Die Corona-Krise stellt die Wirtschaft derzeit auf den Kopf, und viele Unternehmen können ihrer Geschäftstätigkeit nur noch begrenzt oder gar nicht mehr nachgehen. Wie manche Betriebe aber beweisen, kann die Not in Zeiten der Krise auch erfinderisch machen.

Corona führt zu Schließungen von Geschäften und Unternehmen

Diese Branchen und Unternehmen sind am schlimmsten betroffen

Die deutsche Wirtschaft ist im Krisenmodus. Die durch die Bundesregierung und durch die Landesregierungen getroffenen Beschränkungen zum Kontaktverbot aufgrund der Corona-Krise haben die meisten hierzulande ansässigen Unternehmen voll getroffen. Es gibt kaum ein Unternehmen, das sich nicht mit massiven Umsatz- und Gewinnrückgängen auseinandersetzen muss. Bei vielen Betrieben ist die Einnahmesituation im Moment gleich null. Besonders schwer getroffen sind die meisten Firmen im stationären Einzelhandel, die Gastronomie sowie der Kultur- und Veranstaltungsbereich.

Für große Schlagzeilen hat jüngst der letzte in Deutschland verbliebene deutsche Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof gesorgt. Dieser musste ein Schutzschirmverfahren einleiten, um in Eigenregie die Insolvenz abzuwenden. Aktuell macht der Konzern nach eigenen Angaben einen Umsatzverlust von 80 Millionen Euro am Tag. Zudem können keine Mieten für die Warenhäuser gezahlt werden. Die Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Galeria Karstadt Kaufhof ist aber nur ein Beispiel, das zeigt, wie es vielen Betrieben gerade geht. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Stimmen immer lauter werden, die rigorosen Kontakt- und Ausgehbeschränkungen zumindest nach und nach wieder zurückzunehmen.

Not macht in der Corona-Krise erfinderisch

Nicht alle Unternehmen haben aber ihre Betriebstätigkeit vollends eingestellt. So haben etwa viele Restaurants einen Lieferdienst eingerichtet, da das Anliefern von Speisen und Getränken nicht verboten ist. Ferner gibt es Beispiele von Blumenhändlern, die ebenfalls einen Lieferservice angeboten oder einen Drive-In errichtet haben. Einige Fitnessstudios wiederum haben Videos erstellt, zu denen ihre Kunden auch von zu Hause aus ihre Übungen machen können. Ähnliches haben auch schon vereinzelt Konzertveranstalter ausprobiert. So haben sie trotz fehlender Besucher Künstler und Bands auftreten lassen und deren Gigs per Livestream über das Internet übertragen. Menschen, die sich diese Konzerte anschauen wollten, wurden aufgerufen, die Künstler und Veranstalter mit einer Spende zu unterstützen. Nicht zuletzt wird das Medium Internet derzeit auch viel von Musik- und Gesangslehrern genutzt, die ihre Schüler via Videoübertragung weiter betreuen.

Unternehmen rüsten um in der Corona-Krise

Die Bundesregierung macht immer wieder deutlich, dass sie die Wirtschaft und deren Akteure so stabil wie möglich halten möchte und hat deswegen den Weg für viele Förderprogramme frei gemacht. Kleinunternehmen und Selbstständige bekommen direkte finanzielle Unterstützung, die sie auch nicht zurückzahlen brauchen. Andere Betriebe erhalten Kredite und Steuererleichterungen. Zudem kann für die Belegschaft Kurzarbeitergeld beantragt werden.

Darüber hinaus hat die Bundesregierung ein großes Interesse daran, dass verstärkt Beatmungsgeräte sowie Atemschutzmasken hergestellt werden. Bei den Beatmungsgeräten sind vor allem die Automobilfirmen gefragt. Mit gutem Beispiel sind in anderen Ländern etwa die Konzerne FiatChrylser und Ford vorangegangen. US-Präsident Donald Trump wiederum hat den größten US-Autobauer General Motors dazu angehalten, ebenfalls in diesem Bereich aktiv zu werden.

Auch in Deutschland sollen Firmen Beatmungsgeräte bauen und erhalten dafür staatliche Zuschüsse, um möglichst schnell mit der Produktion großflächig starten zu können. Eine noch größere Relevanz hat das Thema Atemschutzmasken sowie die Herstellung von weiterer Schutzkleidung. Es herrscht ein großer Mangel, weil Lieferketten aus Asien unterbrochen sind. Vor allem Krankenhäuser und Arztpraxen müssen dringend mit professionellem Material ausgestattet werden, damit sich nicht die Mitarbeiter anstecken und das Virus an weitere Patienten weiter geben. Hier herrscht akuter Handlungsbedarf. Zu den prominentesten Beispielen, bei denen die Produktion aufgrund der Corona-Krise bereits umgestellt wurde, ist der Sportwaren- und Bekleidungshersteller Trigema. Das im baden-württembergischen Burladingen ansässige Unternehmen lässt seine Näherinnen und Näher derzeit bereits Atemschutzmasken produzieren. Andere Firmen, die in ihrem normalen Alltagsgeschäft auf den Bau von Messeständen spezialisiert sind, wiederum haben in jüngster Zeit verstärkt Plexiglaswände hergestellt, die derzeit in Geschäften zum gesundheitlichen Schutz von Mitarbeitern und Kunden verstärkt benötigt werden. Verschiedene Schnapsbrennereien sowie Bierbrauer dagegen stellen neben ihren Getränken im Moment auch Desinfektionsmittel her. In diesem Bereich engagiert sich unter anderem die Bremer Brauerei Becks sehr stark.

