Arbeitskraftabsicherung: Ein Alleinstellungsmerkmal moderner Arbeitgeber?

…und damit ein essentieller Vorteil im Kampf um Fachkräfte.

Arbeitskraftabsicherung

Die Arbeitskraftabsicherung ist für Arbeitnehmer essenziell. Wer aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kann, fällt ansonsten tief. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente geht selten über das Sozialhilfeniveau hinaus. Arbeitgeber können ihre Angestellten über eine Direktversicherung gegen Berufsunfähigkeit versichern.

Angestellte genießen dadurch einen leichteren Zugang zum Versicherungsschutz und steuerliche Vorteile. Dieser Beitrag erklärt, wie Unternehmen sich bei der Arbeitskraftabsicherung ihrer Mitarbeiter engagieren und dadurch ein innovatives Incentive entwickeln können.

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Zusätzliche Information

Berufsunfähigkeitsversicherung als Direktversicherung

Direktversicherungen kommen in der betrieblichen Altersvorsorge sehr häufig zum Einsatz. Das Prinzip: Der Arbeitgeber schließt für den Arbeitnehmer eine Rentenversicherung ab. Die Einzahlungen werden ganz oder zum Teil aus dem Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers finanziert (Entgeltumwandlung). Dieses Prinzip gibt es auch für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Bei einer BU Direktversicherung ist der Arbeitgeber Vertragspartner des Versicherers. Arbeitnehmer sind Versicherte Personen in einer Gruppenversicherung. Aus Sicht der Arbeitnehmer besteht ein Vorteil in der Abzugsfähigkeit der umgewandelten Entgelte bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.

Im Jahr 2019 können Arbeitnehmer 6432 EUR ihres Entgelts in einen Berufsunfähigkeitsschutz umwandeln lassen. Bis zu diesem Betrag können Steuern und Sozialversicherungen gespart werden. Allerdings fallen für die Berufsunfähigkeitsrente im Leistungsfall Steuern und Sozialabgaben an. Arbeitnehmer machen sich dabei nicht abhängig von dem Arbeitgeber. Wird der Arbeitgeber gewechselt, kann die Direktversicherung über den neuen Arbeitgeber fortgeführt werden. Auch eine private Weiterführung des Vertrags ist prinzipiell möglich.

Wie funktioniert eine BU Versicherung?

Die Funktionsweise einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist in § 172 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt. Die Police verpflichtet den Versicherer zur Zahlung einer monatlichen Rente, wenn der Versicherungsnehmer berufsunfähig wird. Berufsunfähig ist dem VVG zufolge, wer den zuletzt ausgeübten Beruf durch Krankheit oder andere gesundheitliche Gründe ganz oder teilweise dauerhaft nicht mehr ausüben kann. Dann handelt es sich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung im engeren Sinne.

Der Vertrag kann auch vorsehen, dass eine Leistung durch den Versicherer nur zu zahlen ist, wenn der Versicherungsnehmer gar keine Tätigkeit mehr ausüben kann. Dann handelt es sich um eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Warum ist Arbeitskraftabsicherung wichtig?

Die Arbeitskraftabsicherung ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Die meisten Erwerbstätigen finanzieren den wesentlichen Teil ihres Lebenseinkommens durch ihre Arbeitskraft. Fällt diese Arbeitskraft aus, droht ein Fall ins soziale Nichts. Die staatliche Hilfe ist jedenfalls gering. Zwar gibt es die Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese steht jedem zu, der in den letzten fünf Jahren mindestens 36 Monate in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente lag im Jahr 2017 aber nur bei 716 EUR pro Monat.

Die Rente wird zudem nur gezahlt, wenn Betroffene in keinem Beruf länger als 3 Stunden am Tag arbeiten können. Wer noch 3-6 Stunden pro Tag in irgendeinem Beruf tätig sein kann, erhält die halbe Erwerbsminderungsrente. Statistiken der deutschen Rentenversicherung zufolge wurden im Jahr 2014 rund 50 % der Anträge auf Erwerbsminderungsrente zurückgewiesen.

Die Arbeitskraftabsicherung lohnt sich in jungen Jahren besonders. Dann sind die Beiträge niedriger. Je älter der Versicherungsnehmer bei Abschluss des Vertrages, desto höher die Prämien. Erschreckend: Wer in Deutschland berufsunfähig wird, ist im Durchschnitt gerade einmal 52 Jahre alt. Das macht deutlich, dass sich mit Ersparnissen die Zeit bis zum Renteneintritt nicht überbrücken lässt.

Mit 52 Jahren sind es bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters von 67 noch 15 Jahre. Wer dann monatlich 2500 EUR zur Deckung der Lebenshaltungskosten benötigt, verbraucht insgesamt 450.000 EUR. Noch schlimmer: Während der 15 Jahre werden keine Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung geleistet. Demensprechend gering fallen später die Rentenzahlungen aus.

