Corona-Krise – Hilfreiche Tipps für Unternehmen und Selbstständige

Unser Wegweiser durch die Krise.

Tipps Corona-Krise

Die Krise aufgrund des Coronavirus entwickelt sich auch für Unternehmen zu einer immer größer werdenden Herausforderung. Im Folgenden möchten wir Ihnen mit der Übersicht über mögliche Maßnahmen eine Hilfestellung zu existenziellen Fragen bieten:

Alle Informationen die Sie als Unternehmer in der Corona-Krise benötigen haben wir auch nochmal in unserem Leitfaden für Unternehmer in der Corona-Krise zusammengefasst. Konkret finden Sie hier alles zu alternativen Finanzierungsmöglichkeiten, ein Übersicht der überregionalen Förderhilfen und -programme, eine Übersicht der regionalen Förderhilfen und -programme, alles zu weiteren Unterstützungsmaßnahmen aber auch aufsichtsrechtliche Maßnahmen sowie Kontakte und Informationen. Wir aktualisieren diesen Leitfaden regelmäßig!

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Zusätzliche Information

Förderungsmaßnahmen

Die Bundesregierung hat in kürzester Zeit Schutzmaßnahmen beschlossen, um Liquiditätsengpässe die aufgrund des Coronavirus auftreten zu überbrücken. Partner bei der Förderung ist die KfW-Bank. Diese bietet momentan Bestandsunternehmen, die bereits länger als 5 Jahre am Markt sind den KfW-Unternehmerkredit und den KfW Kredit für Wachstum für an.

Der KfW-Unternehmerkredit bietet Risikoübernahmen von bis zu 80% für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. Euro, um die Bereitschaft von Finanzierungspartnern für die Kreditvergabe zu erleichtern. Außerdem wird die Haftungsfreistellung auch für Großunternehmen geöffnet.

Der KfW-Kredit für Wachstum wird temporär auf allgemeine Unternehmensfinanzierung inkl. Betriebsmittel erweitert. Die Umsatzgrenze für antragsberechtigte Unternehmen wird auf 5 Mrd. Euro erhöht. Außerdem wird die anteilige Risikoübernahme auf bis zu 70 % erhöht, um mittelständischen und größeren Unternehmen die Konsortialfinanzierung zu erleichtern.

Darüber hinaus wird der “ERP-Gründerkredit-Universell” angeboten. Dieser richtet sich an junge Unternehmen, die noch keine 5 Jahre existieren. Hier werden höhere Risikoübernahmen von bis 80 % angeboten und die Haftungsfreistellung für Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 2 Mrd. Euro geöffnet.

Inzwischen gibt es zusätzlich den KfW-Schnellkredit 2020. Dieser zu 100% durch Garantien des Bundes abgesicherte Kredit soll durch die akute Krise in Not geratenen Unternehmen Kapital für Anschaffungen und laufende Kosten liefern. Zentrale Bedingungen sind lediglich, dass Ihr Unternehmen mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigt, seit Januar 2019 am Markt ist und im Jahr 2019 (oder der Summe aus 2017 bis 2019) ein Gewinn vorlag.

Maximal erhältlicher Kreditbetrag beträgt bis zu 25% des Jahresumsatzes 2019 mit einem Limit von 500 000 Euro für Unternehmen bis zu 50 Beschäftigte bzw. 800 000 Euro für Unternehmen ab 50 Beschäftigte. Die Laufzeit beträgt bis zu 10 Jahre, wobei die Tilgung bis zu 2 Jahre aufgeschoben werden kann.

Wollen Sie einen Kredit beantragen können Sie auf dieser Webseite der KfW den Kreditantrag vorbereiten um ihn dann bei Ihrer Bank oder Sparkasse einzureichen. Es wird Ihnen dabei auch nochmal Auskunft gegeben welcher Kredit für Sie in Frage kommt, Ihr maximaler Kreditbetrag wird errechnet und Sie erhalten Informationen zu dem Gespräch mit ihrer Bank oder Sparkasse.

Darüber hinaus gibt es weitere regionale Förderungsmaßnahmen. Hier bieten die Landesförderinstitute verschiedene Programme zur Betriebsmittelfinanzierung an. Eine Übersicht zu den einzelnen Angeboten finden Sie hier.

Oder stellen Sie uns eine Anfrage. Die FinCompare Berater helfen Ihnen gerne bei kurzfristigen Finanzierungsanfragen und genaueren Informationen weiter.

Kurzarbeit

Um in einer Krise kurzfristig Lohnkosten zu senken, können Unternehmen den Einsatz von Kurzarbeit prüfen. Kurzarbeit bedeutet konkret, dass die Arbeitszeit verkürzt wird und ein Kurzarbeitergeld von der Bundesagentur für Arbeit an die Beschäftigten gezahlt wird.

Kurzarbeit kann allerdings nicht einfach durch das Unternehmen beschlossen werden. Es bedarf für Kurzarbeit einer rechtlichen Grundlage und sollte generell von Unternehmen nur als letzter Ausweg verwendet werden. Bevor es dazu kommt müssen andere Möglichkeiten wie Urlaub, Überstunden, Heimarbeit etc. genutzt werden.

