Arbeitslosigkeit in Corona Krise: So schützen Sie Ihre Mitarbeiter!

Jobverluste wegen Corona

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt sind noch nicht in allen Details absehbar. Zu erwarten ist jedoch ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit. Der wochenlange Stillstand führt in vielen Unternehmen zu Pleiten und zu Entlassungen. Ein sprunghafter Anstieg der Arbeitslosigkeit ist die Folge. Dies gilt vor allem für bestimmte Berufsgruppen und für Hilfskräfte.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland in Corona Zeiten

Die Coronavirus-Krise hat einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Folge. Betroffen sind besonders Soloselbstständige, aber auch der Handel und die Gastronomie. Die neuesten Zahlen drücken bereits eine starke Zunahme der Arbeitslosigkeit aus. Experten erwarten für die nächsten Monate weitere Spannungen am Arbeitsmarkt.

Zahlen und Fakten

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote für den Monat März um 0,7 Prozent angestiegen. Sie liegt bei 5,8 %. Die Entwicklung geht auf diesem Wege weiter, denn für den April ist eine weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Im März lag die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland bei 2.644.000. Der Zuwachs zum Vorjahr liegt bei 308.000. Im Monat April zeichnete sich der Zuwachs der Arbeitslosen noch deutlicher ab. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl bundesweit um 379.000. Dramatisch zugenommen hat die Anzahl der Kurzarbeiter. Es ist zu erwarten, dass nicht alle Kurzarbeiter in ihre Unternehmen zurückkehren können.
Der Vergleich der Arbeitslosenquote der letzten fünf Jahre zeichnet ein recht deutliches Bild. Zwischen 2015 und 2019 ist die Zahl der Arbeitslosen aufgrund der starken deutschen Wirtschaft auf ein Rekordtief von fünf Prozent gesunken. Dies ist die Zahl aus dem Jahre 2019. Im Jahre 2015 betrug die Quote noch 6,4 %. Das Jahr 2020 befindet sich erst im zweiten Quartal. Dennoch ist im Vergleich zum Vorjahr bereits ein Anstieg um 0,4 auf 5,4 Prozent zu verzeichnen. Dies entspricht in etwa der Quote aus dem Jahre 2017. Im Verlauf des Jahres ist eine Entwicklung zu erwarten, die es zuletzt in den Jahren 2004/2005 gab. In diesem Zeitraum stieg die Anzahl der Arbeitslosen binnen eines Jahres um 1,2 %.

So wirkt sich die Corona-Krise auf die Arbeitslosenquote aus

Die Corona-Krise ist in den meisten Branchen spürbar. Nur wenige Bereiche profitieren von der Krise. Supermärkte und Discounter gehören zu den Branchen, die ein Umsatzplus verzeichnen. Gleiches gilt für Bäckereien, die ihre Filialen weiter öffnen durften. Der Versandhandel und die Hersteller von Toilettenpapier, Desinfektionsmitteln und Seife profitierten ebenfalls von Corona. Die Kunden kauften außerdem mehr Schokolade. Die meisten anderen Branchen verzeichnen Verluste und gravierende Umsatzeinbußen. Besonders schlimm ist die Lage für Künstler und für Betreiber von Bars und Restaurants. Auch Betreiber von Kinos und Theaterhäusern sowie Museen, Tierparks und Zoos mussten quasi von einem Tag auf den anderen ohne Einnahmen auskommen. Die gesamte Flug- und Reisebranche verzeichnet Verluste in einem Ausmaß, das es zuletzt nach dem Krieg gegeben hat.

Kurzarbeit

Die meisten Unternehmen sehen zunächst von Entlassungen ab und schicken ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Der Staat hat am Beginn der Krise im Eilverfahren eine Gesetzesänderung erlassen. Mitarbeiter, die für einen längeren Zeitraum in Kurzarbeit sind, beziehen ein höheres Kurzarbeitergeld. Diese Maßnahmen sollen helfen, Massenentlassungen zu verhindern. Viele Unternehmen gehen davon aus, die Krise zu überstehen. Die Kurzarbeit ist hilfreich, um nach der Lockerung der Maßnahmen die gewohnten Arbeitsprozesse mit versierten und erfahrenen Mitarbeitern wieder aufnehmen zu können. Es gilt, Entlassungen zu vermeiden, solange dies möglich ist.

Entlassungen

Seit dem Beginn der Corona-Krise ist es in vielen Unternehmen bereits zu Entlassungen gekommen. Eine Verlängerung laufender Verträge blieb aus oder Mitarbeiter bekamen nach der Probezeit keinen Festvertrag. Wenn Betriebe schließen müssen, sind Entlassungen unumgänglich. Für die Mitarbeiter ist eine Entlassung während der Krise mit weitreichenden Folgen verbunden. Die Jobsuche gestaltet sich als schwierig, denn es erfolgen kaum Einstellungen von qualifizierten Mitarbeitern. Unternehmen, die von der Krise profitieren, sind auf der Suche nach Hilfskräften. Wer jedoch Arbeitslosengeld I bezieht, ist nicht immer bereit, einen Job unter seiner Qualifizierung anzunehmen. Welche Auswirkungen die Entlassungen mittel- oder langfristig haben, ist bislang noch nicht abzusehen. Eine Massenarbeitslosigkeit als Folge ist nicht ausgeschlossen.