Arbeitskraftabsicherung ist internationaler Standard

Die betriebliche Altersvorsorge ist in Deutschland mittlerweile weit verbreitet, die betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung dagegen nicht. In anderen Ländern ist dies ganz anders. In der Schweiz ist die betriebliche Arbeitskraftabsicherung seit 1985 gesetzlich festgelegt.

Auch in anderen Märkten gibt es sehr viel weiter entwickelte Ansätze als in Deutschland. Dies gilt zum Beispiel für die skandinavischen Länder, Irland, Spanien, Portugal, Italien und die Niederlande. In diesen Ländern sind Angestellte gegen Tod und Berufsunfähigkeit im Kollektiv über ihren Arbeitgeber versichert.

Hohes Marktpotential: 20 Mrd. EURO pro Jahr in Deutschland

Das Potenzial für die betriebliche Arbeitskraftabsicherung in Deutschland ist groß. Die Versicherungswirtschaft schätzt das aus ihrer Sicht brachliegende Potenzial auf rund 20 Milliarden EUR. Dies wäre die Beitragssumme, die bei einer Versicherung von allen knapp 40 Millionen Arbeitnehmern in Deutschland anfiele.

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) gibt die Zahl der laufenden Berufsunfähigkeitsversicherungen in Deutschland für das Jahr 2017 mit knapp 16,8 Millionen an. Bei 4,47 Millionen davon handelt es sich um Hauptversicherungen. Zusätzlich existieren 12,3 Millionen Zusatzversicherungen. Laut Statistischem Bundesamt existiert in mehr als 30 % der Haushalte mit mindestens einer erwerbstätigen Person eine private Berufsunfähigkeitsversicherung.

Damit steht Deutschland im internationalen Vergleich eigentlich gut da. Laut Rückversichern gehört Deutschland zu den am besten entwickelten Märkten für BU Versicherungen. Dennoch: Aus den Zahlen geht auch klar hervor, dass ein großer Teil der Arbeitnehmer in Deutschland über keine Arbeitskraftabsicherung verfügt. Davon betroffen sind im Umkehrschluss knapp 70 % der Haushalte mit mindestens einer erwerbstätigen Person bzw. ca. 25 Millionen Arbeitnehmer und zusätzlich zahlreiche Selbstständige.

Arbeitskraftabsicherung: So sehen die Verträge im Detail aus

Wie sieht eine BU Direktversicherung im Einzelfall aus? Dies müssen Unternehmen mit einem Versicherer vereinbaren. Die Konditionen werden zwischen der Versicherungsgesellschaft und dem Versicherungsnehmer (also dem Unternehmen) ausgehandelt. Die Angestellten sind Versicherte Personen.

Typische Kombination: Todesfallrisiko und Berufsunfähigkeitsrisiko als Arbeitskraftabsicherung

Typisch ist eine Kombination aus Todesfallrisiko und Berufsunfähigkeitsrisiko. Dann wird eine Deckung als Prozentsatz des Bruttojahresgehalts vereinbart. Es könnte zum Beispiel eine Deckung in Höhe von 40 % des Bruttojahresgehalts als Berufsunfähigkeitsrente vereinbart werden. Wird die versicherte Person berufsunfähig, steht diese Rente dauerhaft zur Verfügung. Als Todesfallkapital sind 200 % eines Bruttojahresgehalts üblich.

Eine zusätzliche Todesfallleistung schützt die Angehörigen des Mitarbeiters. Im Fall der Fälle erhalten diese eine einmalige, hohe Auszahlung. Mit diesem Geld können zum Beispiel Hauskredite abbezahlt werden.

Procedere wie bei Gruppenunfallversicherung

BU Direktversicherungen stellen für das gesamte Versichertenkollektiv (also die Belegschaft) eine gleich hohe Deckung zur Verfügung. Die Versicherer erhalten eine anonymisierte Datenlieferung und berechnen mit dieser die Beiträge.

Das Procedere ist vergleichbar  mit dem einer Gruppenunfallversicherung. Arbeitgeber müssen nicht jede Änderung sofort melden. Änderungen am Mitarbeiterbestand können einmal jährlich gemeldet werden.

Technisch handelt es sich bei der BU Direktversicherungen eine Leistungszusage des Arbeitgebers. Diese wird jedoch durch ein Versicherungsunternehmen rückversichert. Dazu dienen die Beiträge des Angestellten.

Verschiedene Finanzierungsvarianten

Die betriebliche BU Versicherung kann vollständig arbeitgeberfinanziert gestaltet werden. Dann können die Einzahlungen des Arbeitgebers als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Auch eine paritätische Finanzierung ist möglich.

