Die Corona-Krise ist in Deutschland noch relativ jung. Dennoch stellt sich schon nach wenigen Tagen heraus, dass die negativen Folgen für die Wirtschaft enorm sein können. Dabei trifft die Corona-Krise den Tourismus und die Hotelbranche besonders hart. Menschen werden aufgefordert, zu Hause zu bleiben und das Reisen zu unterlassen. Das Ausmaß der Folgen dieser Krise ist heute noch gar nicht absehbar.

Prognose: Umsatzeinbußen von 10 % für deutsche Reisebranche in 2020

Die Corona-Krise ist erst wenige Tage alt und dennoch gibt es für die deutsche Reisebranche bereits eine erste Prognose des Instituts Statista. Demnach könnten die Umsätze im laufenden Jahr um zehn Prozent einbrechen. Da sich die Ereignisse in diesen Tagen mehr oder weniger überschlagen, stellt sich die Frage, ob diese als negativ gewertete Prognose überhaupt ausreichend ist. Bislang sind die von der Regierung und den einzelnen Bundesländern beschlossenen Einschränkungen für den Zeitraum von etwa einem Monat bis zu 19. April beschlossen. Doch ob diese Beschlüsse angesichts der exponentiell steigenden Erkrankungszahlen ausreichend sind, kann derzeit niemand mit absoluter Sicherheit sagen.

Maßnahmen der Regierung und der Länder treffen die Branche hart

Die Maßnahmen, die in den letzten Tagen getroffen wurden, sprechen dafür, dass die Umsatzeinbußen noch höher ausfallen könnten. Das Auswärtige Amt reagiert auf die rasche Ausbreitung des Virus mit einer weltweiten Reisewarnung und einem deutschlandweiten Verbot von touristischen Übernachtungen. Außerdem wurden die Grenzen geschlossen.

Gastronomie ist ebenfalls betroffen

Restaurants dürfen nur noch mit zeitlicher Begrenzung geöffnet haben. Und es gibt weitere Regeln: Die Tische müssen in einem Abstand von 1,5 Metern zueinander aufgestellt werden. Somit wird die Anzahl der Gäste automatisch begrenzt. Darüber hinaus halten sich immer mehr Menschen an die Auflagen. Sie meiden die Öffentlichkeit und gehen nur noch für notwendige Besorgungen oder Arztbesuche aus dem Haus. Die große Bevölkerungsgruppe der Senioren ist angehalten, ihr Zuhause gar nicht mehr zu verlassen. Diese vielen Einschränkungen beflügeln die Corona-Krise im Tourismus und in der Hotelbranche. In der Folge brechen die Einnahmen in vielen Hotels und Restaurants komplett weg.

Auch nach der Lockerung einiger Auflagen zum 20.04.20 haben sich die Bedingungen für die Gastronomie- und Hotelbranche nicht verbessert. Inzwischen schätzt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband die Anzahl nahender Insolvenzen auf ungefähr 70 000 Hotel- und Gastronomiebetriebe. Das wäre jeder dritte Betrieb. Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) ist sich des Problems bewusst und hat bereits Hilfen angekündigt. Welche Form diese Hilfe jedoch annehmen wird, ist vorerst unklar. Während verschiedene Stimmen eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf 7% fordern, zieht Altmaier auch Hilfen bei Modernisierungen und Kosteneinsparungen in Betracht.

Ausbleibende Einnahmen für weitere Branchen

Betroffen sind auch Besitzer von Ferienwohnungen sowie Inhaber von Campingplätzen und Vermieter von Ferienanlagen, die beispielsweise für Klassenfahrten genutzt werden. Durch die bundesweiten flächendeckenden Einschränkungen und das Ausbleiben von ausländischen Gästen kann bereits jetzt davon ausgegangen werden, dass sich die Prognose der Umsatzeinbußen noch erhöhen wird.

Reisebüros, Hotels, Gaststätten und Sehenswürdigkeiten kämpfen um Besucher

Bilder aus den deutschen Metropolen Frankfurt am Main und Berlin zeigen das Ausmaß der Corona-Krise für den Tourismus: Straßen und Einkaufsviertel, in denen sich die Menschen sonst drängen, sind menschenleer. Gleiches gilt für die Sitzplätze in öffentlichen Verkehrsmitteln, die sonst während der Rushhour so gut wie gar nicht zu bekommen waren. Viele Hotels haben bereits geschlossen. Gleiches gilt für Sehenswürdigkeiten und alle Geschäfte, die keine existenzielle Versorgung anbieten. Restaurants und Bars haben noch Zulauf. Doch die Experten warnen davor, sich in Eisdielen oder Restaurants mit Freunden oder Arbeitskollegen zu treffen. Ausschließlich der Kontakt mit der Familie, mit der man zusammenlebt, sollte gelebt werden. Und dies nach Möglichkeit in den eigenen vier Wänden. Somit könnte die Zahl der Restaurantbesucher komplett einbrechen. Es gibt bereits jetzt Gaststätten, in denen sich nur noch vereinzelt Besucher aufhalten. Am 18.3. hat ein Ort in Bayern als erster bundesweit eine Ausgangssperre verhängt. In der Konsequenz müssen auch die Gaststätten schließen. Es ist zu erwarten, dass es angesichts der rasanten Ausbreitung des Virus weitere Ausgangssperren geben wird. Somit steuert die Corona-Krise im Tourismus auf einen neuen Höhepunkt zu.

