cgfhrtyert2020-03-03T12:07:34+01:00

FAQs – Häufig gestellte Fragen

Mezzanine-Kapital – Was ist das und für wen eignet es sich?2020-08-19T11:36:25+02:00

Mezzanine bezeichnet sämtliche Finanzierungsformen, deren bilanzielle Bewertung zwischen reinem Eigenkapital und klassischem Fremdkapital liegt. Die jeweilige vertragliche Auswertung der Finanzierung legt fest, ob das Mezzanine-Kapital als Eigenkapital (Equity Mezzanine) oder als Fremdkapital (Debt Mezzanine) bewertet wird.

Diese Form der Finanzierung ermöglicht Unternehmen, wirtschaftliches Eigenkapital aufzunehmen, ohne dass die unternehmerische Freiheit der Unternehmen eingeschränkt wird. Mezzanine-Kapital, das von den Banken wirtschaftlich als Eigenkapital behandelt wird, verbessert so das Rating des Unternehmens. Daraus resultierend, wird die Aufnahme von Fremdkapital erheblich erleichtert. Mezzanines Kapital kann aufgrund fehlender gesetzlicher Definition auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten werden. Es ist daher in unterschiedlichen Gestaltungsformen möglich.

Mezzanine-Kapital eignet sich für:

Mezzanine-Kapital ist insbesondere für Unternehmen in Wachstums- oder Sanierungsphasen geeignet, bei Management-Buyouts oder in Situationen, in welchen andere Finanzierungsinstrumente aufgrund von geringem Eigenkapital oder fehlender Sicherheiten nicht möglich sind.

Lagerfinanzierung – Was ist das und für wen eignet es sich?2020-02-13T10:53:24+01:00

Die Bereitstellung von Liquidität für anstehende Investitionen oder den alltäglichen Bedarf an Betriebsmitteln ist für mittelständische Unternehmen häufig eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Oftmals wird zum Kontokorrentkredit gegriffen, welcher jedoch als ein teures Instrument zur kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung gilt. Eine weniger bekannte, dennoch sehr attraktive Finanzierungsalternative stellt die Lagerfinanzierung dar. Als Sicherheit dienend, wird die im Lager gebundene Liquidität freigesetzt. Dabei stellt der Finanzdienstleister nach Berechnung des eingelagerten Wertes der Güter einen Kreditrahmen zur Verfügung. Manche Lagerfinanzierer können durch Monitoring-Tools den Lagerwert nachverfolgen. Dadurch kann dieser dem KMU einen höheren Prozentsatz an Liquidität als die banküblichen 15-25% bereitstellen.

Es wird somit Liquidität aus dem vorhandenen Lagerbestand geschaffen. Neben der stärkeren Unabhängigkeit von der Hausbank, entlastet die Lagerfinanzierung den Gesamtfinanzierungsplan, ermöglicht damit neue Ertragsquellen (Boni, Skontoerträge etc.) und passt sich flexibel dem Wachstum eines Unternehmens an. Die Liquidität, die im Umlaufvermögen sitzt, wird dadurch zugänglich. Eingerichtete Kreditlinien bei der Hausbank können durch eine Finanzierung des Lagerbestandes abgebaut werden, bzw. für andere Zwecke verwandt werden.

Lagerfinanzierung ist geeignet für:

Eine Lagerfinanzierung ist besonders geeignet für kleine- und mittelständische Unternehmen, die ein Warenlager besitzen, d.h. im Handel und Großhandel tätig sind, sowie Produktionsbetriebe, die mit hohen Warenbeständen in Lagerhaltung arbeiten. Gleichzeitig sollte das Lager mehrmals im Jahr umgeschlagen werden. Darüber hinaus sollte das Unternehmen generell eher gute Zahlen, eine stabile Auftrags -und Ertragslage nachweisen können, sowie bei Bedarf positive Auskünfte bzgl. Bonität etc. vorlegen können. Ein Mindestumsatz von € 1.000.000 wird verlangt und der Lagerbestand sollte mindestens € 200.000 betragen. Die Finanzierungsquote des Einkaufswertes ist abhängig von der Art des Warenbestandes. Je nach Art des zu finanzierenden Lagerbestandes kann dies von 40-80% des Nettowarenwertes sein. Dieser Lagerbestand kann dann entweder z.B. quartalsweise refinanziert werden, oder bekommt als Teil eines Unternehmerkredites eine Laufzeit von 48-72 Monaten, welcher dann wiederum durch regelmäßige monatliche Raten zurückgeführt wird.