Wegen der außergewöhnlichen Situation des Coronavirus wurden heute am 16.03.2020 von Bundesregierung und Gesetzgeber neue Sonderregelungen und Erleichterungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld erlassen. Diese gelten rückwirkend ab dem 01.03.2020.

Die wichtigsten Neuerungen sind dabei im Einzelnen, dass

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mindestens 10 Prozent haben.

  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent erstattet werden.

  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer ebenfalls in Kurzarbeit gehen können und  Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.

  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden (wenn dies tarifvertraglich geregelt ist)  verzichtet werden kann.

Weitere Voraussetzungen für Kurzarbeit behalten ihre Gültigkeit. Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesarbeitsministeriums.

Genauere Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite der Arbeitsagentur.

Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall oder bei Quarantäne

Wenn Arbeitnehmer an dem neuen Coronavirus erkrankt sind, gelten dieselben Regeln wie für eine normale Entgeldfortzahlung im Krankheitsfall.

Wird auf Grund einer Pandemie eine Quarantäne verhängt haben Arbeitnehmer Anspruch auf einen Verdienstausfall in Höhe ihres normalen Nettoentgelts. Als Unternehmen und Arbeitgeber sind Sie verpflichtet diese Entschädigung bis zu sechs Wochen zu zahlen. Als Arbeitgeber haben Sie aber den Anspruch auf eine Erstattung für die aufgewendeten Beträge gegenüber der zuständigen Behörde. Einen solchen Antrag auf Erstattung der gezahlten Beträge können Arbeitgeber nach § 56 Infektionsschutzgesetz innerhalb von drei Monaten stellen.

Steuervergünstigungen

Umfassende Liquiditätshilfen werden momentan vom Bundesfinanzministerium abgestimmt. In Aussicht gestellte Maßnahmen sind die zinsfreie Stundung von Steuern, die leichtere Anpassung der Steuervorauszahlungen sowie eine mögliche Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen wie Kontopfändung bis zum 31.12.2020. Allerdings wurden diese noch nicht in Kraft gesetzt und es herrschen bundesweit Abweichungen.

Als betroffenes Unternehmen wenden Sie sich am besten an das für Sie zuständige Finanzamt oder Ihren Steuerberater. Viele weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auch beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag

Stundung von Steuerzahlungen

Update vom 23.03.2020: Details zu wichtigen Steuererleichterungen und zur Liquiditätsbeschaffung

Auf Grund der wirtschaftlichen Folgen können Unternehmen ab sofort fällige Steuerzahlungen auf Antrag befristen und grundsätzlich zinsfrei stunden. Den Antrag hierzu können Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 bei ihrem Finanzamt stellen. Das betroffene Unternehmen muss hierbei darlegen, dass es unmittelbar betroffen ist. Allerdings muss der Wert entstandener Schäden nicht im Einzelnen belegt werden. Hierdurch soll die Liquidität der steuerpflichtigen Unternehmen unterstützt werden. Dies gilt für Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie für die Umsatzsteuer.

Anpassung von Vorauszahlungen

Zudem können Unternehmen, Selbständige und Freiberufler nun auch die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Dies gilt ebenfalls für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Der Antrag erfolgt hier ebenfalls durch das zuständige Finanzamt. Sobald sich herausstellt, dass zukünftige Einkünfte der steuerpflichtigen im laufenden Jahr geringer sein werden als erwartet, werden die Steuervorauszahlung herabgesetzt. Dies soll die Liquidität der betroffenen Unternehmen verbessern.

Vollstreckungsmaßnahmen aussetzen

Die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden wird bis zum Jahresende ebenfalls ausgesetzt      (z. B. Kontopfändungen). Dies gilt ebenfalls für Säumniszuschläge, welche bis zum Jahresende erlassen werden. Zu erwähnen ist hierbei, dass diese Steuererleichterungen zunächst nur unmittelbar Betroffenen zu Gute kommen und strengeren Nachweispflichten unterliegen.

Hilfreiche Links für die Corona-Krise

Allgemeine Informationen
Aktuelle Informationen des Robert Koch Instituts zum Coronavirus Robert Koch Institut
Wichtige Fragen und Antworten zum Coronavirus Aok
Dashboard der John Hopkins Universität mit allen Infektionszahlen John Hopkins Universität
Informationen der World Health Organization zum Coronavirus WHO
Kurzarbeitergeld
Überblick über Informationen zum Kurzarbeitergeld Arbeitsagentur

FinCompare

Kurzarbeitergeld beantragen Arbeitsagentur
Merkblätter und Antragsformulare Arbeitsagentur
Kurzarbeitergeld-Rechner Deutsche Rentenversicherung
Finanzielle Hilfen
FinCompare Corona Hilfskredit FinCompare
Förderangebote der Bundesländer Förderdatenbank
KfW Corona Kredite KfW
Arbeitsrecht in Corona Zeiten
Arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Fragen zum Coronavirus Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Praxishinweise für arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
Gesundheitsschutz
“10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung” Deutsche gesetzliche Unfallversicherung Spitzenverband
Hygienetipps Infektionsschutz
Schnelle Orientierung, ob ein Arztbesuch notwendig ist CovApp der Berliner Uniklinik Charité