Diese setzt jedoch eine vertragliche Regelung mit den Mitarbeitern voraus. Dies lässt sich in der Praxis jedoch relativ leicht umsetzen. Zahlen Mitarbeiter den Versicherungsschutz mit einem Teil ihres Entgelts (Entgeltumwandlung), wird dieser Teil des Entgelts von Steuern und Sozialversicherung freigestellt.

Leistungen wie bei einer privaten BU

Der Leistungsumfang einer BU Direktversicherung ist mit dem einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung vergleichbar. Das Unternehmen  kollektiviert seine eigene Deckungszusage und sichert das Kollektiv beim Versicherer ab. Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern damit denselben Leistungsumfang zu sagen, wie er bei privaten Versicherungen üblich ist.

Arbeitgeber können mit dem Versicherer verschiedene Leistungsvarianten vereinbaren. So kann zum Beispiel eine teilweise Berufsunfähigkeitsrente schon ab 25 % Berufsunfähigkeit vereinbart werden. Auch die Laufzeit des Versicherungsschutzes ist verhandelbar.

Vereinfachte Risikoprüfung

In die betriebliche Arbeitskraftabsicherung können laut Versicherungswirtschaft mehr als 97 % der Mitarbeiter aufgenommen werden – und zwar ohne individuelle Gesundheitsprüfung. Häufig verzichten Versicherer ganz auf eine Gesundheitsprüfung. Dies ist möglich, wenn das Versichertenkollektiv eine normale Gehalts- und Altersverteilung aufweist und es keine besonderen Risiken für den Versicherer gibt.

Die vereinfachte Risikoprüfung ist für Angestellte ein Vorteil. In der Praxis erweisen sich die Gesundheitsfragen häufig als Nadelöhr auf dem Weg zum Versicherungsschutz. Es müssen sehr viele Fragen korrekt beantwortet werden. Viele Versicherungsnehmer scheiden aufgrund von Vorerkrankungen aus bzw. erhalten Versicherungsschutz nur gegen Zuschläge oder unter Vereinbarung von Leistungsausschlüssen.

Zusatzleistungen des Versicherers

Viele Versicherer erbringen gegenüber Unternehmen und ihren Angestellten verschiedene Zusatzleistungen. Dazu gehören zum Beispiel Präventionsmaßnahmen, Maßnahmen zur Früherkennung von Berufskrankheiten und Hilfe bei der Reintegration in den Beruf. Die Versicherer arbeiten dabei im eigenen Sinne und versuchen, ihre Kosten zu minimieren. Indirekt profitieren davon auch die Arbeitgeber.

BU Gruppenversicherung lohnt sich für fast alle Unternehmen

Der Abschluss einer BU Gruppenversicherung lohnt für fast alle Unternehmen. Ab einem Gruppenvertrag von ca. zehn Mitarbeitern können die Verträge mit nur wenigen Gesundheitsfragen oder ganz ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Wie genau die Gesundheitsprüfung ausfällt, hängt auch von der Branche ab.

Bei der arbeitgeberfinanzierten Variante geben sich Versicherer manchmal mit einer sogenannten Dienstobliegenheit zur Klärung des Arbeitgebers zufrieden. Dann reicht es, wenn der Arbeitgeber bestätigt, dass eine Belegschaft in der jüngeren Vergangenheit (zum Beispiel zwei Jahre) nicht länger als zum Beispiel 20 Tage am Stück arbeitsunfähig war.

Innovative Lohnnebenleistung bietet Mehrwert für Mitarbeiter

Die Arbeitskraftabsicherung kann für Mitarbeiter einen wesentlichen Mehrwert darstellen. Ein Grund dafür ist die Bindung der Versicherungsleistung an das im Betrieb erzielte Einkommen.

Die Versicherungsleistung steigt in der Regel mit dem Einkommen. Dadurch ermöglicht die betriebliche BU Versicherung einen Versicherungsschutz, der sich am gewohnten Lebensstandard orientiert.

Solche Lohnnebenleistungen entfalten eine Bindungswirkung und dienen damit zur Verringerung der Mitarbeiterfluktuation. Neue Fachkräfte können durch solche Angebote möglicherweise leichter gewonnen werden.

Bei Vorerkrankungen oft kein privater Versicherungsschutz

Die Arbeitskraftabsicherung ist über eine Direktversicherung für Angestellte oft leichter erhältlich als auf privatem Wege. Dies liegt insbesondere an der Gesundheitsprüfung. Angestellte mit Vorerkrankungen oder Risikofaktoren (zum Beispiel Übergewicht, Tabakkonsum etc.) müssen bei privaten Versicherungen Leistungsausschlüsse, Prämienzuschläge oder sogar eine Ablehnung des Versicherungsschutzes in Kauf nehmen.