Kreditfinanzierung – Was ist das und für wen eignet es sich?2020-02-13T10:53:30+01:00

Arten der Kreditfinanzierung: Falls Sie den Einkauf von Waren oder Rohstoffen planen oder Aufträge vorfinanzieren wollen, hilft ein Betriebsmittelkredit. Betriebsmittelkredite sind kurz- bis mittelfristige Kredite zur Finanzierung des Umlauf­vermögens. Im laufenden Produktionsprozess wird dieser Kredit häufig immer wieder neu gezogen und deshalb durch regelmäßige Verlängerung auch längerfristig zur Verfügung gestellt. Betriebsmittelkredite haben meist eine Laufzeit zwischen drei Monaten und drei Jahren und können entweder als klassisches Darlehen gewährt werden (Betriebsmitteldarlehen) oder als laufender Kreditrahmen (Kontokorrentkredit). Nachdem Ihre Bonität überprüft wurde, steht Ihnen der Betriebsmittelkredit oftmals schon nach wenigen Tagen zur Verfügung.

Investitionskredit

Mit einem Investitionskredit finanzieren Sie Anschaffungen des Anlagevermögens, beispielsweise Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge oder IT-Infrastruktur. Während der Laufzeit des Kredits sind Zinsen und Tilgung zu leisten. Es können zwischen Annuitätendarlehen (konstante Raten), Ratendarlehen (sinkende Raten) und endfälligen Darlehen (Tilgung am Ende der Laufzeit) unterschieden werden. Die Bonität Ihres Unternehmens sowie Art und Höhe der Sicherheiten entscheiden über die Höhe der Verzinsung.

Immobilienkredite

Immobilien sind spezielle Investitionsvorhaben, deren Finanzierung typischerweise ein größeres Volumen und längere Laufzeiten mit sich bringen. Beispiele sind der Bau einer Produktions- oder Lagerhalle, der Kauf von Grundstücken oder die Übernahme eines Bürogebäudes. Immobilienkredite unterscheiden sich in Zinshöhe und Laufzeit, sind aber in den überwiegenden Fällen Annuitätendarlehen mit langfristiger Zinsfestschreibung. Aufgrund der Höhe des Kredits müssen Ihre Bonität sowie die mitgebrachten Sicherheiten überzeugen. In den meisten Fällen sind Vollfinanzierungen unüblich, dafür können jedoch öffentliche Fördermittel beantragt werden.

Kredite und Darlehen

Die Kreditfinanzierung in Form von Firmenkrediten und Darlehen sind für fast alle Liquiditätsmaßnahmen bzw. Investitionsvorhaben in allen Branchen und für fast alle Unternehmensgrößen geeignet. In Zeiten von Niedrigzinsen lohnen sich insbesondere mittel- und langfristige Darlehen, da Sie auch in Zukunft von niedrigen Zinsen profitieren können.

Gewerbliches Leasing – Was ist das und für wen eignet es sich?2020-02-13T10:45:56+01:00

Im Mittelstand ist gewerbliches Leasing seit Jahren ein sehr beliebtes Finanzierungsinstrument. Es ist eine geeignete Alternative zum klassischen Investitionskredit oder zur Finanzierung aus Eigenmitteln. Anstatt Investitionsgüter zu kaufen, nutzen Sie beim Leasing beispielsweise Maschinen, Fahrzeuge oder auch Immobilien gegen Gebühr (Leasingrate) über einen festgelegten Zeitraum. Besonders interessant ist gewerbliches Leasing, wenn Eigenkapital anderweitig gebunden ist oder Kreditlinien nicht weiter belasten werden sollen.

Gewerbliches Leasing wird in der Regel bilanzneutral gestaltet. Dabei wird das Leasingobjekt bei der Leasinggesellschaft bilanziert und Leasingraten werden gewinnmindernd als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht. Dadurch verhindern Sie die Minderung der Eigenkapitalquote und schonen die Liquidität. Leasingvereinbarungen sind flexibel und können auf Volumen, Leasingobjekt und Laufzeit abgestimmt werden. Sie können beispielsweise entscheiden, ob das Leasinggut nach Ablauf des Leasingvertrags im Besitz des Leasinggebers verbleibt oder von Ihnen übernommen werden soll.