Die Lage spitzt sich zu: Maßnahmen der Tourismusbranche in Zeiten der Corona-Krise

Die Tourismusbranche steht vor einer Herausforderung, die es so in der Bundesrepublik Deutschland noch nicht gegeben hat. Um dennoch Kunden zu halten und zu einer künftigen Buchung zu ermuntern, wurden Maßnahmen auf den Weg gebracht. Diese betreffen unter anderem Änderungen in den oftmals nicht sehr kundenfreundlichen Geschäftsbedingungen, was die Umbuchungen und Stornierungen betrifft. In einigen Unternehmen kommt es bereits jetzt zu Entlassungen und Schließungen von Betrieben. Einige Beispiele für Maßnahmen, die der Corona-Krise im Tourismus begegnen sollen:

  •  Stornierungs- und Umbuchungsregeln gelockert

Einige Unternehmen, die der Tourismusbranche angehören, haben ihre Regeln für die Stornierung von Flügen und Hotelaufenthalten, aber auch von Pauschalreisen angepasst. So hat TUI den kompletten Geschäftsbetrieb eingestellt. Kunden können wählen, ob sie eine gebuchte Reise stornieren und das Geld zurückerhalten oder eine neue Reise buchen möchten. Fluggesellschaften haben ihre Geschäftsbedingungen ebenfalls gelockert. Lufthansa erstattet den Kunden das Geld zurück. Ryanair hat den Flugbetrieb vorläufig eingestellt. Easyjet zeigt sich weniger kulant und beruft sich trotz weltweiter Reisewarnung auf die Geschäftsbedingungen, die eine kurzfristige Stornierung nicht erlauben. Kunden können ihren Flug auf einen späteren Zeitpunkt umbuchen.

Das Buchungsportal booking.com richtet sich nach den Einreisebeschränkungen der jeweiligen Länder und bietet kurzfristige Stornierungen an. Reedereien mussten viele Kreuzfahrten absagen. Auch hier besteht die Option einer Umbuchung. Die Rückzahlung des Reisepreises ist trotz Absage der Kreuzfahrten bei Anbietern wie Aida offiziell nicht vorgesehen.

  • Mitarbeiterentlassungen, zur Kostenreduktion

Vor allem kleine Unternehmen können die plötzlichen Einnahmeverluste nicht ausgleichen. Somit kommt es zu Mitarbeiterentlassungen, um die Kosten zu reduzieren.

  • Einreisestopps der Länder

Mittlerweile wurden die Grenzen in Europa bis auf wenige Ausnahmen geschlossen. Viele Länder haben Einreiseverbote erteilt. Somit hat die Corona-Krise im Tourismus ihren Höhepunkt erreicht. Reisen werden auf unabsehbare Zeit nicht möglich sein. Auch innerhalb Deutschlands sind Reisen zu touristischen Zwecken untersagt und entsprechende Buchungen von Hotels und Ferienwohnungen verboten.

  • Verkürzte Öffnungszeiten von Restaurants

Restaurants dürfen in vielen Bundesländern nur noch bis 18 Uhr öffnen. In einigen Bundesländern wurde die Schließung angeordnet oder die Öffnungszeiten auf 15 Uhr verkürzt. Dies führt zu erheblichen Verlusten für die Restaurantbetreiber.

Liquiditätsengpass mit Firmenkredit oder Förderkrediten der KfW überstehen

Es gibt die Möglichkeit, die Corona-Krise im Tourismus mit einem Firmenkredit oder mit Förderkrediten der KfW-Bank zu überstehen. Auch FinCompare bietet gerade in solchen Zeiten Überbrückungskredite an. Dabei erfolgt ein starke Hilfestellung durch unsere Finanzexperten, die Ihnen in einer solch turbulenten Zeit gerne zur Seite stehen. Die Auszahlung dieser Kredite geht schnell und sie ist unbürokratisch. Die finanziellen Mittel dienen der Überbrückung von Einnahmeausfällen. So können Mieten oder Lieferanten trotz ausbleibender Kunden bezahlt werden.

Jetzt unverbindliche Finanzierungsanfrage stellen

Erhalten Sie bis zu 5 individuelle Angebote ✔

Darüber hinaus gibt es ein aktuelles Versprechen der Regierung, in der Corona-Krise für alle Branchen finanzielle Mittel bereitzustellen.