Umfangreiche Risikoprüfungen mit langen Katalogen von Gesundheitsfragen stellen darüber hinaus ein weiteres Risiko dar. Der Grund: Macht der Versicherungsnehmer im Antrag auch nur geringfügig falsche Angaben zu Vorerkrankungen oder ähnlichen Umständen, stellt dies eine Obliegenheitsverletzung dar. Der Versicherer kann dann die Leistung verweigern. Je weniger Gesundheitsfragen gestellt werden, desto geringer ist dieses Risiko.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil betrifft die Beitragszahler. Bei der Gruppenversicherung gibt es häufig einen signifikanten Rabatt auf die Prämien. Dadurch kann der über den Arbeitgeber erworbene Versicherungsschutz aus Sicht des Arbeitnehmers deutlich kostengünstiger sein als ein privater Versicherungsschutz.

Steuerliche Förderung nur in Kombination mit Rürup Rente

Zahlt der Arbeitgeber die Prämien zur BU Direktversicherung, handelt es sich um eine für den Arbeitnehmer kostenlose Lohnnebenleistung. Zahlt der Arbeitnehmer die Beiträge teilweise oder vollständig, kann er von steuerlichen Vorteilen profitieren. Auf die umgewandelten Entgelte fallen weder Steuern noch Sozialversicherungsbeiträge an.

Bei privat abgeschlossenen Versicherungen zur Arbeitskraftabsicherung verhält es sich anders. Seit dem 1. Januar 2014 sind Beiträge zu Berufsunfähigkeitsversicherungen zwar prinzipiell vollständig steuerlich absetzbar. Allerdings gibt es einen Haken. Die steuerliche Absetzbarkeit gilt nur, wenn die Berufsunfähigkeitsrente im Leistungsfall lebenslang ausgezahlt wird. Die meisten Versicherungen zahlen aber nur bis zum 67. Lebensjahr. Dies ist auch durchaus angemessen: Die BU Versicherung dient zur Kombination ausgefallenen Arbeitseinkommens und nicht als Altersvorsorge.

Wer eine Versicherung mit lebenslangen Rentenzahlungen abschließt, muss sehr hohe Prämien in Kauf nehmen. Das finanzielle Risiko für den Versicherer ist um Größenordnungen höher. Ein Beispiel: Wer mit 62 Jahren berufsunfähig wird und bis zum Renteneintritt 1000 EUR monatlich erhält, kostet den Versicherer 60.000 EUR. Wer diese Rente jedoch bis zum Erreichen der durchschnittlichen Lebenserwartung von 82 Jahren erhält, kostet 240.000 EUR zusätzlich. Dies schlägt sich in den Prämien nieder.

Eine bessere steuerliche Förderung ist bislang nur in Kombination mit der Rürup-Rente möglich. Dann werden Altersvorsorgeverträge mit einer Arbeitskraftabsicherung kombiniert. Beiträge zu solchen Verträgen sind (kombiniert für BU und Altersvorsorge) bis zur maximalen Höhe von 24.305 EUR pro Jahr steuerlich absetzbar. Konkret können im Jahr 2019 88 % der geleisteten Beiträge abgesetzt werden.

Die Kombiprodukte sind jedoch mit Nachteilen verbunden. So ist es längst nicht immer möglich, einen Altersvorsorgevertrag beitragsfrei zu stellen und den Berufsunfähigkeitsschutz zu behalten.

Fazit: Arbeitskraftabsicherung lohnt für Unternehmen

Eine Arbeitskrafteabsicherung lohnt sich als zusätzliches Angebot für die eigenen Angestellten. Angestellte können auf diesem Weg bei geringen Hürden und zu guten Konditionen einen Berufsunfähigkeitsschutz erwerben. Arbeitgeber haben bei Finanzierung und Ausgestaltung des Versicherungsschutzes viele Möglichkeiten.

Eine reine Finanzierung durch den Arbeitgeber als Lohnnebenleistung ist ebenso möglich wie eine paritätische Finanzierung oder eine Finanzierung allein durch den Arbeitnehmer. Arbeitnehmeranteile werden im Zuge der Entgeltumwandlung bei Steuern und Sozialversicherungsabgaben begünstigt. Die als Gruppenversicherung ausgestatteten Verträge sind häufig mit einem Rabatt verbunden und können für einen Berufsunfähigkeitsschutz ohne abstrakte Verweisung genauso genutzt werden wie für einen grundständigen Erwerbsunfähigkeitsschutz.

Arbeitgeber bieten ihren Angestellten damit eine attraktive Zusatzleistung, die eine Bindewirkung entfaltet. Im besten Fall lassen sich durch die BU Versicherung dringend benötigte Fachkräfte leichter gewinnen. Dies erscheint insbesondere in riskanten Berufen wie z. B. dem Handwerk plausibel. Hier können gestandene Fachkräfte vielleicht mit der Aussicht auf einen guten Berufsunfähigkeitsschutz überzeugt werden.