Es gibt verschiedene Spezialformen des gewerblichen Leasings. Es muss sich beispielsweise nicht immer um eine Neuanschaffung handeln. Auch bereits im Besitz befindliche Investitionsgüter können an ein Leasingunternehmen verkauft und von diesem über eine vereinbarte Laufzeit zurückgemietet werden (sog. Sale-Lease-Back). Dadurch heben Sie ggf. stille Reserven, erzielen einen sofortigen Liquiditätszuschuss und verbessern die Eigenkapitalquote. Im Rahmen eines operativen Leasing haben Sie die Möglichkeit, für spezifische Objektgruppen bestimmte Serviceleistungen in den Leasingvertrag zu integrieren. Dies könnten beispielsweise Wartung und Reparatur sein.

Firmenleasing eignet sich für:

Gewerbliches Leasing eignet sich für die Finanzierung fast aller Investitionsgüter. Ob Sie den Fuhrpark ergänzen wollen, neue Maschinen oder Produktionsanlagen anschaffen oder die Geschäftsausstattung erweitern wollen – wir finden für Sie den passenden Leasinganbieter.

Factoring – Was ist das und für wen eignet es sich?2020-09-01T11:53:40+02:00

Als Unternehmer kennen Sie das Problem. Die Ware ist geliefert oder die Dienstleistung erbracht, anschließend muss im Zweifel lange auf den Zahlungseingang gewartet werden. Manche Kunden reizen das Zahlungsziel nicht nur vollständig aus, sondern überziehen es sogar. Forderungsausfälle sind dabei noch nicht berücksichtigt. Insgesamt bringen diese Situationen Probleme für Ihre Liquiditätsplanung mit sich. Hier bietet Ihnen Factoring eine Lösung, indem Sie ausstehende Forderungen an eine dritte Partei (den Factoringanbieter) abtreten.

Sie vermeiden dadurch unnötige Kapitalbindung und die gewonnene Liquidität steht Ihnen sofort für andere Zwecke zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie das Debitorenmanagement an die Factoringgesellschaft abgeben (“Full-Service-Factoring”) oder im sogenannten “Inhouse-Verfahren” wie gewohnt die Zahlungseingangskontrolle und das Mahnwesen selbst führen.
Beim offenen Factoring verhält sich das Unternehmen extrem transparent dem Debitor gegenüber und informiert diesen im Voraus über die Forderungsabtretung. Beim stillen Verfahren wird der Debitor von dem Vorhaben nicht benachrichtigt.

Üblicherweise geht das Ausfallrisiko (“Delkredererisiko”) auf die Factoringgesellschaft über (“Echtes Factoring”). Dadurch sind Sie vor eventuellen Forderungsausfällen geschützt und der Forderungsverkauf ist bilanzwirksam (“True Sale”).

Die Mittel aus dem Forderungsverkauf können direkt für die Tilgung bestehender Verbindlichkeiten (z.B laufender Kredit, Kontokorrentlinie oder Lieferantenverbindlichkeiten) genutzt werden. Dadurch verkürzen Sie Ihre Bilanz und erhöhen die Eigenkapitalquote. Damit ist Factoring ein geeignetes Mittel, um Ihre Bilanzkennzahlen und Ihr Rating zu verbessern und so Ihre Position gegenüber Lieferanten und/oder Banken zu stärken. Allgemein lohnen sich Forderungsverkäufe ab 10.000 Euro und minimieren Ihren buchhalterischen Aufwand.

Factoring eignet sich für:

Sowohl große als auch kleine Unternehmen können von Factoring profitieren und ihre Liquidität verbessern. Für jedes Unternehmen gilt es, den geeigneten Anbieter zu finden, der z.B. auf eine bestimmte Branche oder Größenordnung spezialisiert ist. Für kleinere Unternehmen ist insbesondere das Übertragen des Forderungsmanagements interessant, um den Aufwand in der Buchhaltung (Zahlungseingangskontrolle, Zahlungszuordnung, Mahnwesen etc.) zu verringern.

