Messen und Veranstaltungen müssen durch die Lockdown-Maßnahmen von Bundes- und Landesregierung, bezüglich des Coronavirus aus bleiben. Das ist ein großer Schock für viele Veranstalter die Messen und Veranstaltungen nutzen um Ihre neuen Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Welche Folgen das Lockdown für Unternehmer hat und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Zeit zu überbrücken, lesen Sie in diesem Artikel.

Den Ausfall von Messen und Konferenzen kompensieren

Messen waren in der Vergangenheit immer ein wichtiger Marktplatz, um Produktneuheiten oder innovative Dienstleistungen vorzustellen. Ähnlich verhielt es sich mit Konferenzen, auf der etwa Wissenschaftler wichtige neue Forschungsergebnisse untereinander ausgetauscht haben. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wurden sämtliche Messen und Konferenzen gecancelt, und die Aussichten für das komplette Jahr sind düster. Führende Virologen gehen zwar davon aus, dass die den Lockdown betreffenden Maßnahmen von Bundes- und Landesregierung schon bald wieder gelockert werden könnten, aber nur nach und nach. Große Events mit mehreren Hundert, wenn nicht sogar Tausenden, Besuchern stehen dabei ganz hinten an. Bei ihnen ist nach wie vor die Gefahr zu groß, dass es dort schnell zu Masseninfizierungen kommen kann.

Wenn auch Sie von Messeausfällen betroffen sind, können Sie mit ein paar Maßnahmen dagegen steuern. Experten empfehlen etwa, Alternativen für Messen und Konferenzen zu suchen. Im Vordergrund stehen dabei vor allem Online-Lösungen – wie etwa das digitale Customer Relationship Management (CRM – zu Deutsch Kundenbeziehungs-Management). Die meisten Firmen besitzen viele Kundenkontakte, die sie bisher aber nicht auf digitalem Wege nutzen. Jetzt gilt es, Einverständniserklärungen einzuholen, die erlauben diese digitalen Wege zu betreten. Ist die Bahn frei, kann die eigene Webseite aber auch Newsletter und ähnliche auf die Firmen zugeschnittene digitale Werkzeuge genutzt werden. Selbstverständlich sollten jetzt auch verstärkt Social-Media-Kanäle zum Tragen kommen, um Produktneuheiten oder Entwicklungen einem breiten Publikum zu präsentieren. Nutzen wird dies aber nur den Messe- oder Konferenzteilnehmern, nicht aber den Veranstaltern.

Seminare können über Videokonferenzen gehalten werden

Einen regen Zulauf erfahren in Zeiten der Corona-Krise auch Dienstleister, mit denen sich Videokonferenzen abhalten lassen können. Die einzelnen Teilnehmer sitzen alleine in ihren Büros – oder noch besser im Homeoffice – und tauschen sich miteinander aus. Diese Technik hat vor Corona schon einwandfrei funktioniert, doch jetzt haben viele Anbieter damit zu kämpfen, ausreichend viele Kapazitäten und stabile Verbindungen vorzuhalten. An genau diesen Problemen wird jedoch gearbeitet, und viele Experten sind sich sicher, dass auch nach einem Ende der Pandemie, die Beliebtheit an Videokonferenzen bestehen bleiben wird. So wird wohl die Anzahl an Dienstreisen abnehmen, was letztendlich der Umwelt zugutekommen könnte.

Wie geht es mit Konzerten und anderen Live-Veranstaltungen weiter?

Corona-Krise-Ausfall-von-Messen-und-Veranstaltungen

Konzerte und andere Liveveranstaltungen haben in den vergangenen Jahren einen enormen Zulauf erlebt. Gerade der Besuch von Live-Auftritten von Musikern hatte sich in jüngster Zeit zu einem regelrechten Boom entwickelt. Doch auch das ist dank Corona im Moment nicht mehr möglich. Und auch hier sind die Aussichten für die kommenden Monate eher trübe.

Denn auch bei Veranstaltungen dieser Art treffen einfach zu viele Menschen auf einmal zusammen. Das Risiko einer rasanten Virusausbreitung wäre einfach viel zu hoch. Betroffen sind die Künstler, aber vor allem die Veranstalter, deren Einnahmen derzeit bei null liegen. Zu befürchten ist, dass sie noch über einen längeren Zeitraum staatliche Zuwendungen benötigen werden. Ansonsten drohen massenhafte Insolvenzen in diesem Bereich.