Pleiten in den Betrieben

Die Corona-Krise hat für viele Branchen Umsatzeinbrüche zur Folge, die sich von einem Tag zum anderen ergeben haben. Nicht alle Unternehmen können mit Krediten oder Rücklagen einen totalen Umsatzverlust über einen Zeitraum von mehreren Monaten überstehen. Es gibt Hilfen vom Staat, doch diese Hilfen können die Umsatzeinbußen nicht komplett auffangen. Mittlerweile ist klar, dass es hohe Steuereinbußen und ein riesiges Loch im Bundeshaushalt gibt. Jede Betriebspleite hat nicht nur fatale Folgen für den Einzelnen, sondern auch für die Wirtschaft insgesamt. Es ist nicht absehbar, welchen Zeitraum es braucht, bis sich die Wirtschaft von der Krise erholt.

Für Ihr Unternehmen kann diese Krisenarbeitslosigkeit auch eine Chance darstellen

Es gibt Unternehmen, für die eine Krisenarbeitslosigkeit, wie sie derzeit herrscht, auch eine Chance sein kann. Dies gilt vor allem für Betriebe, die von der Krise nicht betroffen sind oder die sogar von Corona profitieren. Es gibt Bereiche, die so viel Arbeit haben, dass sie dringend Hilfskräfte benötigen. Arbeitnehmer mit einer weniger guten Qualifizierung haben die Chance, die Einstieg in ein Unternehmen zu finden und sich zu bewähren. Mitunter ist es möglich, zu einem späteren Zeitpunkt eine Qualifizierung nachzuholen.

Qualifizierte Mitarbeiter sind auf dem Arbeitsmarkt frei

Aufgrund der sehr guten Konjunktur war es für Unternehmen in den letzten Jahren schwer, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Junge Menschen und Arbeitnehmer mit einer sehr guten Ausbildung konnten sich ihren Job quasi aussuchen. Dies hat sich durch die Corona-Krise verändert. Es gibt den positiven Aspekt, dass durch Kurzarbeit und Entlassungen sehr gut qualifizierte Mitarbeiter von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Diese Mitarbeiter stehen auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. In der Vergangenheit galt es häufig als schwierig und teuer, gut qualifiziertes Personal anzuwerben oder zu rekrutieren. Dies hat sich in der Krise geändert. Ist Ihr Unternehmen von der Krise nicht betroffen, sollten Sie jetzt in eine Mitarbeitersuche investieren. Wenn die Konjunktur wieder anzieht, sind Ihre Chancen auf die Einstellung von gut qualifiziertem Personal nicht mehr so hoch wie jetzt.

Welche Branchen zeigen die meisten Entlassungen in den Corona Zeiten auf?

Es gibt Branchen, die von der Corona-Krise in besonderem Maße betroffen sind. Es gab bereits Betriebsschließungen und Entlassungen. Und es ist anzunehmen, dass in den nächsten Wochen und Monaten weitere Entlassungen folgen.

Reisebranche und Flugverkehr

Die Reisebranche hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten Zuwächse von einem ungeahnten Ausmaß erfahren. Dies trifft vor allem auf individuell gebuchte Flüge und auf Kreuzfahrten zu. Die beliebtesten Ziele innerhalb Europas konnten in der Hochsaison oftmals von einer kompletten Auslastung berichten. Seit der Corona-Krise verzeichnen diese Branchen gar keine Umsätze mehr. Es betrifft nicht nur die großen Reiseveranstalter und die umsatzstarke Kreuzfahrtbranche. Auch Vermieter von Ferienhäusern und Ferienwohnungen, Campingplatzbetreiber und Bootsvermieter sind betroffen. Wann sich die Branche von der Krise erholt, ist bislang noch nicht absehbar.

Gastronomie

Betreiber von Restaurants, Kneipen und Cafés mussten quasi von einem Tag auf den anderen ohne Einnahmen auskommen. Hier kam es bereits zu massenhaften Entlassungen. Viele Einrichtungen sind in absehbarer Zeit von einer Schließung betroffen.

Künstler

Künstler verzeichnen ebenfalls einen totalen Einkommensverlust in der Corona-Krise. Die meisten Mitarbeiter sind von Entlassungen betroffen.

Ihr Unternehmen ist stark betroffen: Was können Sie jetzt tun, um Ihre Mitarbeiter vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren?

Niemand weiß genau, wie lange die Corona-Krise andauert. Fakt ist jedoch, dass in der Zukunft möglich ist, die Erkrankung mit Medikamenten oder einer Impfung zu heilen.

Kurzarbeit

Um gute Mitarbeiter von der Arbeitslosigkeit zu bewahren, können Sie die Kurzarbeit nutzen. Die Regierung hat Erleichterungen geschaffen. Mitarbeiter können Kurzarbeitergeld für einen längeren Zeitraum beziehen. Kurzarbeit bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Mitarbeiter zu halten und bei Bedarf sofort wieder einstellen zu können.

Staatliche Hilfen
Beantragen Sie staatliche Hilfen, um Ihren Betrieb durch die Krise zu führen. So vermeiden Sie eine Abwanderung von gut ausgebildeten Kräften.

Finanzierung bei FinCompare
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Umstrukturierung
Eine Umstrukturierung kann Kosten sparen. So gelingt es Ihnen, gut ausgebildete Mitarbeiter zu halten.