Einzelforderungsverkauf – Was ist das und für wen eignet es sich?2020-02-13T10:45:44+01:00

Seit geraumer Zeit bieten ausgewählte Finanzdienstleister (meist FinTechs) den Einzelforderungverkauf als Finanzierungsinstrument am Markt an. Im Gegensatz zum klassischen Factoring, bietet der Einzelforderungsverkauf die Möglichkeit, einzelne Rechnungen an einen Finanzdienstleister abzutreten, ohne dass hierfür ein Rahmenvertrag eingegangen werden muss. So wird unternehmerische Flexibilität gewahrt. Zudem kann punktuell Liquidität generiert werden.

Einige Anbieter übernehmen auch das Ausfallrisiko (wie beim echten Factoring). Andere stellen lediglich einen forderungsbesicherten Kredit bereit, der im „Worst Case“, d.h. wenn der Debitor nicht bezahlt oder insolvent ist, zurückbelastet wird und somit auch nicht bilanzwirksam ist.

Auch beim Einzelforderungsverkauf besteht die Möglichkeit, dass der Forderungskäufer das Debitorenmanagement übernimmt. Dieser überwacht also den Zahlungseingang und wickelt das Mahnwesen bei einem Zahlungsverzug ab.

Einzelforderungsverkauf eignet sich für:
Einzelforderungsverkauf eignet sich für Unternehmen, die z.B. aufgrund von Saisongeschäft einen kurzfristigen Liquiditätsengpass überbrücken möchten. Weiterhin bietet der flexible Einzelforderungsverkauf eine gute Möglichkeit, das Prozedere erstmal ohne lange Vertragsbindung zu testen und sich mit den Debitoren abzustimmen. Gegebenenfalls kann es sich dann als vorteilhafter erweisen, mittels eines Factoring-Rahmenvertrags laufend das Forderungsportfolio an ein Factoring-Institut zu verkaufen.

Einkaufsfinanzierung – Was ist das und für wen eignet es sich?2020-02-13T10:46:16+01:00

Firmen haben ähnlich ihren unterschiedlichen Aktivitäten auch unterschiedlichen Finanzierungsbedarf. Nicht nur große Maschinen und Expansionsphasen sind zu finanzieren, auch das laufende Geschäft – d.h. der Rohstoff- und Wareneinkauf – muss finanziert werden. Bisher nutzen viele Unternehmen hier immer noch die Kreditlinie ihrer Hausbank. Dies ist aber häufig teuer, nimmt unternehmerische Flexibilität und schränkt die verfügbare Liquidität ein. Nun kommt das sogenannte Finetrading bzw. die Einkaufsfinanzierung ins Spiel. Was ist Einkaufsfinanzierung?

Die Funktionsweise ist sehr einfach. Ihre ausstehenden Verbindlichkeiten beim Lieferanten werden von einem Zwischenhändler, dem Einkaufsfinanzierer, beglichen. Auswahl der Waren, Preisverhandlungen, Bestellung, sowie dann Annahme, Lagerung und Weiterverarbeitung läuft wie gewohnt ab.

Das Hinzuziehen eines Einkaufsfinanzierers gibt dem Abnehmer beim Bezahlprozess die Möglichkeit, die eigenen Kreditlinien zu schonen und mehr Liquidität zur Verfügung zu haben. Der Einkaufsfinanzierer übernimmt dabei die Bezahlung des Lieferanten unter bestmöglicher Ausnutzung von angebotenen Skonti und Rabatten. Dem Käufer wird vom Einkaufsfinanzierer dabei ein Zahlungsziel von bis zu 120 Tagen gewährt. Die Ware wird dabei zur direkten Weiterverwendung unter Eigentumsvorbehalt zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird eine gute Beziehung zum Lieferanten deshalb durch eine zügige Bezahlung weiter gestärkt, da dieser auch kein Zahlungsausfallrisiko hat.

Einkaufsfinanzierung eignet sich für:

Gerade bei Großaufträgen und saisonalen Produktionsspitzen ist die Einkaufsfinanzierung ideal, um die eigenen Kontokorrentlinien zu schonen, und gleichzeitig angebotene Skonti der Lieferanten zu nutzen. Insbesondere handelbare Ware des Umlaufvermögens ist deshalb für eine Einkaufsfinanzierung geeignet. Auch eine positive Wirtschaftsauskunft ist notwendig, dabei verbessert die Einkaufsfinanzierung weiterhin das Unternehmensrating und die Bonität.