden sie anfälliger gegen Attacken von außen. Doch Sie müssen die Gefahr nicht einfach so hinnehmen.

So können Sie sich vor Cyberattacken schützen

Cyberattacke

Sie können Ihren Cyberschutz erhöhen und müssen sich den neuen Anforderungen nicht schutzlos aussetzen. So ist es wichtig, dass Sie sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich die klassischen Sicherheitsmaßnahmen überprüfen und gegebenenfalls erneuern.

  • Passwörter

Achten Sie zwingend auf die Vergabe sicherer Passwörter. Keinesfalls sollten Sie klassische lesbare Passwörter verwenden, die im Duden zu finden sind. Auch die Übersetzung eines Wortes in eine fremde Sprache bietet keine Sicherheit. Formulieren Sie Kombinationen, die Sie sich gut merken können. Dies können gern ungewöhnliche Sätze sein, die eine gewisse Länge haben sollten. Nutzen Sie den jeweiligen Anfangsbuchstaben der Wörter, um ein sicheres Passwort zu bilden. Ersetzen Sie einige dieser Wörter mit Zahlen oder Sonderzeichen. Kombinieren Sie große und kleine Buchstaben miteinander. Ihr Passwort sollte mindestens acht Zeichen umfassen. Dann können Sie mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass Ihr Passwort nicht erraten oder mit aufwändigen Mechanismen geknackt werden kann.

  • Online-Banking

Das Online-Banking ist durch neue Vorgaben der EU sicherer geworden. Gleichermaßen stellen Kunden jedoch auch fest, dass der Aufwand höher ist. Mit der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung können Sie sich nicht mehr einfach so mit Ihrem Benutzernamen und Ihrem Passwort in den Bankingaccount einloggen. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal muss erfüllt sein, um einen Zugang zum Account zu bekommen. Mit dieser Maßnahme wird die Cybersicherheit noch einmal erhöht. Dennoch gibt es nach wie vor Fallen, die sich Cyberkriminelle zunutze machen. Achten Sie deshalb auf höchste Vorsicht, wenn Sie Ihre Bankgeschäfte online erledigen. Wenn Ihnen die Startseite ihres Onlinebanking zum Beispiel komisch verändert vorkommt checken Sie auch die URL und weiterführende Unterseiten. Es kann sein, das Kriminelle die Loginseite einfach nachgebaut haben und nur darauf warten, dass Sie ihre Login Daten eingeben.

  •  Homeoffice

Bei der Arbeit im Homeoffice sollten Sie sich strikt an die Vorgaben Ihres Arbeitgebers halten. Die eigenen Netzwerke der Unternehmen sind mit hohen Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet. Diese wurden von Experten entwickelt und bieten eine optimale Grundlage, um sich vor Attacken aus dem Netz zu schützen. Dennoch ist es nicht möglich, einen 100-prozentigen Cyberschutz zu erhalten. Sollte es tatsächlich zu Problemen kommen, können Sie dafür nicht haftbar gemacht werden, wenn Sie sich nachweislich an alle Vorgaben gehalten haben. Lassen Sie sich von Ihrem Arbeitgeber oder dem Beauftragen für die Sicherheit im Homeoffice die Sicherheitsmaßnahmen erklären und nehmen Sie diese strikt wahr. So schützen Sie Ihren Account vor Angriffen von außen. Wenn es Probleme gibt, sollten Sie Ihren Ansprechpartner umgehend kontaktieren.

In welchen Bereichen bin ich in Bezug auf die Cybersicherheit besonders gefährdet?

Grundsätzlich können Cyberattacken alle nutzbaren Bereiche des Internets umfassen. Dies bedeutet, dass es so gut wie keine Aktivitäten gibt, bei denen Sie ausschließen können, Opfer eines Cyberangriffs zu werden. Hacker und Kriminelle verfolgen jedoch immer ein bestimmtes Ziel. Und somit ergeben sich Bereiche, die besonders gefährdet sind. Die Ziele der Kriminellen sind recht eindeutig definiert:

* Beschaffung von Kapital durch Phishing

* Störung und Lahmlegung von wichtigen Servern

* Verbreitung von Schadsoftware zum Stehlen wichtiger Daten

* Verbreitung von Schadsoftware zur Zerstörung von Hard- und Software

* Social Hacking

Aus diesen erklärten Zielen ergeben sich die Gefahren, die Sie kennen und im Auge behalten sollten, um Cyberschutz zu gewähren. Je mehr Sie wissen und je besser Sie sich auskennen, desto geringer ist die Gefahr, dass Sie einen Fehler machen, der zu einer Cyberattacke führen könnte.