Was machen diese Unternehmen richtig?

Natürlich lassen sich die eben beschriebenen Beispiele nicht eins zu eins auf jeden anderen Betrieb übertragen. Aber dennoch zeigen sie, dass sich mit Kreativität und flexiblem Handeln und Denken eine Menge bewegen lässt. Die genannten Beispiele machen Mut, dass nicht alle Menschen derzeit in einer Art Schockstarre verharren und nur darauf warten, dass die Corona-Krise endlich vorbei ist. Unternehmen, die auf Kreativität setzen, retten nicht nur Teile ihres Umsatzes, sondern leisten zum Teil sogar gute Dienste, die die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamen. Sie stellen Dinge her, die dringend in der Gesundheitsversorgung benötigt werden. Sie stehen aber auch den Menschen zur Seite, die momentan die meiste Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen müssen, um ihnen ein kleines Stück Alltag zu erhalten. Sie unterhalten sie und bringen sie auf andere Gedanken.

Werden auch Sie erfinderisch!

Vielleicht sind diese Beispiele auch für Sie eine kleine Inspiration, um selbst ein wenig erfinderisch zu werden. Vielleicht gibt es auch in Ihrem Tätigkeitsbereich Möglichkeiten, die sich trotz der vielen Einschränkungen immer noch realisieren lassen. Nicht selten macht die Not erfinderisch, und unter Druck entstehen nicht selten gute Ideen, die tragfähige Lösungen hervorbringen.
Wer etwa einen Lieferdienst für sein Restaurant einführt, der muss diesen auch nicht zwingend nach dem Ende der Corona-Krise beenden, sondern kann diesen dauerhaft fortführen und sich so ein weiteres dauerhaftes Geschäftsfeld erschließen. Wer wiederum ein Einzelhandelsgeschäft betreibt und noch keinen eigenen Onlineshop besitzt, der kann die Zeit der Schließung nutzen, sich einen solchen einzurichten und erste Gehversuche mit diesem zu machen. Auch dies ist keine verkehrte Maßnahme, da der stationäre Handel immer weniger darum herum kommt, sich den Internethandel als weiteres Standbein zu erschließen.

Da zurzeit vieles passiert, was wir vor ein paar Wochen nicht mal zu denken gewagt haben, ist es selbstverständlich für Unternehmer und Selbstständige auch nicht verboten, ganz neue Geschäftsideen zu entwickeln und vorzubereiten. Dies können durchaus auch Ideen sein, die mit dem bisherigen Geschäftsfeld nichts zu tun hatten. Auch wenn diese Ideen sich vielleicht nicht aktuell umsetzen lassen, können sie aber ein wichtiger Impuls für die Zeit nach der Corona-Krise sein. Wer seine Planung bis dahin abgeschlossen hat, hat die Zeit sinnvoll genutzt und kann dann sofort durchstarten. In jedem Fall ist aktives Tun immer besser, als nur passiv abzuwarten. Gleiches gilt natürlich auch für angehende Unternehmer, die bislang einen beruflichen Traum hatten, aber aufgrund Ihrer vielen Arbeiten vielleicht nie die Zeit hatten, diesen sinnvoll zu planen.

Ideen finanzieren lassen

Mit Sicherheit kostet in den meisten Fällen die Umsetzung dieser Ideen auch Geld, welches nicht immer vorhanden ist. Doch auch in Zeiten der Corona-Krise sind nach wie vor viele Banken und Finanzdienstleister bereit, innovative Konzepte zu unterstützen. Da gerade aber auch Banken Ihre Filialen schließen mussten, rücken immer mehr Online-Dienste in den Fokus, die Finanzprodukte auf einfachem Wege vermitteln. Mit diesen lassen sich Finanzierungswünsche ganz leicht von zu Hause aus regeln.

Jetzt unverbindliche Finanzierungsanfrage stellen

Erhalten Sie bis zu 5 individuelle Angebote ✔

Bei FinCompare können Sie ganz einfach von zu Hause aus Finanzierungshilfe beantragen und wir vergleichen Angebote aus über 250 Finanzieren für Sie, sodass Sie am Ende ein passgenaues Angebot erhalten und für Ihre Umsetzungen benutzen können. Finanzierungen über FinCompare lassen sich schnell und unkompliziert abschließen. Außerdem bieten wir bei FinCompare selbstverständlich auch eine professionelle und umfassende Beratung und helfen Ihnen gerne bei der Überbrückung der Corona-Krise mit Hilfskrediten, sowie anderen Finanzierungsalternativen.