Die Zukunft der Sportveranstaltungen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hält immer noch daran fest, die aktuelle Fußballsaison zu Ende zu spielen. Bisher wurde der Termin für eine Wiederaufnahme der Spiele bereits einmal verschoben. Angedacht ist aber nach wie vor, dass die Begegnungen ohne Zuschauer stattfinden sollen – also als sogenannte Geisterspiele. Eine Übertragung im Fernsehen soll dann weiter möglich bleiben. Der Virologe Alexander S. Kekulé hält dies auch für praktisch durchführbar, vorausgesetzt die Spieler gehen erhöhten Schutzmaßnahmen nach, verhalten sich also so, als wären sie unter Quarantäne gestellt. Bei anderen Sportarten wie Handball oder Basketball tun sich andere Probleme auf. Auch Spiele in dieser Sportarten dürften nicht mehr vor Publikum stattfinden. Aber gerade dort werden die meisten Erlöse nicht durch Fernseheinnahmen generiert, sondern durch verkaufte Tickets und Sponsorengelder. Vereinen, die mit keinem großen Finanzpolster ausgestattet sind, droht die Insolvenz.

Kinos und Freizeiteinrichtungen

Kinos, Indoor-Spielplätze oder auch die großen Freizeitparks haben ebenfalls dicht. Die Prognosen, wann sie wieder öffnen können, sind nicht ganz so dramatisch wie die für die Öffnung der großen Fußballstadien und Sportarenen. Aber auch hier wird es wohl noch einige Monate dauern, bis der Betrieb wieder anläuft. Und dann wird es wahrscheinlich zunächst einmal strenge Auflagen geben. So wird wohl nur eine bestimmte Anzahl an Personen Eintritt erhalten, und ein Mindestabstand wird eingehalten werden müssen.

Ticketerstattungen bei Ausfällen

Bis vor kurzem gab es eine Regelung, dass Veranstaltungen aus dem Sport- oder Eventbereich bis zum 5. April nicht mehr stattfinden dürfen und dass bis dahin der Ticketpreis erstattet werden muss. Nun liegt der 5. April bereits in der Vergangenheit, und eine Durchführung solcher Veranstaltungen ist weiterhin und auf unbestimmte Zeit nicht mehr durchführbar. Verbraucher haben aber nach wie vor für Veranstaltungen, für die sie ein Ticket gekauft haben, das Recht, ihr Geld zurückzuverlangen, wenn der Veranstalter seiner Leistungspflicht nicht nachkommt – die Veranstaltung also ausfällt. Wer jedoch jetzt schon für etwa ein Konzert im November sein Ticket zurückgeben möchte, weil er Angst vor dem Virus hat, der hat bislang noch keinen Anspruch auf Rückerstattung. Der Grund: Soweit lässt sich momentan noch nicht in die Zukunft schauen, und es ist noch nicht absehbar, wie die Corona-Situation sich dann verhält. Allerdings wird es für die meisten Veranstalter zunehmend schwieriger, allen Ansprüchen gerecht zu werden, weil auch hier das notwendige Geld nicht vorhanden ist. Eine Krücke, die derzeit viel genutzt wird, ist mit Gutscheinen, die nach Ende der Corona-Krise eingelöst werden können, das Problem zu überbrücken. Wird ein solcher Gutschein vom Kunden akzeptiert, muss der Veranstalter zwar kein Geld auszahlen, nimmt sich aber zu einem späteren Zeitpunkt die Einnahmen. So drohen wiederum viele Verluste und Insolvenzen, wenn der Staat nicht finanziell unterstützt.

Der wirtschaftliche Schaden durch den Ausfall von Veranstaltungen

Wenn Sie sich fragen, wie hoch der wirtschaftliche Schaden im Veranstaltungsbereich werden wird, lässt sich diese Frage nicht beantworten. Momentan kann noch niemand prognostizieren, wie lange die Corona-Krise noch anhalten wird. Und mit jedem Tag wird der Schaden höher. Hinzukommt, dass Corona auch kein rein deutsches Problem ist. Selbst wenn hierzulande das Krisenmanagement bald erste Erfolge zeigen wird, sind wir immer noch von den Entwicklungen im Ausland abhängig, die auch unsere Wirtschaft massiv beeinflussen. Können etwa keine internationalen Popstars aus den USA aus- oder einreisen, ist mit ihnen kein Konzert möglich. Kann eine spanische Fußballmannschaft nicht auf eine deutsche in der Champions League treffen, so gibt es kein Spiel. Fakt ist aber jetzt schon, dass der Schaden alleine im deutschen Veranstaltungswesen in die Milliarden gehen wird.
Jetzt unverbindliche Finanzierungsanfrage stellen

Erhalten Sie bis zu 5 individuelle Angebote ✔