  • Phishing

Das Phishing ist eine Methode zum Abgriff von sensiblen Bankdaten, die bei ungenügendem Cyberschutz gefährlich werden können. Dabei handelt es sich um Kontonummern, Kreditkartendaten und die dazu gehören Sicherheitsmerkmale. Dies sind die Passwörter bei Kontonummern oder die Prüfziffer einer Kreditkarte. Bis vor kurzem gehörten die TAN-Nummern dazu. Diese wurden zugunsten sichererer Mechanismen mittlerweile abgeschafft.

Das Phishing erfolgt über gefälschte Mails oder Anrufe. Auch über Accounts in sozialen Netzwerken können Phishingattacken geplant werden. Die Angriffe sind so gestaltet, dass Sie glauben, die Nachricht käme von Ihrer Bank. Sie werden gebeten, sensible Daten zum Zwecke einer Überprüfung weiterzugeben. Seien Sie sicher, ein echter Mitarbeiter der Bank oder ihr Vorgesetzter im Büro würde Sie niemals auffordern sensible Daten am Telefon oder gar per Mail weiterzugeben.

Konkrete Gefahr:

Ist das Phishing erfolgreich, bekommt der Kriminelle einen direkten Zugang zu Ihren Konten und den Kreditkarten. In der Folge kann er sich auf diesem Wege Geld beschaffen.

  •  Angriffe auf wichtige Server

Diese Angriffe sind für Unternehmen und Institutionen besonders gefährlich. Die Server werden lahmgelegt, das Unternehmen oder wichtige Informationen sind im Netz nicht mehr erreichbar.

Konkrete Gefahr:

Wenn dieser Zustand für einen längeren Zeitraum aufrechterhalten wird, kann der wirtschaftliche Schaden für das Unternehmen immens sein. Wenn Kunden verunsichert sind, ist auch das Ansehen des Unternehmens in Gefahr.

  • Datendiebstahl

Viele Cyberkriminelle verüben Angriffe, um an sensible Daten zu kommen. Dies betrifft nicht nur private Kunden, sondern auch Unternehmen. Kundendaten, Kontonummern, aber auch wichtige interne Informationen über das Unternehmen können abgegriffen werden.

Konkrete Gefahr:

Der Missbrauch von Kundendaten durch Weiterverkauf oder Nutzung von Konto- oder Kreditkarteninformationen wird nach erfolgreichen Angriffen häufig beobachtet. Durch den Abgriff sensibler Informationen kann dem Unternehmen ein großer wirtschaftlicher Schaden entstehen.

  • Zerstörung von Hard- und Software

Viren oder Trojaner können gezielt so programmiert werden, dass sie die Systeme zerstören. In der Folge lassen sich Daten von Festplatten nicht mehr abrufen. Einzelne Programme werden außer Kraft gesetzt oder das Betriebssystem lässt sich nicht mehr starten.

Konkrete Gefahr:

Der Verlust wichtiger Daten und ein wirtschaftlicher Schaden durch die Zerstörung des Systems sind Folgen dieser Cyberattacken.

Sicherheitssysteme an die neuen Anforderungen anpassen

Die Anforderungen an die Cybersicherheit sind durch die neuen Anforderungen infolge der Corona-Krise gestiegen. Es ist wichtig, dass Unternehmen, aber auch Sie selbst als Privatperson auf diese Anforderungen reagieren. Überprüfen Sie den Cyberschutz Ihres Systems und nehmen Sie gegebenenfalls Anpassungen vor. Bleiben Sie wachsam, wenn Sie Nachrichten oder Mails erhalten, die Sie nicht zuordnen können. So erreichen Sie ein hohes Level in Bezug auf den Schutz vor Cyberattacken. Bei FinCompare bieten wir IT-Leasing als alternative Finanzierungsmöglichkeit um Ihre Ausrüstung auf den neusten und sichersten Stand zu bringen.

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Mitarbeiter in Bezug auf die Cybersicherheit schulen

Mitarbeiter können dann richtig reagieren, wenn sie die Gefahren kennen und wissen, wie sie sich verhalten sollen. Eine gründliche Schulung, die alle Anforderungen an die Cybersicherheit und Cyberchutz vermittelt, kann im Rahmen eines Online-Trainings organisiert werden. Wenn Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz ins Homeoffice verlegen, sollte eine solche Onlineschulung im Mittelpunkt der Erstmaßnahmen stehen. Mit Wissen und richtigem Handeln kann die Cyberkriminalität in Verbindung mit allen möglichen Schutzmaßnahmen minimiert werden.